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BaschungBaschung

Dieses Fachgeschäft hat Tradition: Das "WD" weist darauf hin, dass die Firma Wiedmann - Dettwiler AG im Jahre 1976 die Filiale in Oensingen eröffnete. Im Laufe der Jahre entwickelte sich dieser Sitz zu einem führenden Fachgeschäft in der Region. Hinzu kam der Slogan "Visionen in Bild und Ton". In einem eher unscheinbaren Gebäude bietet die WD Oensingen AG in drei Etagen mit zahlreichen, bestens bestückten Vorführräumen ein fast unglaublich breites Spektrum vom Heimkino bis zum esoterischem High End.

Geschäftsführer Ernst Baschung ist seit 1979 in der Audio-Video-Branche und kennt sich sowohl im Konsumenten- als auch im professionellen Bereich bestens aus. Unterstützt wird er nicht nur von seinem Sohn Marco, seiner Frau Elisabeth und Andreas Gubler, sondern auch von seiner musikalischen Tochter Nadine, welche singt und Cello spielt und mit ihren goldenen Ohren für die Beurteilung von Hi-Fi-Komponenten stets zur Verfügung steht.

Vielseitiges Angebot

In diesem eher unscheinbaren Gebäude bietet die WD Oensingen AG in drei Etagen mit zahlreichen bestens bestückten Vorführräumen ein fast unglaublich breites Spektrum vom Heimkino bis zum esoterischem High End.In diesem eher unscheinbaren Gebäude bietet die WD Oensingen AG in drei Etagen mit zahlreichen bestens bestückten Vorführräumen ein fast unglaublich breites Spektrum vom Heimkino bis zum esoterischem High End.

Das Fachgeschäft WD Oensingen AG bietet eine ganze Menge an Produktekategorien und Dienstleistungen an: Hi-Fi, High End, Home Cinema, Beamer, Lautsprechersysteme für Business und Heim-Beschallungen, In-Wall-Einbaulautsprecher für Decken und Wände, Multiroomlösungen, Flachbildschirme, eigene Reparaturwerkstatt, Planung, Projektierung, Installation von Satelliten Empfangs-Anlagen, Heimberatung und individuelle Projektierung.

Ernst Baschung führt als Klipsch Stützpunkt-Händler aber auch namhafte Audio- Marken wie Bose, Cocktail Audio, Duetto, Sonos,Vincent, Thorens, T.A.C. Onkyo, Yamaha, Elac, Jamo, GURU und bietet dem Kunden somit ein Fülle von vielseitigen Kombinations- und Lösungsmöglichkeiten.

Fachhandel im Online-Zeitalter

Gleich zu Beginn meines Besuches kommen wir zum leidigen Thema: "Sich im Fachhandel informieren und im Internet kaufen". Ganz allgemein stellen wir beide fest, dass es heute unglaublich dreiste Konsumenten gibt, die im Internet möglichst billig kaufen und dann, wenn das Gerät nicht funktioniert oder sie die Funktionen nicht begreifen, sich im Fachgeschäft gratis beraten lassen wollen!

Doch das ist nicht neu, und gestandene Semester erinnern sich an den legendären Eschenmoser, der ganz unverblümt meinte: "Hört Euch die Produkte im Fachhandel an und kauft sie dann bei mir!" Dienstleistungen können nicht gratis sein, und wer Produkte mit Beratung, Heimlieferung, kulanter Garantie etc. kaufen will, ist im Fachgeschäft nach wie vor gut beraten. Siehe auch das Interview mit Ernst Baschung.

Klipsch im Wandel der Zeit

Die Ur-Klassiker von Paul W. Klipsch: Klipschorn, La Scala, Belle, Cornwall und HereseyDie Ur-Klassiker von Paul W. Klipsch: Klipschorn, La Scala, Belle, Cornwall und Heresey

Der legendäre Paul W. Klipsch gründete seine Firma anno 1946 in Hope, Arkansas. Am Anfang stand und musizierte das legendäre Klipschorn. Es waren dies die goldenen Zeiten der kühlschrankgrossen Riesen-Boxen, die mit minimalen Röhren-Verstärkerleistungen imposante Klangvolumina bringen konnten. Es folgten nicht ganz so gigantische und dennoch exzellent klingende Lautsprecher wie La Scala, Belle, Cornwall und Heresey. Alles Lautsprecher, die auch heute noch anhörenswert sind! Unglaublich aber wahr ist, dass das legendäre Klipschorn seit 1946 nach wie vor produziert wird!

