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Testbericht · Sonos · Vollverstärker

Der Sonos Amp im Test

Test des neuen kabellosen Sonos Amp Verstärkers

Das erste Produkt von Sonos überhaupt war 2004 der Ur-Connect-Amp, der damals noch ZP100 hiess. Im Jahre 2009 kam dann der Nachfolger ZP120 und unlängst ist der neue Connect:Amp nun auch in der Schweiz verfügbar. avguide.ch nahm ihn unter die Lupe.

Von Thomas Flammer · · Seite 1 von 4
Der neue Sonos-Amp.
Der neue Sonos-Amp.

Wenn man vor 15 Jahren seinen Nachbarn etwas von IP-Multiroom erzählte, bekam man höchstens einen verständnislosen Blick als Antwort. Multiroom, naja, davon hatte man schon gehört und auch die vielen MP3-Player waren den Leuten nicht fremd. Aber ein IP-Netzwerk für Musik zu missbrauchen, das war damals mehr als unüblich.

Da es zu dieser Zeit noch keine iPhones oder andere smarte Telefone gab, brauchte es den CR100-Controller zur Steuerung. Dieser war gross wie rund 6 gestapelte iPhone Plus, aber ohne Touchscreen notabene. Inzwischen dienen ausnahmslos Smartphones, Tablets oder Computer zur Steuerung der inzwischen acht verfügbaren Sonos-Komponenten.

Wie schnell die Zeit vergeht. Wollen wir uns dem neusten Kind aus dem Hause Sonos – dem Amp – etwas genauer widmen. Das ist wohl das Sonos-Produkt, das am meisten auch von Multiroom-Spezialisten bzw. von Integratoren verwendet werden wird. Im Unterschied zum Vorgänger hat man hier auf das im Profibereich gängige Rackmass von 19 Zoll Rücksicht genommen.

So passen exakt zwei Amps nebeneinander auf ein Rack-Tablar. Alternativ können die Amps auch gestapelt werden, das Kühlsystem wurde so entwickelt, dass auch im Sandwich-Betrieb die Geräte nicht überhitzen. Dies könnte durchaus möglich sein, hat Sonos doch die Ausgangsleistung auf 125 W pro Kanal mehr als verdoppelt.

Zwei Amps passen exakt nebeneinander ins 19-Zoll-Rack.Zwei Amps passen exakt nebeneinander ins 19-Zoll-Rack.

Neben dem Reck-Einbau kommt der Amp auch als Verstärker im Wohnzimmer zum Einsatz. Hier kann sich der Amp trotz Kunststoffgewand sehen lassen. Dank HDMI-ARC-Anschluss zieht der Amp den Ton direkt vom TV ab. Wenn noch ein altes TV-Gerät ohne HDMI-ARC vorhanden ist, kann bei Sonos ein Optical/HDMI-Converter geordert werden. Daneben besitzt der Amp einen anlogen Cinch-Eingang und einen Subwoofer Out. Die etwas fummeligen Lautsprecher-Klemmanschüsse des Connect:Amp sind zwei Paar Bananenbuchsen gewichen, die bereits mit soliden, schraubbaren Bananen-Stecker bestückt sind.

Was aber vor allem Apple-Freunde begeistern wird, ist die Airplay-2-Fähigkeit, was es erlaubt sämtliche Toninhalte von iPhones, iPads und Macs drahtlos zum Amp zu senden. Was spannend ist, dass sich der Amp auch mit einem zweiten Amp zu einem 4.0- oder 4.1-Surroundsystem ausbauen lässt. Für die beiden Rear-Speaker wird einfach ein zweiter Amp eingerichtet, auf Wunsch kann auch ein Sonos-Sub (drahtlos) oder ein normaler Aktiv-Subwoofer zum Surround-System hinzugefügt werden. Alternativ können auch zwei Sonos One als hintere Lautsprecher eingebunden werden. Die Einstellmöglichkeiten sind, gemessen an einem herkömmlichen AV-Receiver, aber so oder so eher bescheiden.

Der Autor Thomas Flammer

Thomas Flammer schreibt für avguide.ch über Heimkino und Bildtechnik — Projektoren und Displays — und geht in Magazinbeiträgen Fragen zu Dynamik, Bandbreite und Raumakustik nach.

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