TESTBERICHT
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KEF Blade reloaded

Ein ehrgeiziges crTech-Projekt war auch die Veredelung des Top-Lautsprechermodells vom englischen Traditionshersteller KEF: Die KEF Blade hatte schon bei ihrer Markteinführung 2011 aufgrund ihrer Konzeption und ihres Designs viel Aufsehen erregt und gilt bis heute als einzigartige Klangskulptur, die sich vom Mainstream signifikant abhebt. 

Der Uni-Q-Mittelhochtontreiber wurde für die Kef Blade von Grund auf neu entwickelt.Der Uni-Q-Mittelhochtontreiber wurde für die Kef Blade von Grund auf neu entwickelt.

Es handelt sich um einen der wenigen durchgängig als Punktschallquelle ausgelegten Lautsprecher: Dazu gehört zunächst der komplexe UNI-Q-Mittelhochtöner – eine KEF-Spezialität, bei welcher der Hochtöner nahtlos im Zentrum des Mitteltöners integriert ist. Es kommt ein 12,5-cm-Koaxialtreiber zum Einsatz, der extra für die Blade neu entwickelt wurde: ein filigranes Wunderwerk an High-Tech, welches den gesamten Frequenzbereich ab 350 Hz abdeckt. Aber nicht nur die akustischen Zentren von Hoch- und Mitteltöner sind identisch, auch die vier 22,5-cm-Tieftöner sind symmetrisch in so geringer Entfernung montiert, dass die Schallentfaltung fast exakt von einem gemeinsamen Punkt aus in den Hörraum erfolgt. Ein ganz wesentliches Merkmal der Blade ist zudem, dass die gerundete Klangskulptur keinerlei Gehäusekanten aufweist, an denen sich die Schallwellen «brechen» könnten. 

KEF Blade ist einer der wenigen Schallwandler mit annähend perfekter punktförmiger Schallquelle.KEF Blade ist einer der wenigen Schallwandler mit annähend perfekter punktförmiger Schallquelle.

Diese homogene, punktförmige Schallentfaltung ist wohl das Erfolgsgeheimnis der KEF Blade. Dank ihres ausnehmenden Talents zur exzellenten räumlichen Abbildung der Musik findet sie nämlich auch heute noch zahlreiche Liebhaber. Aber auch punkto Basswiedergabe zählt die Blade zu den Klassenbesten: Die beiden Tieftöner-Paare sind in je separaten Kammern Rücken an Rücken fest miteinander verbunden, so dass sich die kinetischen Kräfte, die sonst unerwünschten Körperschall generieren, gegenseitig aufheben.

Die KEF Blade wird von crTech in aufwändiger Detailarbeit komplett neu innenverkabelt. Dabei kommen (wie auch bei allen anderen Lautsprechermodifikationen) allerbeste Leiter von crTech zum Einsatz – nämlich die gleichen wie im separat erhältlichen Lautsprecherkabel Soundway LS60s MK II. Dass ein solches arbeits- und materialintensives Unterfangen nicht ganz billig sein kann, dürfte einleuchten. Der Aufpreis liegt mit CHF 16'900 pro Lautsprecherpaar denn auch nicht wirklich auf der günstigen Seite. Dafür wird aber auch noch ein komplettes Sound-Support-Dämpfersystem installiert – was sich insbesondere hinsichtlich einer kontrollierteren Basswiedergabe auszahlt. Das crTech-Tuning richtet sich nicht nur an bestehende Besitzer einer KEF Blade. Es kann auch beim Neukauf dieses britischen Ausnahme-Lautsprechers als Option gleich mitbestellt werden.

Die KEF Blade wird vor der crTech-Modifikation komplett eingemantelt, so dass das wertvolle Finish keinerlei Schaden davonträgt.Die KEF Blade wird vor der crTech-Modifikation komplett eingemantelt, so dass das wertvolle Finish keinerlei Schaden davonträgt.
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