TESTBERICHT
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Fazit

Natürlich war es für den Autor zunächst schwer einzuschätzen, welches Ausmass an Klangverbesserung die crTech-Tuningmassnahmen bei der KEF Blade objektiv nachvollziehbar für sich beanspruchen dürfen. Zumal keine «Normalversion» dieses Ausnahmelautsprechers für einen A/B-Vergleich zur Verfügung stand. Vom subjektiven Hörempfinden her waren es jedoch Welten, welche nur schon die eingespielte von der uneingespielten Version trennte.

Die Piega Coax 511 brachte es an den Tag: Die crTech-modifizierte Version klang im A/B-Vergleich zur Normalversion signifikant natürlicher und auch räumlicher.Die Piega Coax 511 brachte es an den Tag: Die crTech-modifizierte Version klang im A/B-Vergleich zur Normalversion signifikant natürlicher und auch räumlicher.

Aufschluss darüber, wie nachhaltig sich die crTech-Modifikationen auf die Klangqualität von Spitzenlautsprechern auswirken, konnte der Autor dennoch anhand einer Coax 511 von Piega erhalten, die parallel in modifizierter und in Originalversion zur Verfügung stand. Zunächst vermochte Letztere ihre besonderen Qualitäten im Mittelhochtonbereich eindrücklich unter Beweis stellen. «Besser geht kaum», dachte man, wenn das Koaxialbändchen feinste Klangnuancen zum Besten gab.

Dass es noch deutlich kultivierter geht, hörte man auf Anhieb beim Wechsel auf die crTech-modifizierte Version der Coax 511. Grundsätzlich verfügt diese über eine ganz andere, viel natürlichere Ansprache, die den Hörer sofort in ihren Bann zieht. Sie klingt weniger artifiziell und offeriert musikalische Details auf eine völlig unangestrengte Weise – wohingegen man zuvor das superbe Auflösungsvermögen sozusagen auf dem Tablett serviert bekam. Der Zugewinn ist tatsächlich enorm, weil man viel mehr von der Musik selber als von der technischen Reproduktion beeindruckt wird. Bei der crTech-modifizierten Piega hatte man unmittelbar das Gefühl, dass die Schranken zum originalen Musikerleben ein ganzes Stück weit aufgehen. Auch die räumliche Abbildung profitierte enorm vom Tuning.

Wenn der Vater mit dem Sohne: Christian und Roland Rohrer sind zu Recht stolz auf das Ergebnis ihres crTech-Klangtunings, bezogen auf die legendäre KEF Blade.Wenn der Vater mit dem Sohne: Christian und Roland Rohrer sind zu Recht stolz auf das Ergebnis ihres crTech-Klangtunings, bezogen auf die legendäre KEF Blade.

Wichtig ist letztlich auch der Hinweis, dass der tonale Charakter eines Lautsprechers mit dem crTech-Kabeltuning keineswegs verändert wird. Vielmehr kann man sagen, dass die positiven Eigenschaften, durch die sich Ausnahme-Schallwandler auszeichnen, dank der Modifikation noch deutlicher zum Ausdruck kommen.

Damit empfiehlt sich die beträchtliche Investition für Musikliebhaber, die mit ihrem Lautsprecher grundsätzlich zufrieden sind, aber einfach nochmal ein deutliches Mehr an Wiedergabequalität aus ihrem Lieblings-Schallwandler zaubern möchten. Die KEF Blade jedenfalls darf dank des aufwändigen crTech-Klangtunings getrost dem zehnten Jahr ihres Bestehens entgegenblicken. Sie zählt damit zu den wenigen Toplautsprechern, die so lange überdauert haben. Glückwunsch dazu!

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STECKBRIEF
Modell:
Blade crTech Edition
Profil:
Einzigartige Klangskulptur vom britischen Traditionshersteller KEF: In der crTech-Edition läuft die Blade zur Höchstform auf. Einen so räumlichen und natürlichen Klang findet man selbst in der höchsten Lautsprecher-Preisklasse nur selten. Die aufwändige Modifikation in Form komplett neuer Innenverkabelung mit edlen Swissmade-Leitern zahlt sich deutlich aus. Punkto Basswiedergabe darf die KEF Blade Referenzqualität in Anspruch nehmen. Dazu tragen auch die bewährten Sound-Supports von crTech bei.
Pro:
sehr natürlicher Klang
wunderbare Klangfarben.
realistische Raumabbildung
ausgeprägte Tiefenstaffelung
konturierte Tieftonwiedergabe
Contra:
hoher Preis
Preis:
47,900.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2020
Vertrieb:
Masse:
1590 x 363 x 540 mm
Gewicht:
57,2 kg
Farbe:
Schwarz hochglanz, diverse weitere auf Anfrage
Bass:
4 x 22,5-cm-Konus
Bauprinzip:
Punktstrahler mit Mittelhochton-Koaxialtreiber
Empfohlene Leistung:
50–400 Watt
Impedanz:
4 Ohm
Wirkungsgrad:
91 dB