TESTBERICHT
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Videofunktionen

Fotokameras mit Wechselobjektiven und ihren grossen Fotosensoren haben das Videofilmen in den letzten zwei Jahren revolutioniert. Die GH1 war Teil dieser Revolution und auch die GH2 dürfte für Videofilmer interessant sein, zumal ihr Autofokus im Vergleich zu dem von filmenden DSLRs deutlich besser ist.

Die GH2 filmt in HD (1920 x 1080 und 1280 x 720) sowie in kleineren Formaten (VGA, QVGA) und in diversen Qualitätsstufen (HD: 17 oder 13 Mbps). Normalerweise werden Videos in Full-HD nativ mit 50 Halbbildern pro Sekunde (50i) aufgezeichnet. Neu beherrscht die GH2 den Cinema-Modus mit 24 Ganzbildern pro Sekunde (24p), wobei die maximale Bitrate von AVCHD mit 24 Mbps ausgeschöpft werden kann. Im kleinen HD-Format wird im progressiven Modus mit 50 Ganzbildern pro Sekunde gefilmt. 

Die Videos werden im AVCHD- (MTS-Datei) oder als Motion JPEG-Format (MOV-Dateicontainer) codiert. Bei letzterem stehen vier Auflösungsstufen von QVGA bis HD 720p bei jeweils 30 fps zur Wahl. Die maximale Aufzeichnungsdauer ist - wie zuvor - aus Zoll-technischen Gründen auf 29 Minuten und 59 Sekunden beschränkt.

Audio wird über das recht gute eingebaute Stereomikrofon aufgezeichnet – jedoch leider stets mit den Bediengeräuschen. Optional gibt es von Panasonic ein Richtmikrofon, das in den Zubehörschuh gesteckt wird. Andere Mikros können über eine 2,5mm-Klinkenbuchse auf der linken Seite angeschlossen werden. 

Wie alle filmenden Fotoapparate werden Videoaufzeichnungen über die gesamte Breite des Sensor erfasst und dann auf die gewählte Videoauflösungen herunter skaliert, was zu störenden Artefakten führen kann. Die GH2 bietet aber auch einen erweiterbaren Telebereich (Extra Teleobjektiv, EX), bei dem nur ein zentraler Bereich des Fotosensors genutzt wird.

Durch diesen Sensor-Ausschnitt (Sensor-Crop) wird die aktuelle Brennweite bei Videoaufnahmen um Faktor 4,8 verlängert. Im Gegensatz zum qualitativ schlechteren Digitalzoom liess sich kein markanter Qualitätsunterschied zwischen der Aufzeichnung im normalen Modus und im EX-Modus ausmachen.

Rückseite mit ausgeklapptem LCD samt Menüanzeige: Zu sehen sind die Einstellungen für variable Frameraten von 80%, 150%, 200% und 300% der eigentlichen Geschwindigkeit bzw. Framerate.Rückseite mit ausgeklapptem LCD samt Menüanzeige: Zu sehen sind die Einstellungen für variable Frameraten von 80%, 150%, 200% und 300% der eigentlichen Geschwindigkeit bzw. Framerate.
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Die Kamera besitzt einen CMOS-ähnlichen "Live MOS"-Fotosensor mit einer für den FourThirds-Standard üblichen Nutzfläche von 17,3 x 13 mm. Der Sensor ist mit rund 18 Millionen Sensorelementen bestückt, von denen je nach gewähltem Aufnahmeformat bis zu 16 Megapixel genutzt werden. In folgenden Seitenverhältnissen kann mit der GH2 fotografiert werden: 4:3 (max. 16 Mpx), 3:2 (max. 15 Mpx), 16:9 (max. 14 Mpx) und 1:1 (max. 12 Mpx).

Fotos speichert die Kamera im Raw- und/oder im JPEG-Format auf SD/SDHC/SDXC-Speicherkarten. Im Serienmodus schafft sie bis zu 5 Fotos pro Sekunde. Im JPEG-Format und mit einer schnellen Speicherkarte kann sie Dauerfeuer schiessen, bis die Karte voll ist. Ist die Fotoaufzeichnung im RAW-Format aktiviert, sind maximal 7 Serienbilder in Folge möglich. Zusätzlich bietet die GH2 einen speziellen Burst-Modus und knipst insgesamt 40 Aufnahmen während einer Sekunde - allerdings in reduzierter Auflösung, die im 4:3-Format 2400 x 1800 px beträgt.

Des weiteren bietet die  GH2 den für semiprofessionelle Kameras üblichen Funktionsumfang. Es gibt die drei Messverfahren (mittenbetonte, Spot- und Mehrfeldmessung) und alle nötigen Belichtungsautomatiken sowie die manuelle Einstellung einer Blenden-Verschluss-Kombination. Die Belichtungsprogramme werden über das Betriebsartenrad oben auf der Kamera gewählt. Dort können auch drei persönliche Belichtungseinstellungen (Custom-Programme: C1, C2, C3) abgerufen werden, die zuvor im Menü festgelegt wurden.

Auch die üblichen motivabhängigen Automatikprogramme (Scene Modes) fehlen nicht. Einige können direkt am Betriebsartenrad gewählt werden, wozu verschiedene Varianten am Monitor zur Verfügung stehen. So sind zum Beispiel unter dem Motivprogramm "Nahaufnahme" (Blumen-Symbol) die vier Varianten "Blumen", "Gegenstände", "Speisen" und "Kreativ" verfügbar. Bei letzterem kann der Fotograf durch Verstellen der Blende die Schärfentiefe beeinflussen.

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