TESTBERICHT
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Der Monolith

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Nucleus ist in der Tat eine Art Monolith. Das Gerät besteht aus einem Stück und hat mit audiophilen, aus dem Vollen gefrästen Gehäusen anderer Audiohersteller viel gemein. Vielleicht ist dies kein Zufall. Allerdings ist es ein Aluminium-Druckgussgehäuse mit eher poröser Struktur und einer verringerten thermischen Masse. Das wurde entsprechend berücksichtigt, daher sind die thermischen Eigenschaften ausgezeichnet. Nucleus arbeitet ohne Lüfter und ohne Lüftungsschlitze, ist in sich geschlossen und dennoch ist die geringfügige Erwärmung nach mehreren Betriebsstunden bei freier Aufstellung kaum fühlbar.

Bei den Diskussionen rund um das Design hatte man wohl Spass bei Roon. Das Resultat ist eine Mischung der puzzle box von «Hellraiser» und dem besagten Monolithen aus «A Space Odyssey 2001». Die Kühlkörperstruktur wirkt ziemlich einmalig futuristisch, und die Oberfläche hat etwas Organisches, wie aus einem unbekannten Mineral gefertigt. Für mich ist dies «Form follows Function» in Perfektion – mit einem Schuss Sci-Fi.

Die Einrichtung des Sonoro Elite ist einfach und funktionierte in unserem Test abgesehen von anfänglichen Verbindungsproblemen beim Koppeln mit dem WLAN problemlos. Das Gerät verbindet sich kabellos per Bluetooth oder WLAN oder mittels Kabel via Ethernet- oder Aux-Anschluss mit seinen Musikquellen. Bevor man jedoch loslegt, sich mit den Menus vertraut zu machen, sollte man an der Rückseite die mitgelieferten Antennen anschrauben. Für das Gerät gibt es eine WLAN-Antenne und eine Teleskop-Radioantenne, die je nach Ausrichtung hinter dem Gerät hervorlugen.  

Sind die Antennen befestigt, geht’s daran, das Gerät mit dem Internet zu verbinden. Wir wählen WLAN statt Ethernet. Die Navigation in den Menus und die Auswahl des Netzwerks nehmen wir direkt über die Bedienelemente am Gerät vor. Um das WLAN-Passwort einzugeben, dient die Anzeige des 2,8-Zoll-TFT-Bildschirms und der Drehknopf, mit dem man Buchstaben und Zahlen auswählt. Das geht zwar wegen der Übersichtlichkeit am Display ganz gut, doch ist diese Eingabeform doch einiges umständlicher als per Tastatur. Da ist man ganz froh, dass das Passwort gespeichert wird, sodass man es nur einmal eingeben muss – zumindest ist dies normalerweise so. Bei unserem Test klappte die Verbindung mit oder ohne WPS nämlich erst nach mehreren missglückten Versuchen. Ein Grund dafür war nicht ersichtlich.

Nucleus enthält einen Steckplatz für einen SSD- oder HDD-Drive, zugänglich über die abschraubbare Bodenplatte. Die Installation ist relativ einfach, aber Sache des Kunden. Roon liefert Nucleus ausschliesslich ohne interne Speicherbelegung aus.

Externe Festplatten, SSD oder HDD kann man über einen der zwei USB-3.0-Ports an der Rückseite anschliessen. Ein NAS oder weitere Speichereinheiten auf Computern im Netzwerk sind über den Netzwerkanschluss von Nucleus verfügbar.

Die Streamingdienste beschränken sich zurzeit noch auf Tidal. Das ändert sich jedoch bald, hat aber nicht direkt etwas mit Nucleus zu tun.

Für Internetradio gibt es noch keinen praktischen Tuner. Man kann seine Lieblingssender anlegen, indem man die URL des jeweiligen Livestreams einkopiert und den Sender bezeichnet. Für Leute wie mich, mit vielleicht 10 bevorzugten Sendern, reicht das völlig aus. Auch das hat nicht direkt etwas mit dem Nucleus zu tun.

Audio-Ausgabe

Die Audio-Ausgabe erfolgt digital via USB 3.0 an einen DAC-Eingang oder über das Netzwerk an einen DA-Wandler und dergleichen. Der HDMI-Ausgang ist als Mehrkanal-Audioausgang zu nutzen. Nucleus hat keine Analogausgänge und somit keinen integrierten DAC.Die Audio-Ausgabe erfolgt digital via USB 3.0 an einen DAC-Eingang oder über das Netzwerk an einen DA-Wandler und dergleichen. Der HDMI-Ausgang ist als Mehrkanal-Audioausgang zu nutzen. Nucleus hat keine Analogausgänge und somit keinen integrierten DAC.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt mit der Roon-App ab einem Smartgerät oder aber einem PC/Mac. Dort installiert man den Roon Core und verwendet die Software nur als Remote-Software. Ein Tablet ist einem Smartphone vorzuziehen, denn die App für Tablets ist etwas umfassender, sehr übersichtlich und komfortabel.

Stromversorgung

Das mitgelieferte Netzteil ist ausgezeichnet. Wer «upgraden» will, der benötige ein 19VDC-Linearnetzteil mit dem richtigen Stecker. Die einschlägigen Foren füllen sich langsam mit Erfahrungsberichten.

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