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Testbericht · Audeze LLC. · Over-Ear Kopfhörer

Preissturz der Magnetostaten

Test Hifiman Sundara & Audeze LCD-2 Classic

Im Olymp der hochwertigen Magnetostat-Kopfhörer stehen die Zeichen auf Sturm. Können der Sundara und der LCD-2 Classic die Balance im Preis-Leistungs-Kampf wiederherstellen?

Von Benjamin von Kaenel · · Seite 1 von 6
Zwei vielversprechende Kandidaten mit brandheisser Aktualität.
Zwei vielversprechende Kandidaten mit brandheisser Aktualität.

Für fünf Tage habe ich mich in die Einsamkeit der Alpen zurückgezogen, um mich einer meiner liebsten Beschäftigungen zu widmen: dem Testen neuer Kopfhörer. Diese Beschäftigung steht in krassem Gegensatz zur Stille der Abgeschiedenheit. Meine Begleiter sind (u. a.) der Hifiman Sundara und der frisch überarbeitete LCD-2 Classic von Audeze.

Nach dem Aufenthalt kann ich gute Neuigkeiten in die engen Stadtwohnungen und überbevölkerten Wohngemeinschaften bringen: Eine hervorragende und mittlerweile immer preiswertere Alternative ist im Vormarsch. Es ist die neuste Generation von offenen Magnetostat-Kopfhörern.

Der Aspekt der unisolierten, offenen Kopfhörerschale verleiht auf der Plusseite der Musik einen luftigen und weiten Charakter und hebt sich somit von dem engen «verkopften» Klang von geschlossenen Kopfhörern ab. Allerdings gelangen sowohl Musikgeräusche nach aussen als auch Umgebungsgeräusche zu den Ohren des Hörers, was somit offene Kopfhörer für Pendler unattraktiv macht.

Bei naher Betrachtung des Kopfhörers offenbart sich die offene Bauweise.
LCD-2 Classic: Wie schon im Namen angedeutet, bleibt Audeze hier dem altbewährten offenen Kopfhörerdesign treu.
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Bisher galten offene Magnetostat-Kopfhörer vor allem bei Audiophilen mit wenig Platz und einem dicken Geldbeutel als der heilige Gral, zumal diese himmlisch klingenden Fetische gut und gerne zwei- bis fünftausend Franken kosten konnten. Wirklich gute Klangqualität wird wohl immer ein Nischenprodukt sein und fordert seinen Jüngern beachtlichen Tribut – zumindest bis anhin.

Doch was zeichnet Magnetostaten aus und was macht diese in der Szene der Audio-Enthusiasten so begehrt? Anders als bei den herkömmlichen dynamischen Kopfhörern wird keine Membran durch eine elektrisch getriebene Schwingspule angetrieben, sondern durch eine wenige Mikrometer dünne Folie, die mit elektrischen Leiterbahnen bedruckt ist und durch spezielle Magnete sehr differenziert zum Schwingen gebracht wird.

Diese Technik ermöglicht es den Magnetostaten, sowohl die Töne schneller und akkurater anzuspielen als auch einen transparenteren und höher auflösenden Klangcharakter zu erreichen. Nun, die Konkurrenz der Magnetostaten schläft nicht, doch dies ist ein anderes Thema. Der springende Punkt ist, dass bei diesen Geräten beim Hören so manchem Kopfhörer-Neophyten vor Bewunderung die Kinnlade herunterfallen dürfte.

Wenden wir uns nun den vielversprechenden Testkandidaten zu.

Der Autor Benjamin von Kaenel

Benjamin von Kaenel ist bei avguide.ch für portables High-End zuständig: Kopfhörer, In-Ears und mobile Player — von Magnetostaten bis zu massgeschneiderten Ohrhörern.

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