24. April 2019 | seit 1999
TESTBERICHT
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Erstinstallation des M7+

Der M7+ bietet einen Setup-Wizard – einen Installationsmagier –, der die Ersteinrichtung wirklich vereinfacht, sofern man gewisse Zugangsinformationen (z. B. das WiFi-Passwort) präsent hat. Die Eingabe des Passworts (WEP/WPA) ist verhältnismässig einfach und muss nur einmal erfolgen. Wählen kann man auch, von welcher Quelle Datum und Zeit geholt werden sollen. Von DAB ist am einfachsten, denn beim Network muss man auch noch die Zeitzone wählen.

Es können auch mehrere WiFi-Quellen gespeichert und je nach Standort oder Wunsch aktiviert werden. Die einmal eingegebenen Passwörter zu den diversen Quellen bleiben gespeichert.

Internetradio

Trotz des kaum überblickbaren Angebots an Internetradiostationen war es einfach, meine Lieblingssender zu finden und diese als Presets zu speichern. Mehr als zehn Stationen gehören nicht zu meinen regelmässig angewählten.

Will man Stationen zu den Favoriten hinzufügen oder nach nicht in der Liste aufgeführten Sendern suchen, muss man sich zuerst bei wifiradio-frontier.com anmelden und einen Access code anfordern. Die persönliche Liste wird dann online gespeichert (was ich persönlich nach Möglichkeit zu vermeiden suche).

DAB+

Für DAB+- und FM-Empfang benötigt man die beiliegende Wurfantenne (oder eine eigene, bestenfalls aktive) und sollte diese auch optimal ausrichten.

Befindet man sich im DAB-Modus, startet die Scan-Taste einen Suchlauf und speichert alle gefundenen Stationen. Praktisch sind gewisse Zusatzfunktionen wie z. B. «inaktive Stationen löschen», die sonst in der Stationenliste auftauchen.

Im FM/UKW-Modus benützt man die Scan-Taste, um zum nächsten Sender zu gelangen. In diesem Modus empfiehlt es sich, die Stationen gleich in den zehn Speicherplätze abzulegen. Aber in Bälde werden ohnehin nur noch ausländische UKW-Stationen zu hören sein (sofern man solche empfangen kann).

Der M7+ im DAB-Modus.

Musikplayer und Spotify

Via UPnP und der Gratissoftware Kodi für den Mac konnte ich nach einigen Versuchen den Musikplayer aktivieren. Das heisst, dass sämtliche in Kodi archivierten Songs auch auf dem M7+ anwähl- und abspielbar sind, sofern sich der Rechner und der M7+ auf demselben Netzwerk befinden. Über den Windows Media Player soll die Wiedergabe ebenso einfach funktionieren.

Da ich einen anderen Streaming-Service verwende und mich für diesen Test auch nicht für den 30-tägigen Gratisversuch anmelden wollte (Spotify gehört ja bekanntlich zu den grössten Datensammlern und -wiederverwertern wie Facebook, Google & Co.), kann ich mich zu Spotify Connect nicht äussern.

Der M7+ im Einsatz

Der M7+ ist trotz seiner Vielseitigkeit einfach zu bedienen, klar und logisch im Aufbau, verfügt über eine leicht überblickbare Fernbedienung und klingt ausgezeichnet, vor allem, wenn man in Betracht zieht, dass sowohl Internetradio- als auch DAB+-Sender eine begrenzte Bandbreite aufweisen und nie unkomprimiertes HiDef-Audio übertragen können.

Die mitgelieferte Wurfantenne bietet, wenn optimal ausgerichtet, einen erstaunlich guten Empfang, sogar im Untergeschoss. Ich schloss noch eine herumliegende, aktive UHF-Antenne an (eigentlich für TV-Empfang konzipiert) und konnte damit den Empfang noch zusätzlich optimieren.

Natürlich sind immer noch Wünsche offen, z. B. würde zusätzlich zum WLAN ein Ethernet-Kabeleingang die Internet- und somit auch die Musikplayer-Verbindung etwas stabiler gestalten. Doch bei dieser Grösse und zu diesem Preis ist alles vorhanden, was man erwarten kann – und mehr.

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