TESTBERICHT
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Werkzeug für Adobe-Fotografen

Bei der Photoretusche profitierte man von der hohen Auflösung und dem Pen. Noch sind aber hauptsächlich Apps von Adobe an die neuen Fähigkeiten angepasst.Bei der Photoretusche profitierte man von der hohen Auflösung und dem Pen. Noch sind aber hauptsächlich Apps von Adobe an die neuen Fähigkeiten angepasst.

Apple propagiert das iPad Pro auch als Werkzeug für Fotografen. Mit Adobe hat man sich den Marktführer ins Boot geholt, der viele Apps von Photoshop Fix/Mix über Lightroom bis Comp für das iPad angepasst hat. Weil Adobe eh ein Cloud-Konzept vertritt, ist auch der Datenaustausch zwischen Tablet und PC fliessender.

Allerdings beklagen viele Fotografen, dass die iOS-Apps von Adobe in ihrem Funktionsumfang stark reduziert sind. Profis mit ihren riesigen RAW-Dateien sprengen ferner schnell die Speicherkapazität des iPad Pro. Der Bildschirm bietet zwar einen sehr breiten Farbraum, lässt sich aber nicht kalibrieren.

In der Praxis macht vor allem das Retuschieren oder die auf Bereiche eingeschränkte Bildverbesserung auf dem Pro Spass. Allerdings vermisst man schnell eine Taste am Stift. Diese würde einfaches Umschalten zwischen Auftragen/Radieren oder Bewegen/Zoomen ermöglichen. Weil der Pencil keinerlei Tasten hat, muss man dazu den Finger oder allenfalls eine Tastatur zu Hilfe nehmen.

Ausserhalb der Adobe-Welt bieten vor allem Apps wie Pixelmator einfache Bildretuschen. Viele Apps sind aber noch nicht für die hohe Auflösung und die Pencil-Steuerung angepasst.

Dafür hat Apple mit dem iPad-Pro die Sorgen der 4K/UHD-Filmer entschärft. Diese können nämlich mit den neusten iPhones zwar schöne Videos und 4K-Auflösung filmen, waren aber bei deren Bearbeitung ziemlich verloren. Auf dem iPad Pro unterstützt nun die kostenlose Movie-App auch Filme in 4K-Auflösung. Dank leistungsfähigem Prozessor lassen sich diese auf dem Tablet flüssig schneiden und bearbeiten.

Die Movie-App kann auf dem iPad Pro nun auch 4K/UHD-Videos bearbeiten.Die Movie-App kann auf dem iPad Pro nun auch 4K/UHD-Videos bearbeiten.

Surfen, lesen, geniessen

Perfekt eignet sich das iPad Pro für tägliche Aufgaben wie das Surfen im Internet, das Lesen von elektronischen Zeitschriften im PDF-Format oder das schmökern in elektronischen Büchern. Das hohe Gewicht des Pro geht dabei aber schnell „in die Arme“.

Auch das Betrachten von Videos begeistert dank dem grossen Display mit hoher Auflösung. Allerdings werden 4K/UHD-Inhalte von Netflix nicht unterstützt, weil die App nicht entsprechend angepasst ist und das iPad Pro auch nicht über echte 4K-Auflösung (2732 x 2048 statt 3840 × 2160) verfügt.

Bei der Audiowiedergabe liefern die insgesamt vier Lautsprecher einen differenzierten, gut lokalisierbaren Stereo-Klang, dem aber konstruktionsbedingt das Bass-Volumen fehlt.

Makellos ist das Pro auch beim Anzeigen von Fotos und Diashows, einzelne Apps unterstützen hier bereits die volle Auflösung.

Mit Tastatur-Schutzhülle wird das iPad Pro zum Arbeitstier.Mit Tastatur-Schutzhülle wird das iPad Pro zum Arbeitstier.