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Testbericht · Cabasse · Aktivlautsprecher

Black Pearls, white Pearls

Test The Pearl Keshi

Von Thomas Flammer · · Seite 2 von 2

Es perlt ...

Würde man das Keshi-Set mit verbundenen Augen hören, tippten wohl die meisten auf ein ausgewachsenes Lautsprecher-Pärchen. Cabasse reizt die digitalen Möglichkeiten aus und zeigt dies eindrücklich mit einem druckvollen und vor allem tief reichenden Bassfundament. Das macht echt Spass!

Wenn wir dieses System mit den eingangs erwähnten Sub/Sat-Systemen aus den Anfangszeiten vergleichen, liegen tatsächlich Welten dazwischen. Die Perlen spielen als harmonisches System, der Subwoofer sollte wegen der etwas höheren Übergangsfrequenz irgendwo zwischen den beiden kleinen Pearls platziert werden. Wegen der nicht allzu langen Verbindungskabel dürfte sich eine solche Platzierung fast automatisch ergeben. So aufgestellt perlt die Musik so richtig schön dahin.

Kistenklang? Fehlanzeige! Dank der ultimativ kleinen Gehäuse aus Aluminium sind so gut wie keine Gehäuseresonanzen auszumachen. Die Musik löst sich wunderbar von allen drei Kugeln. Klavier tönt echt und natürlich, Stimmen kommen mit schönem Schmelz und der Bass kann auch bei elektronischer Musik richtig schön auftrumpfen. Und das bis zu erstaunlich hohen Pegeln. Dabei wird der Bass zwar bei hohen Pegeln kontinuierlich zurückgeregelt, erstaunt aber trotzdem, wenn man das Grössenverhältnis berücksichtigt. Das langhubige Basschassis sowie die 450 Watt (RMS) kommen voll zur Geltung. Für mich zeigt das Keshi-System eindrücklich die Vorzüge von aktiven Systemen: super Sound aus kleinen Gehäusen. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Stil von Musik bevorzugt wird, die Perlen perlen einfach wunderbar.

Bluetooth-Fernbedienung mit den wichtigsten Funktionen.Bluetooth-Fernbedienung mit den wichtigsten Funktionen.

Fazit

Buchstäblich rundum gelungen: Cabasse hat mit der Pearl-Serie eine moderne Lautsprecherlinie geschaffen, die gut ausgestattet und einfach zu bedienen ist und einen hervorragenden Klang bietet. Man darf den französischen Ingenieuren gratulieren: einerseits, diesen konsequenten Weg eingeschlagen zu haben, und anderseits natürlich, diesen so toll umgesetzt zu haben. Wer noch höher hinaus möchte, findet bei Cabasse mit der Akoya, der «Original-Pearl» oder mit dem Flaggschiff Pelegrina die entsprechenden Möglichkeiten. Auf jeden Fall sind die knapp 2900 Franken mehr als gerechtfertigt, denn man erhält nicht nur ein Lautsprecher-Set, sondern ein komplettes Musiksystem.

Steckbrief
ModellPearl Keshi
Preis2,890.00 CHF
HerstellerCabasse
VertriebSacom
Jahrgang2022
Masse100 x 80 x 80 / 240 x 220 x 270 mm
Gewicht0.55 (Sat) / 6 (Sub) kg
FarbeSchwarz matt / Weiss matt
AirplayJa
BluetoothJa
ChromcastNein
Roon ReadyNein
Spotify ConnectJa
Symmetrischer EingangNein
WiFiJa
WirelessJa
Analog Input3.5 mm Jack
Bass170 mm
Bauprinzipgeschlossen (Sub/Sat)
Digital InputToslink
Digitale Wortbreite32 Bit
Frequenzgang30 – 23'000 ± 3dB
Hochton50 mm (Breitband)
Remote AppCabasse Streamcontrol
Samplingfrequenz768 kHz

Testurteil

9 / 10

Plus

  • Ultrakompakt
  • Aluminiumgehäuse
  • Toller Sound
  • verhältnismässig sehr hoher Schalldruck möglich
  • einfache Inbetriebnahme
  • Streamingdienste inkl. Internetradio
  • Schmucke Fernbedienung
  • Exklusive Verpackung

Minus

  • kein CH-Netzkabel beiliegend (beim Testexemplar)

Profil: Ultrakompaktes Lautsprecher-Streamingsystem, das die digitalen Möglichkeiten voll ausschöpft und mit sinnvoller Ausstattung daherkommt. In Schwarz oder Weiss erhältlich.

Der Autor Thomas Flammer

Thomas Flammer schreibt für avguide.ch über Heimkino und Bildtechnik — Projektoren und Displays — und geht in Magazinbeiträgen Fragen zu Dynamik, Bandbreite und Raumakustik nach.

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