24. Juni 2018 | seit 1999
TESTBERICHT
ARTIKEL
Publikationsdatum
12. Juni 2003
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter
Ihre wahre Grösse ist die Grösse: Sie findet überall Platz, in der Hand, Hosen-, Jacken-, Irgendwas-Tasche.

Entsprechend ist sie immer und überall dabei, wo vorher kaum eine Kamera hingekommen ist.

Was die technischen Raffinessen zum Spass beitragen, konnte die Pentax Optio S der Redaktion zeigen.

Optio S(mall) dank Sliding-Lens-System

Da die mittlere Linseneinheit nach oben ausfährt, wird das Objektiv bis 55% kürzer.
Da die mittlere Linseneinheit nach oben ausfährt, wird das Objektiv bis 55% kürzer.
3.2 Megapixel Auflösung, optisches 3fach Zoom mit sechs Elementen in fünf Gruppen, sozusagen vollständige Ausstattung, was fehlt, damit der Trick gelingt? - Das konventionelle Zoomobjektiv, welches durch das Sliding Lens System ersetzt wurde.

Anstelle dass in eingefahrenem Zustand die Linsen alle hintereinander sitzen, schwenkt die mittlere Linsengruppe nach oben ins Gehäuse. Damit schrumpft die Objektivlänge um rund 55 Prozent.

Und damit sind 35 - 105 mm Brennweite (KB) bei nur 20 mm Gehäusetiefe möglich.

Opti(o)mal S(mall)?

Trotz Miniaturisierung sind die Bedienelemente übersichtlich und gut erreichbar...bis auf eine Ausnahme
Trotz Miniaturisierung sind die Bedienelemente übersichtlich und gut erreichbar...bis auf eine Ausnahme
Geschrumpft hat Pentax nahezu optimal, einzig der Vierwegeregler geriet gar klein. So kann es passieren, dass bei der Wiedergabe statt durch die Bilder geblättert Sprache zum Bild aufgezeichnet wird.

Die anderen Bedienelemente tun, was sie sollen, und sind, wo sie sollen. So liegt die Optio S gut und auch ruhig in der (durchschnittlich grossen) Hand.

Erfreulich auch, dass der Akku zwar klein gehalten, seine Kapazität aber nicht miniaturisiert wurde. Laut Pentax sollen bis 160 Bilder (davon die Hälfte mit Blitz), oder 110 Minuten Wiedergabe möglich sein - Werte, welche den der Praxis nahe kommen.

Optio S(ichtbar)?

Selbsterklärend und spielend einfach: So soll ein Menü sein.
Selbsterklärend und spielend einfach: So soll ein Menü sein.
Nicht gespart wurde am LCD-Monitor mit 1,6 Zoll Diagonale und guter Auflösung. Hier braucht sich die S nicht hinter anderen, deutlich grösseren Konkurrenten zu verstecken (obwohl sie dies könnte...)

Hier werden die User auch einladend und selbsterklärend durchs Menü geführt.

Die umfangreiche Bedienungsanleitung brauchts nur für Spezialfunktionen, ansonsten geht das meiste leicht von der Hand.

Zur Not zeigt auch der optische Sucher, wo es lang geht. Aber meist wird man auf ihn verzichten.

Optio S(olid)?

Auch die Optio S kann nicht auf einen leistungsfähigen Akku verzichten.
Auch die Optio S kann nicht auf einen leistungsfähigen Akku verzichten.
Trotz kleinen Abmessungen und eigentlich geringem Gewicht (98 g ohne Akku, 113 g betriebsbereit) macht die Optio einen soliden Eindruck, nicht zuletzt dank griffigem Metallgehäuse und fehlenden vorstehenden Teilen.

Um die Kamera zusätzlich zu schützen, kann optional eine Tasche bestellt werden, oder eine leere Zigarettenschachtel dient als Transportcase.

Im längeren Betrieb wird sich zeigen, ob die Akku- und Kartenklappe zuverlässig schliesst oder bald ersetzt werden muss.

Optio S(chnell)?

Schnell auch die Übertragung der Daten von der Optio S zum PC.
Schnell auch die Übertragung der Daten von der Optio S zum PC.
Pentax spricht von einer Auslöseverzögerung von lediglich 0,01 Sekunden zwischen vollständigem Drücken des Auslösers und Bildaufzeichnung. Voraussetzung, die Schärfe wurde schon gespeichert und der Blitz muss nicht auslösen.

Versuche mit bewegten Objekten zeigen, dass mit Scharfstellung (ohne Blitz) zwischen Abdrücken und dem Bild rund eine halbe Sekunde vergeht - also in der Praxis ein sehr guter Wert.

OptimaleS Bild?

Aufnahmebereit spielt die Optio S in der Liga weitaus grösserer Kameras.
Aufnahmebereit spielt die Optio S in der Liga weitaus grösserer Kameras.
Pentax vereint in der Optio S optimal minimale Grösse mit guten Leistungen.

Ihre Bilder sind wirklich gut, mit natürlichen Farben (auch dank gutem Weissabgleich) und wenig Bildartefakten.

Dem gelungenen Objektiv sind durch die geringe Baugrösse gewisse Grenzen gesetzt, was dem Bildsensor mehr abverlangt. Abstriche bezüglich Bildrauschen bei hoher Empfindlichkeit (max. ISO 200) und schlechtem Licht müssen zwar in Kauf genommen werden, halten sich aber in Grenzen.

Auch gibt es Kameras, die schärfere Bilder speichern - aber nicht mit dieser geringen Baugrösse der Optio S.

Optio S(ymbiose)?

Statt Feuer die Kamera immer dabei... mit der Optio S möglich.
Statt Feuer die Kamera immer dabei... mit der Optio S möglich.
Die Optio S macht dort Bilder, wo andere Kameras nicht zum Schuss kommen, da sie gar nicht mitgenommen wurden. Daher macht sie Spass.

Die Optio S macht Bilder in guter Qualität, nicht nur bezogen auf ihre Grösse. Daher macht sie richtig Spass.

Die Optio S verbindet kompakte Grösse mit einer vollwertigen und ernstzunehmenden Kamera, welche ausserdem neugierige Blicke auf sich zieht. Daher hat man sie immer gerne mit dabei.
STECKBRIEF
Preis:
CHF 799.-
Profil:
Optio S wie Spass: Sie ist überall mit dabei, und ihre Bilder zeigen wahre Grösse
Pro:
Funfaktor, klein, schnell, einfach, gute Bilder, natürliche Farben
Contra:
Bedienung Vierwegeregler, Bildrauschen bei schlechtem Licht, Bildschärfe bei schlechtem Licht
Ausstattung:
3,2 Megapixel effektiv
optisches 3fach Zoom, Videofunktion
Panoramafunktion (Bilder aneinanderreihen)
Bildsoftware für PC
integriertes Diktiergerät
Wecker
Technische Daten:
3,2 Megapixel
11MB interner Speicher
SD-Card/MM-Card
83 x 52 x 20 mm
113 g betriebsbereit
Wettbewerb