24. Juli 2019 | seit 1999
TESTBERICHT
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In der Praxis

Eine Fernbedienung gibt es, wie eingangs erwähnt, bei Sonos schon seit Jahren nicht mehr. Wozu auch, sind Handys bzw. Tablets heute doch in jedem Haushalt mehr als einmal vorhanden. Dank der Möglichkeit, dem Amp mitzuteilen, welcher TV-Brand zum Einsatz kommt, geschieht die Lautstärkeregelung mit der originalen TV-Fernbedienung auf dem Amp selber. So ist im simplen TV-Betrieb kein WLAN-Device nötig.

Ebenso einfach ist das Umschalten auf den TV als Eingangsquelle. Das geschieht dank HDMI-ARC automatisch. Ebenso kann das bei Sonos sogenannte Auto-Play beim analogen Eingang aktiviert werden. Sobald die Nadel auf der Platte unüberhörbar aufsetzt, hat der Sonos-Amp den Eingang schon umgeschaltet.

Bei der Produktentwicklung wurde unter anderem sehr viel Wert auf eine gute Wärmeableitung gelegt.

Sonos gibt als Ausgangsleistung 125 W an 8 Ohm an. Der Amp ist aber auch 4-Ohm-tauglich und erlaubt es sogar, 3 Paar Lautsprecher an den Klemmen anzuschliessen. Dies ist vor allem spannend, wenn der Amp im Multiroom-Betrieb Deckenlautsprecher antreiben soll. Diese liefert Sonos seit kurzem ebenfalls, dazu auch ein Modell für den Wandeinbau. Und auch ein Outdoor Lautsprecher ist im Sortiment. Die Lautsprecher wurden in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Hersteller Sonance entwickelt.

Der Sonos-Amp beherrscht auch Trueplay. Aber – hier kommt das grosse ABER – nur mit den eigenen Decken- und Wandeinbaulautsprechern. Um Trueplay aktivieren zu können, wird via App der Lautsprecher getestet und so festgestellt, ob es sich um einen Sonos-Einbaulautsprecher handelt oder nicht.

Dies ist natürlich aus Konsumentensicht sehr schade, aus technischer Sicht aber verständlich. Es ist sehr schwierig herauszufinden, wie die Zielkurve für einen unbekannten Lautsprecher aussehen soll, wenn keinerlei Informationen für den Einmess-Algorithmus vorliegen. Und das wirkt nebenbei noch verkaufsfördernd für die eigenen Lautsprecher …

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