TESTBERICHT
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Wie klingt Dolby Atmos?

Beim Tonstandard Dolby Atmos wird der Ton nicht nur in der Breite und in der Tiefe wiedergegeben, sondern auch in der Höhe. Wir kennen das aus dem Kino, wenn ein Helikopter über die Zuschauer zu fliegen scheint oder wenn Regen auf das Geschehen niederprasselt. Diesen Soundeffekt kann mit Dolby Atmos auch im Heimkino generiert werden – vorausgesetzt, man verfügt über das entsprechende Equipment. Erstens benötigt man die Soundanlage wie die Sonos Arc, die wir gerade installiert haben. Zweitens eine entsprechende Quelle, die Filme mit Dolby Atmos anbietet. Da die Angebote in letzter Zeit sehr zugenommen haben, sind entsprechende Inhalte längst nicht mehr den Kinos vorbehalten, sondern oft auch bei Netflix, Apple TV, Disney+ oder mit Blu-ray-Movies verfügbar.

Drittens – und hier liegt der Haken – braucht es auch noch einen neuen Fernseher, der ebenfalls mit Dolby Atmos umgehen kann. Der TV darf nicht älter als Baujahr 2018 sein. Manche TV-Geräte waren zwar bereits 2017 Atmos-fähig, die sind aber selten. Bei den Homecinema-Beamern ist es nicht anders. Somit dürfte – falls man viel Wert auf Dolby Atmos legt – zur Anschaffung der Sonos Arc in vielen Fällen auch der Kauf eines neuen, möglichst grossen Fernsehers notwendig sein. Kompatible Geräte arbeiten mit dem eARC-Standard bzw. sie haben eine eArc-HDMI-Buchse.

Raumklang und klare Sprachausgabe

In Ermangelung eines solchen Fernsehers neueren Typs konnten wir im regulären Test Dolby Atmos nicht ausprobieren. Weil kein ARC-Anschluss am TV vorhanden ist, muss der im Lieferumfang enthaltene Adapter für die optischen Verbindung an das HDMI-Kabel angestöpselt werden. Doch wie bereits beim Musikstreamen klingt die Sonos Arc auch beim Filmsound hervorragend. Das Fünfkanal-System kommt ohne Subwoofer aus. Wem die Bässe nicht ausreichen, hat jedoch die Möglichkeit, auch noch den Subwoofer Sonos Sub anzuschliessen. Zudem können für echten Surroundsound zwei weitere Sonos-Lautsprecher (zum Beispiel die Sonos One) als Rücklautsprecher eingesetzt werden. Das Hinzufügen von Lautsprechern zu einer von fünf möglichen Zonen geschieht unkompliziert mittels App. Im Verbund mit dem TV können die Formate Dolby Digital, Dolby Digital Plus, TrueHD und Dolby Atmos wiedergegeben werden.

Bei dialoglastigen Filmen sorgt die Sprachverbesserung dafür, dass die Stimmwiedergabe sehr klar und optimal verständlich hervorgehoben wird. Zieht man sich spätabends einen Action-Streifen rein, sorgt der Nachtmodus dafür, dass ausschliesslich in lauten Szenen die Lautstärke reduziert wird. Familienmitglieder, die nebenan ihre Netflix-Serie schauen, aber auch Nachbarn oder schlafende Mitbewohner werden diese Funktion zu schätzen wissen.

Die Sonos Arc macht sich gut zusammen mit einem grossen Fernseher neueren Typs. Die Sonos Arc macht sich gut zusammen mit einem grossen Fernseher neueren Typs.

Neue App, neues Betriebssystem

Sonos bringt mit dem S2 ein neues Betriebssystem für die Sonos-Hardware. Als erstes Gerät ist die Sonos Arc mit dem neuen System ausgerüstet. Informationen zum neuen Betriebssystem sowie zur Kompatibilität von älteren Sonos-Geräten finden Sie hier. Passend zum neuen Betriebssystem gibt es auch die neue Sonos-App, mit welcher die Sonos-Geräte über das Smartphone oder Tablet gesteuert werden können (erhältlich für iOS und Android).

Da mit der bisherigen App die Sonos Arc nicht steuerbar ist, luden wir die App bereits bei der Installation herunter und richten das Gerät ein. Neu an der App sind vor allem die veränderte Möglichkeit zur Gruppierung von Lautsprechern und erweiterte Klangeinstellungen. Die Einmessautomatik TruePlay ist ebenfalls mit dabei, mit der das Einrichten im Wohnzimmer dank akustischer Messung optimiert werden kann. Dabei berücksichtigt TruePlay über das integrierte Mikrofon des iPhones oder des iPads die Beeinflussung des Schalls durch Gegenstände wie Möbel, Wände oder Teppiche. Mit Android-Geräten kann die Funktion nicht bedient werden.

Die Sonos Arc kann unter dem Fernseher platziert oder an der Wand montiert werden. Die Sonos Arc kann unter dem Fernseher platziert oder an der Wand montiert werden.
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