26. September 2018 | seit 1999
MUSIKREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
20. Dezember 2001
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Der 20jährige Michael Oldfield war 1973 der ganz grosse Gewinner: Sein Debutsoloalbum «Tubular Bells» verkaufte sich weltweit an die 16 Millionen mal. Dazu gewann er noch den Grammy für die beste instrumentale Komposition.

Nun Tubular Bells I ist ein Klassiker, der nicht nur ob der Vielfalt der Instrumente, die allesamt von Odfield selbst gespielt wurden, immer wieder für Überraschungen sorgen konnte; in der heutigen Zeit vor allem, weil sich die Hörgewohnheiten drastisch verändert haben. Es ist z. B. unglaublich, wie viele Temposchwankungen auf diesem Album zu hören sind. Michael konnte nie mehr an den Erfolg seines Debuts anknüpfen.

1976 revoltierte schon der Punk und Oldfield’s Kompositionen irgendwo zwischen Folk, Minimal Music und ProgRock wurden zum Anachronismus. Die Alben Tubular Bells II von 1992 und Tubular Bells III aus dem Jahre 1998 gingen wohl nur wegen des bekannten Namens nicht unter.

Der ursprüngliche Vierkanalmix der Tubular Bells - ohne Centerchannel und Subwoofer - stammt aus dem Jahre 1975, als man die Quadrophonie einläutete. Er klingt immer noch erstaunlich frisch. Der Hörer wird mitten ins Klanggeschehen gesetzt und von Sound umgeben. (mb)
STECKBRIEF
Albumtitel:
Tubular Bells
Komponist:
Mike Oldfield
Label:
Virgin
Jahr:
1975
Bestellnummer:
724385073328
Tonformat:
Hybrid SACD Multichannel
Medium:
SACD
Musikwertung:
7
Klangwertung:
7
Preis:
50
Bezugsquellen
Wettbewerb