Doch der Markt veränderte sich und der FAF (Frauen-Akzeptanz-Faktor) sank für grosse, kistenförmige Lautsprecher ins Bodenlose! So veränderte auch Klipsch seine Boxenformen und ging vom Kistendesign zu den immer aktueller werdenden Säulen-Lautsprechern. Zudem erweiterte man das Sortiment in verschiedene Richtungen. Neben den Hi-Fi-Lautsprechern kamen nicht nur kleine Bluetooth-Systeme auf den Markt, auch bei den Kopfhörern ging die Miniaturisierung bis zu winzigen, aber sehr hochwertigen In-Ear-Hörern.

Verschiedene Tests bei avguide.ch zeigen, dass Klipsch Lautsprecher und sogar winzige In-Ear-Hörer nicht sogenannte 0815 Billig-Produkte sind, sondern durch sorgfältige Verarbeitung, gekonnte Konstruktion und ihren speziellen Klang auf sich aufmerksam machen:
Stöpselhörer High Society: Vergleichstest In-Ear-Hörer
Music is in the air: Vergleichstest Bluetooth-Lautsprecher
Sound of Silence: Vergleichstest Kopfhörer mit Rauschunterdrückung
The American Way: Test des High End-Lautsprechers Palladium P-39F

 

The Sound of Klipsch

Klang der Neuzeit: Klipsch P-38F (rechts) Reference RF 82II. Elektronik: Vincent 400 er Linie mit Tuner, Verstärker und CD Spieler. Lautsprecherkabel Artkustik
Klang der Neuzeit: Klipsch P-38F (rechts) Reference RF 82II. Elektronik: Vincent 400 er Linie mit Tuner, Verstärker und CD Spieler. Lautsprecherkabel Artkustik

Nach einem Rundgang durch Ernst Baschungs Fachgeschäft setze ich mich vor ein Paar zierlich schlanke Klipsch Reference 42 II, angetrieben von der CD-Receiver-Kombi Yamaha CRX560D, Lautsprecherkabel Analysis und erfreue mich mich an der spritzigen und vitalen Wiedergabe von Jazz-Rock und poppigen Sounds. Auch Klassik kommt hier mit erfreulichem Niveau. Erstaunlich ist es, welch grosses Klangvolumen diese schlanken Säulen im allerdings eher kleinen Abhörraum bringen können.

In einem wesentlich grösseren Raum spielen dann die schon respektabel grossen Klipsch Palladium P-38F, welche über die gleiche Technologie wie ihre grosse Schwester die P-39F (siehe avguide.ch-Test The American Way) verfügt. Ernst Baschung kombiniert die P-38F mit dem Vincent Verstärker SV 237 und dem CD-Spieler Vincent CD-S7 DAC. Bei dieser Hörsession bestätigen sich die Ergebnisse des avguide.ch-Tests voll und ganz: Auch die P-38F ist ein absout hervorragender Lautsprecher. Nicht unbedingt der ideale Lautsprecher für Freunde klassischer Streichquartette, sondern für Leute, die einen dynamischen Powersound lieben, bei dem die Post bei jazziger und rockiger Musik so richtig abgehen kann. Trotz ihrer hohen Potenz verfügt sie über eine beachtenswerte Feindynamik und bringt auch kleinere Unplugged-Ensembles stimmig und nuanciert.

Klang der Superlative

Dass man auf einen Klang der Superlative locker noch einen drauf setzen kann, hört man beim Erklingen der Klipsch RF-7 II sofort. Ja, dieser Sound mit einem abgrundtiefen Tiefstbass und brillanten Mitten und Höhen geht unter die Haut und präsentiert sich in bester Klipsch-Manier. Damit meine ich lupenrein in allen Lautstärkebereichen und mit einer absolut umwerfenden Grob- und Feindynamik. Nähert man sich brachialen Schallpegeln, so schlagen die Gehörsnerven bereits Alarm, lange bevor die Boxen an ihre Grenzen gelangt sind. Natürlich spielt die Ansteuerung dieser ultrapotenten Lautsprecher eine entscheidende Rolle, und Ernst Baschung setzt hier die Rega Maya 3 oder die beiden Vincent SP-998 für Power ohne Ende ein.

