Der HC-X1000 glänzt mit 4K 50p Video, professioneller Ausstattung und vielen Anpassungsmöglichkeiten. Mit der intelligenten Automatik lässt sich sofort losfilmen. Er kann auch völlig manuell bedient werden und ist damit ein Allzweckwerkzeug für viele Videoeinsätze im Event- und Reportagebereich.
Nicht ganz überzeugen können seine Funktionen für szenisches Filmen. Er bietet zwar Cinema 4K Auflösung, eingebaute ND-Filter und „Cine-Like“-Profile, verschenkt jedoch Bildqualität und Schärfentiefe-Gestaltung durch den kleinen Sensor und das fest eingebaute Objektiv.
Die 4K-Videobilder des HC-X1000 beeindrucken durch fantastische Schärfe und überzeugen noch mehr in Full-HD, direkt aus der Kamera oder im Computer heruntergerechnet. Die vielen Standard-Videoformate und die Speicherung auf normale SD-Karten ermöglichen kostengünstiges Filmen und Bearbeiten auf verschiedenen Plattformen.
Für Reisende mit kleinem Gepäck ist er viel zu gross, doch für engagierte Amateure und professionelle Event-Filmer ermöglicht dieser handliche Prosumer Camcorder einen erschwinglichen Einstieg ins 4K Profi-Lager.
Fazit
Die Panasonic Lumix GH2 ist derzeit sicherlich die vielseitigste und leistungsstärkste unter den spiegellosen Systemkameras. Allerdings gehört sie in dieser Kameraklasse zu den grösseren Modellen und wirkt wegen der Erhöhung des EVFs etwas sperrig. Wer häufig einen EVF nutzen will, fährt aber besser mit der GH2 als mit einem Modell mit aufsteckbarem EVF, der bei solchen Kameras mehr herausragt und so beim Verstauen mehr stört und zudem den Zubehörschuh blockiert.
Die GH2 liefert Fotos und Videos von sehr guter Qualität. Nur bei extremen Helligkeitsunterschieden und wenig Licht kann die Kamera mit anderen Systemkameras nicht ganz mithalten. Was der Kamera fehlt ist eine HDR-Funktion, bei der mehrere schnelle Serienbilder mit unterschiedlicher Belichtung geschossen und zu einem optimierten verschmolzen werden.
Wünschenswert wären auch ein zweites Einstellrad, eine Zoomtaste für die Bildbetrachtung und eine NTSC-kompatible Framerate im AVCHD-Format. Letzteres bieten Konkurrenzmodelle schon länger und sind in einer global vernetzten Welt sinnvoll.
Das einzige wirkliche Manko der GH2 ist aber ihre mässige Akkureichweite, die für gelegentliches Knipsen ok wäre, für ein intensiv zu nutzendes Fotowerkzeug jedoch unzureichend ist.
Ein Highlight ist dagegen unbestritten die automatische Scharfstellung, die andere spiegellose Systemkameras abhängt und sogar mit DSLRs mitzuhalten vermag, auch wenn sie in der Praxis einen Tick langsamer und - was die Bildausbeute anbelangt - etwas weniger erfolgreich ist. Handkehrum ist der Autofokus der GH2 dem von DSLRs überlegen, wenn diese im Live-View- und Video-Modus genutzt werden.
Mit ihrem beachtlichen Funktionsumfang und ihrem guten Output ist die GH2 eine Empfehlung für versierte Fotografen und sicherlich auch für manchen Videofilmer, der durch Wechselobjektive und das mögliche Spiel mit der Schärfentiefe kreativen Spielraum erhält. Besonders eignet sich die GH2 für den Multimediaeinsatz und für Leute, die viel mit ihrer Kamera unterwegs sind und deshalb auf geringes Gewicht und Volumen setzen, aber dennoch Wechselobjektive und höchste Leistung verlangen.

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