19. August 2019 | seit 1999
MAGAZIN
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Alternativen prüfen

Ein wichtiger Konkurrent von Sonos ist das Multiroom-System von Raumfeld. Es glänzt mit besseren audiophilen Qualitäten und Unterstützung von HD-Audio.

Inzwischen gibt es aber zahlreiche Alternativen zu Sonos. Sowohl LG als auch Samsung bauen ihre Multiroom-Konzepte permanent aus und bieten Vorteile wie Integration des Fernsehers oder Follow-Me-Funktion, bei der die Musik dem Hörer in verschiedene Räume folgt.

Auch der Hersteller Raumfeld stellt sich als direkter Konkurrent zu Sonos auf und hat vor allem bei der verlustfreien Audiowiedergabe Stärken aufzuweisen.

Die AllCast-Lösung von Panasonic kann praktisch alle Musikquellen, inklusive CD, auf allen Geräten abspielen.

Wer simples Multiroom-Audio sucht, sollte sich auch Philips Izzy demonstrieren lassen. Mehrere Boxen vernetzen sich via Tastendruck in einem selbst erstellen WLAN. Eine App ist nicht nötig.

Guten Sound mit einfacher Bedienung via App oder Fixtasten am Gerät bietet Bose mit Soundtouch. Wir haben diese Lösung ausführlich getestet.

Interessant ist auch das Multiroom-System Heos von Denon. Es zeichnet sich vor allem auch dadurch aus, dass alle an den Lautsprechern angeschlossenen Musikquellen im ganzen Heim verteilt werden können. Auch zu Denon Heos finden Sie einen ausführlichen Testbericht.

Auch im High-End-Bereich gibt es ausgereifte Multiroom-Lösungen. Hier sind vor allem Hersteller wie Naim, Linn, Bluesound, B&O und Revox vertreten. Alle Lösungen haben individuelle Stärken, bewegen sich aber bei mehreren Räumen schnell im fünstelligen Frankenbereich.

Airplay, Chromecast und Bluetooth

Wer in einer reinen Apple-Welt lebt, kann viele Beschallungsfragen mit der Airplay-Technik lösen. Dabei wird meist auf einem Mobilgerät die Audiodatei aufbereitet und drahtlos an einen Airplay-Lautsprecher geschickt. Dabei kann eigentlich alles, was aus einem iOS-Lautsprecher krächzt, umgeleitet werden. Airplay ist aber weder audiophil noch hat es ein richtiges Multiroom-Konzept. Ferner saugt es den Akku von Mobilgeräten leer.

Ähnliches erreicht Google mit seinem Chromecast-Stick. Dieser war bisher auf Videowiedergabe spezialisiert und hatte keinen Audio-Ausgang, sondern nur einen HDMI-Anschluss. Neu gibt es aber für rund 40 Franken den Chromecast Audio, der über eine analoge Klinke und einen digitalen Ausgang verfügt. Er ist damit wohl die günstigste Lösung, um bestehende Aktivlautsprecher oder Verstärker zu vernetzen.

Audioübertragung via Bluetooth ist nur eine Notlösung. Die Qualität ist nicht audiophil und die Reichweite auf wenige Meter beschränkt. Lediglich mit Erweiterungen wie AptX wird vernünftige Audioqualität erreicht. Viele Mobilgeräte, darunter auch alle iOS-Geräte, unterstützen aber kein AptX. Ferner „killen“ Telefonanrufe auf ein Handy meist auch die Musikwiedergabe.

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