Gurus aus dem hohen Norden

Die Guru QM 10two sind kompakte Lautsprecher aus Schweden für die wandnahe Aufstellung in Wohnräumen in denen nicht all zu laut Musik genossen werden kann. Ihr Klang ist absolut verblüffend.Die Guru QM 10two sind kompakte Lautsprecher aus Schweden für die wandnahe Aufstellung in Wohnräumen in denen nicht all zu laut Musik genossen werden kann. Ihr Klang ist absolut verblüffend.

Im selben Raum erblicke ich zudem sehr kompakte, fast würfelförmige und aus Schweden, genauer Uppsala,  stammende Lautsprecher. Diese Schallwandler verblüffen nicht nur durch ihren seltsamen Namen, Guru QM 10 two, sondern durch ein fast unglaubliches Klangvolumen, verbunden mit einer ebenso verblüffenden Klangqualität.

Laut Ernst Baschung sollen das ideale Lautsprecher für Wohnblöcke sein, in denen man nicht allzu hohe Pegel fahren kann und dennoch einen satten vollen Klang geniessen will. So erklingen bei gemässigter Lautstärke nicht nur Mozarts Klavier-Trios, sondern auch jazzige und poppige Klänge mit einem sehr ansprechenden Klangtimbre und einem Klangvolumen, das einem bei geschlossenen Augen vergessen lässt, dass hier doch sehr kompakte Lautsprecher zum häuslichen Konzert aufspielen.

Pantoffel-Kino in allen Grössen

Pantoffelkino in allen Grössen: Hier eine Darbietung der Superlative mit Dolby Atmos.Pantoffelkino in allen Grössen: Hier eine Darbietung der Superlative mit Dolby Atmos.

Der Heimkino-Raum strahlt mit seinen roten Vorhängen und Verkleidungen echte Kino-Atmosphäre aus, und sofort erhebt sich die Frage nach der Lautsprecherbestückung. Vor dem Hörer stehen zwei Klipsch RF 26F, im Zentrum ein Klipsch RC25C. Hinter dem Hörer bringen zwei Klipsch R14S den Surround- Sound. Für den neuen Dolby Atmos-Raumklang kommen zudem zwei nach oben zur Decke strahlende Onkyo SKH 3140 Atmos Lautsprecher zum Einsatz.

Da ich als Brillenträger nicht gewillt bin, mir noch eine zweite Brille auf die Nase zu schnallen, verzichte ich auf eine 3D-Vorführung. Aber auch in der zweidimensionalen Bild-Darbietung von Action-Streifen hebelt es mich doch glatt aus dem Fauteuil: Ich glaube, dass meine Sitzgelegenheit von einem Bass-Shaker durchgerüttelt wird - was aber nicht der Fall ist - und habe den Eindruck, als hebe ich mit dem Raumschiff ab. Und den Surround-Sound erlebe ich nicht nur von vorne, seitlich und von hinten, sonder auch von einem scheinbar riesigen Himmels-Firmament.

Die Qualität von Bild und Ton ist exzellent. Hinzu gesellt sich noch die Quantität, sprich Schallpegel an der Schmerzgrenze. Da winke ich dann relativ rasch Hilfezeichen an Ernst Baschung und er reduziert den Pegel sofort auf das gewünschte Mass. Neben den doch recht grossen Klipsch-Systemen hat Ernst Baschung natürlich auch noch zierliche, kompakte Anlagen fürs Mini-Pantoffel-Kino bereit.

Zwischen Himmel und Erde

Ernst Baschung mit seinen magischen Klang-Tunig-Schätzen: Hier mit der Revolution Power Tube, welche den Stromkreis im ganzen Haus beeinflussen soll. Im Hintergrund diverse Absorber und die Klangschale PMR aus einer Glockenbronze-Legierung...Ernst Baschung mit seinen magischen Klang-Tunig-Schätzen: Hier mit der Revolution Power Tube, welche den Stromkreis im ganzen Haus beeinflussen soll. Im Hintergrund diverse Absorber und die Klangschale PMR aus einer Glockenbronze-Legierung...

