Fazit
Preislich attraktiv: Trotz Abmagerungskur hat die Canon EOS RP einiges zu bieten und ist für Preisbewusste ein prima Einstieg in die Vollformat-Fotografie.avguide.ch meint
Die Canon EOS RP mit dem Objektiv RF 24–105 mm f/4 L IS USM war während eines dreitägigen Canon-Workshops in Riga, Lettland, mein ständiger Begleiter. Das voluminöse Objektiv wiegt 230 Gramm mehr als die Kamera selbst, und das Gespann wirkt auf den ersten Blick etwas unausgewogen. Dennoch lag es mir angenehm in der Hand und wurde nie wirklich zur Last. Für eine Immer-dabei-Kamera ist diese Kombination meiner Meinung nach mit gut 1,2 Kilogramm dennoch zu schwer und zu klobig.
Da es bis auf Weiteres noch kein Zoom-Objektiv im Canon-RF-Angebot gibt, das der Kompaktheit der EOS RP entspricht, kann man sich mit EF-Objektiven weiterhelfen. Ein Adapter dafür liegt jeder EOS RP bei. Diese Lösung hilft auch zu einem «sanften», oder sagen wir mal finanziell verkraftbaren Umstieg auf das neue spiegellose EOS-R-System von Canon, wenn man bereits einige EF- oder EF-S-Objektive sein Eigen nennt.
Die Bedienung der Kamera bereitet Canon-Jüngern keine Probleme. Auch Umsteiger von anderen System werden sich dank Touchscreen-Navigation und bewährter Menüführung schnell heimisch fühlen. Mit der Bildqualität war ich mehr als zufrieden, die angenehmen Canon-Farben haben mir schon immer gefallen.
Wer mit einer Canon EOS RP liebäugelt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er auf Grund des moderaten Preises keine Top-Ausstattung und technische Höchstleistungen erwarten kann. Die Abmagerungskur hat deutliche Spuren hinterlassen, dennoch ist die Kamera für die meisten «normalen» fotografischen Einsätze erstaunlich komplett ausgestattet. Das Fotografieren mit ihr hat mir Spass gemacht, beim 4K/UHD-Filmen muss man mit den Einschränkungen leben können.

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