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Testbericht · Roonlabs · Netzwerk-Player

Im Kern der Sache

Test des Nucleus-Servers von Roon

Von Christian Wenger · · Seite 2 von 8

The Big Picture

Nucleus ist in sich geschlossen, ohne Lüfter oder Kühlschlitze.Nucleus ist in sich geschlossen, ohne Lüfter oder Kühlschlitze.

Roon Core will sich zur universalen Software für High Resolution Audio Streaming entwickeln, angewendet von möglichst vielen Herstellern und ihren Geräten. Die Qualitätsmaxime ist sowohl die maximale Klangqualität der Musikwiedergabe als auch die maximale Benutzerfreundlichkeit im Umgang mit dem Content.

Bisher hat es noch niemand geschafft, ohne Kompromisse bei der Klangqualität Software anzubieten, die in einem grossen Universum eingesetzt werden kann. Bisherige Systeme für Multiroom-Anwendungen waren an bestimmte Hersteller gebunden: Die Software der Hersteller liess sich nur mit eigenen Geräten nutzen. Der Musikhörer musste sich für einen Hersteller entscheiden – und oft auch für eine bestimmte «Qualität». Sonos zum Beispiel erreichte eine enorme Verbreitung, weil es überall funktionierte. Die Qualität der Musikwiedergabe war und ist bei Sonos aber auf den Massenmarkt zugeschnitten.

Mit Roon Core kann nun der Musikhörer sowohl audiophil Musik hören, im Wohnzimmer oder im eigens dafür ausgestatteten Hörraum, und gleichzeitig auch «casual» Musik hören, in Räumen, wo die audiophile Qualität nicht erforderlich ist. Dazu hat der Konsument, wie bereits erwähnt, eine beachtliche Auswahl an Geräten vieler Hersteller zur Verfügung, die jede Anwendung abdecken. Mittlerweile umfasst das sogar Google Chromecast.

Dafür ist eine Softwarelizenz zu erwerben. Die Jahreslizenz kostet 119 USD, die zeitlich unbeschränkte Lizenz 499 USD. Wer sich auf Roon einlässt und nach 14 Tagen kostenlosem Testbetrieb (ohne funktionale Einschränkungen) noch unsicher ist, der muss halt die 119 USD abdrücken und dann bei Gefallen 12 Monate später noch 499 USD. Die meisten Roon-Nutzer werden das so machen. Variable Kosten entstehen dann noch zusätzlich durch das Abonnieren eines Streamingdienstes. Über den Daumen gepeilt gibt das 240 USD pro Jahr.

Der Autor Christian Wenger

Christian Wenger war Elektrotechniker und Marketingfachmann in der Industrielektronik und Inhaber von InConcert Audio in Olten. Von 2013 bis 2024 schrieb er als Redaktor für avguide.ch. Heute lebt der Connaisseur und Weinliebhaber pensioniert in Südfrankreich und bleibt Mitinhaber der avguide.ch GmbH.

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