Fazit

Von Submolekular-Energie-Impulsen und ähnlichem

Da gibt es wohlklingende Sicherungen, ausgetüftelte Stromschienen mit hochglanzpolierten Kontaktstellen und Klangschalen, die den Klang mittels wohlklingender Glockenbronze veredeln sollen. Oder dann auch Lautsprecher-Chips, welche gezielt sämtliche Bestandteile einer Lautsprecher-Box und der darin befindlichen Luft beeinflussen sollen. Diese werden innen oder aussen an die Box geklebt. Dann heisst es 10 Minuten warten und dann geniessen.

Das französische "Diapason Hi-Fi Magazin" vergab in seiner April-Ausgabe 2014 sechs von sechs möglichen Sternen in den Kategorien Musikalität und Verarbeitungsqualität und schreibt: "Sagenhaft! Das beste Hi-Fi Zubehör, das wir jemals getestet haben. Setzt materialbeeinflussende Submolekular-Energie-Impulse auf den gesamten elektrischen Strom eines Hauses frei.

Ob das bloss hochgestochener Unsinn oder hörbare Magie ist, muss jeder selber entscheiden...

Ende gut - alles gut

Für ausgiebiges Hören und Vergleichen dieser Tunig-Teile fehlt uns leider nun die Zeit, und ich muss daran denken, mich ins abendliche Verkehrschaos nach Zürich einzugliedern. So verabschiede ich mich von Ernst Baschung und seiner Crew und erhalte als Abschieds-Präsent drei magische Glas-Unterlagen mit der geheimnisvollen Bezeichnung "adunare". Sie sollen zum Beispiel ein darauf gestelltes Glas Wein deutlich spürbar veredeln, einem darbenden Blumenstrauss zu neuer Blüte verhelfen und natürlich auch den Klang von darauf oder daneben gestellten Hi-Fi-Komponenten verbessern.

Zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Reportage sei nur so viel verraten, dass sich die nicht mehr ganz frische Rose auf der "adunare" - Glas-Unterlage auch nach einigen Tagen noch in schöner Pracht präsentierte und das auf die adunare-Platte gestellte Glas Wein meiner Frau besser denn je mundete.

"Hochwissenschaftliche", aber durchwegs lustvoll-spassige Blind- und Doppel-Blindtests mit Hefe-Weissbieren, Single Malt Whiskys - insbesondere mit meinem Lieblingsgetränk, dem legendären Laphroaig - aber auch in audiophilen Einsätzen sind geplant!

Interview mit Ernst Baschung WD Oensingen AG - "Visionen in Bild und Ton"

Diese Gratis-App wird „Denon Travel App“ genannt und bietet eine Fülle von Möglichkeiten wie 5 Band Equalizer, 3 Audio-Effekte (Virtualizer, Bassboost und Hall),10 voreingestellte EQ-Einstellungen, Musikbibliothek, Internetradio (WiFI- oder andere Datenverbindung zum Internet erforderlich).

Die App ist zunächst nicht ganz einfach zu bedienen, aber hat man den Bogen erst mal raus, so macht das Ding enormen Spass. Der extrem feinfühlige Equalizer erlaubt es, dem Hörer jede gewünschte Klangcharakteristik von bassig-dunkel bis spritzig-hell zu verleihen.

Travel-Sound

Wer den Hörer ans Kabel hängt und seine Teststücke im passiven Betrieb hört, bekommt einen eher warmen, bassbetonten Klang, ohne besondere Transparenz, der je nach Musikstück und persönlichen Geschmack sehr unterschiedlich beurteilt wird. Die einen fanden den Klang „matschig“  andere wiederum „füllig-angenehm“.

Schaltet man auf den aktiven Betrieb, bei dem das Noise Cancelling automatisch hinzugeschaltet wird, erscheint der Klang wohl lauter aber nicht wesentlich besser. Die Höhen werden zwar etwas brillanter, doch erscheint eine leichte Resonanz in den Mitten, welche zum Beispiel Rebecca Pidgeons glockenreine Stimme deutlich aufbläht.