TESTBERICHT
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Audiophile Klänge am Kabel

Als Erstes werden die beiden Momentum-Hörer am Kabel ausgiebig angehört und klanglich beurteilt. Ganz klar zeigt es sich, dass der neue Momentum Wireless die leichte Betonung des Obertonbereichs, die den alten Momentum so betont brillant aufspielen liess, und die ihn je nach Aufnahme ab und zu aber auch etwas zischelig klingen liess, nicht aufzeigt. Der Momentum Wireless klingt klar neutraler und perfekt ausgewogen. Sein Klangbild ist homogen, luftig und sehr räumlich.

Vom Klang bei anspruchsvoller Klassik darf man ruhig etwas schwärmen. Fein und exzellent durchzeichnet erscheinen Streicher wie Violinen und Bratschen. Die Celli und Kontrabässe betören durch ihren warmen, satten Klang und untermauern das Klangbild mit einem tiefen, straffen und sehr gut durchzeichneten Fundament. Eine wahre Freude ist es, den schmetternden Klängen eines Blechbläser-Ensembles zuzuhören. Auch bei Fortissimo-Passagen bleibt der Klang edel und rein und bis zu markanten Pegeln absolut sauber. Stimmen, ob Solo oder in Chören, wirken wohl charakterstark, aber nie rau oder gar kehlig. Es sei denn, es geht darum, eine typisch rauchige Blues-Stimme originalgetreu wiederzugeben.

Bei rockig-poppigen Sounds kann der Momentum Wireless sehr vital und äusserst dynamisch aufspielen. Auch in Sachen Schallpegel lässt er sich nicht lumpen und spielt, ohne zu klirren, bis zu brachialen Pegeln. Der Bassbereich kommt kräftig, huldigt aber ganz und gar nicht dem von Dr. Dre vorgelegten Dröhnbass. Alles in allem ein wahres Allround-Talent, ausgewogen, dynamisch und damit ein echt hochwertiger HiFi-Kopfhörer.

Ruhe, bitte!

Wer am Kabel Musik in lärmiger Umgebung hören möchte, kann das NoiseGard aktivieren. Damit wird die interne Elektronik aktiviert und die Musik vom Lärm "gereinigt". Ob das gut geht, zeigt der Hörtest sofort. In absolut ruhiger Umgebung verliert der Klang bei aktiviertem NoiseGard geringfügig an Luftigkeit und Transparenz. Der Frequenzgang wird jedoch nirgends beschnitten, noch zeigen sich gut hörbare Klangverfärbungen. Die Klangqualität verdient immerhin noch ein "gut bis sehr gut".

Macht man dasselbe Spiel in lärmiger Umgebung, klingt es bei aktiviertem NoiseGard dann um Welten besser! Der Lärm wird drastisch reduziert, die Musik kommt weitaus besser zu Geltung. Von den tiefen Störgeräuschen ist rein gar nichts mehr zu vernehmen. Lediglich mittlere und hohe Störfrequenzen drücken ab und zu noch durch, dies aber in einem gewiss tolerablen Rahmen.

Bedenkt man, dass ein aktives Noise Cancelling immer eine gewisse Verminderung der Klangqualität zur Folge hat, darf man das hier gewählte Verhältnis von Noise Cancelling zu Klangqualität als optimal bezeichnen. So gibt es bei der Konkurrenz mit Noise Cancelling bestückte Hörer, die den Umgebungslärm noch etwas effizienter ausblenden, die Klangqualität eines Momentums aber bei weitem nicht erreichen!

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Erstaunlich gut schlägt sich der Mini-LED-TV bezüglich Schwarz-Weiss-Übergängen. Lichthöfe oder zerfranste Säume sind auch bei künstlichen Testbildern kaum auszumachen – zumal aus einer vernünftigen Sehdistanz. Solche extremen Bilder sind im TV-/Heimkino-Alltag sowieso die Ausnahme, zeigen jedoch die Leistungsfähigkeit von Display und Bildprozessor. Zu toller Form lief der 65PML9506 – bei abgedunkeltem Raum – mit einschlägigen Netflix-Serien in 4K HDR auf. So konnte er etwa bei der Fantasy-Serie «Shadow and Bone» unter Beweis stellen, dass er auch bei den vielen düsteren Bildszenen adäquates Heimkino-Ambiente auf den Bildschirm zaubert. «Shadow and Bone» arbeitet gezielt mit atemberaubenden Lichteffekten, die der Mini-LED-TV sehr eindrücklich in Szene setzt.

Im direkten Vergleich kreierte der OLED-Fernseher eine noch bessere Illusion räumlicher Tiefe – ein Effekt, den der 65OLED806 zweifellos seiner prinzipbedingt perfekten Schwarzwiedergabe zu verdanken hat. Punkto Kontrastabstufungen und Transparenz dunkler Bildinhalte kann der Mini-LED-TV jedoch erstaunlich gut mithalten. Seine grosse Stärke zeigt der 65PML9506, wenn die magiebegabte Hauptdarstellerin in «Shadow and Bone» ihren Lichtzauber loslässt. Angesichts solcher Strahlkraft bleibt beim Betrachter kein Auge trocken. Auch die Bewegungsschärfe kann sich im Vergleich zum OLED-Fernseher sehen lassen, was angesichts des identischen Bildprozessors nicht wirklich verwundert. Natürlich verfügt auch der 65PML9506 über einen «Filmmaker-Modus», in dem HDR-Filme mit Original-Bildwiederholrate und -Kontrast wiedergegeben werden. Meist sind dunkle Bildstellen in diesem Modus jedoch zu wenig transparent, und die fehlende Bewegungsglättung nervt auf Dauer. Deshalb offeriert der 65PML9506 auch noch einen speziellen «HDR-Heimkino-Modus», in dem der Prozessor behutsam in Kontrast, Farbsättigung sowie Bewegungsglättung eingreift und dennoch ein authentisches «Cinema-Feeling» beibehalten soll. Geisterbilder (sogenanntes «Ghosting») wie sie der Mini-LED-Technik theoretisch nachgesagt werden, waren in der Praxis übrigens kein wahrnehmbares Problem.

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