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MUSIKREZENSION
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Publikationsdatum
28. Juli 2002
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«David Johansen & The Harry Smiths» markiert den vierten Karrierenabschnitt des legendären Sängers, der anfangs der 70er Nagelpolitur, Lippenstift und roten PVC tragend bei der skandalumwitterten Band The New York Dolls den Einstieg ins Musikgeschäft fand.

In den 70ern und 80ern veröffentlichte er Soloplatten, die dem Rock-Mainstream zugeschlagen wurden. Unter dem quasikomischen Pseudonym Buster Poindexter veröffentlichte er später vier Alben, tourte durch Nachtklubs und gab sich der Suche nach dem ultimativen Lounge-Sound hin.

Jetzt fühlt er sich beim Singen von Blues-Standards aus der Feder von Mississippi John Hurt, Lightnin’Hopkins und Muddy Waters u. a. pudelwohl. Dabei lässt er sich nicht auf die Gefahren einer Neuinterpretation aus der Perspektive eines urbanen Schauspielers ein, wie man sich das bei ihm leicht vorstellen könnte.
Er bleibt sehr nahe bei den Originalen und wird mit seinen Harry Smiths auch die meisten Puristen überzeugen können. Puristisch ist auch der von David Chesky realisierte Sound. Er verzichtet dabei auf den Center- und Subwooferkanal.
STECKBRIEF
Albumtitel:
David Johansen and the Harry Smiths
Komponist:
Div,
Label:
Chesky
Jahr:
2000
Bestellnummer:
SACD 225
Tonformat:
Hybrid SACD Multichannel
Medium:
SACD
Musikwertung:
9
Klangwertung:
9
Preis:
50
Bezugsquellen
Wettbewerb