TESTBERICHT
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Es perlt ...

Würde man das Keshi-Set mit verbundenen Augen hören, tippten wohl die meisten auf ein ausgewachsenes Lautsprecher-Pärchen. Cabasse reizt die digitalen Möglichkeiten aus und zeigt dies eindrücklich mit einem druckvollen und vor allem tief reichenden Bassfundament. Das macht echt Spass!

Wenn wir dieses System mit den eingangs erwähnten Sub/Sat-Systemen aus den Anfangszeiten vergleichen, liegen tatsächlich Welten dazwischen. Die Perlen spielen als harmonisches System, der Subwoofer sollte wegen der etwas höheren Übergangsfrequenz irgendwo zwischen den beiden kleinen Pearls platziert werden. Wegen der nicht allzu langen Verbindungskabel dürfte sich eine solche Platzierung fast automatisch ergeben. So aufgestellt perlt die Musik so richtig schön dahin.

Kistenklang? Fehlanzeige! Dank der ultimativ kleinen Gehäuse aus Aluminium sind so gut wie keine Gehäuseresonanzen auszumachen. Die Musik löst sich wunderbar von allen drei Kugeln. Klavier tönt echt und natürlich, Stimmen kommen mit schönem Schmelz und der Bass kann auch bei elektronischer Musik richtig schön auftrumpfen. Und das bis zu erstaunlich hohen Pegeln. Dabei wird der Bass zwar bei hohen Pegeln kontinuierlich zurückgeregelt, erstaunt aber trotzdem, wenn man das Grössenverhältnis berücksichtigt. Das langhubige Basschassis sowie die 450 Watt (RMS) kommen voll zur Geltung. Für mich zeigt das Keshi-System eindrücklich die Vorzüge von aktiven Systemen: super Sound aus kleinen Gehäusen. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Stil von Musik bevorzugt wird, die Perlen perlen einfach wunderbar.

Bluetooth-Fernbedienung mit den wichtigsten Funktionen.Bluetooth-Fernbedienung mit den wichtigsten Funktionen.

Fazit

Buchstäblich rundum gelungen: Cabasse hat mit der Pearl-Serie eine moderne Lautsprecherlinie geschaffen, die gut ausgestattet und einfach zu bedienen ist und einen hervorragenden Klang bietet. Man darf den französischen Ingenieuren gratulieren: einerseits, diesen konsequenten Weg eingeschlagen zu haben, und anderseits natürlich, diesen so toll umgesetzt zu haben. Wer noch höher hinaus möchte, findet bei Cabasse mit der Akoya, der «Original-Pearl» oder mit dem Flaggschiff Pelegrina die entsprechenden Möglichkeiten. Auf jeden Fall sind die knapp 2900 Franken mehr als gerechtfertigt, denn man erhält nicht nur ein Lautsprecher-Set, sondern ein komplettes Musiksystem.

Übersicht zu diesem Artikel
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STECKBRIEF
Modell:
Pearl Keshi
Profil:
Ultrakompaktes Lautsprecher-Streamingsystem, das die digitalen Möglichkeiten voll ausschöpft und mit sinnvoller Ausstattung daherkommt. In Schwarz oder Weiss erhältlich.
Pro:
Ultrakompakt
Aluminiumgehäuse
Toller Sound
verhältnismässig sehr hoher Schalldruck möglich
einfache Inbetriebnahme
Streamingdienste inkl. Internetradio
Schmucke Fernbedienung
Exklusive Verpackung
Contra:
kein CH-Netzkabel beiliegend (beim Testexemplar)
Preis:
2,890.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2022
Vertrieb:
Masse:
100 x 80 x 80 / 240 x 220 x 270 mm
Gewicht:
0.55 (Sat) / 6 (Sub) kg
Farbe:
Schwarz matt / Weiss matt
Airplay:
Ja
Bluetooth:
Ja
Chromcast:
Nein
Roon Ready:
Nein
Spotify Connect:
Ja
Symmetrischer Eingang:
Nein
WiFi:
Ja
Wireless:
Ja
Analog Input:
3.5 mm Jack
Bass:
170 mm
Bauprinzip:
geschlossen (Sub/Sat)
Digital Input:
Toslink
Digitale Wortbreite:
32 Bit
Frequenzgang:
30 – 23'000 ± 3dB
Hochton:
50 mm (Breitband)
Remote App:
Cabasse Streamcontrol
Samplingfrequenz:
768 kHz