15. Juli 2018 | seit 1999
TESTBERICHT
ARTIKEL
Publikationsdatum
26. Juni 2004
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Das kleine i beansprucht die Überholspur, und auch das Kürzel S4 weckt einschlägige Erinnerungen. Allerdings eher an die verschiedenen Evolutionsstufen der deutschen Automobilbaukunst als an Digitalkameras.

Die verschiedenen Bedeutungen des S aus Optio S haben wir im entsprechenden Test zur Pentax Optio S schon diskutiert. Die 4 steht klar für vier Megapixel, und das i, ja das i ist interessant.

Breiter, tiefer, schneller?

Leichte optische Retuschen kennzeichnen die i-Generation.
Normalerweise fallen die i-Modelle auf durch optische Retuschen wie Anbauteile und folgen dem Leitspruch breiter, tiefer, schneller.

Tatsächlich wirkt die S4i wie eine getunte S, mit zwei Zierstreifen auf der Front, leicht vorstehender metallener Objektivumrandung und chromfarbener Griffleiste. Diese sorgt übrigens für wesentlich besseren Halt in der Hand.
Wesentlich besser gelöst ist jetzt der Vierwegeregler. Das grosse Display gibt's als Bonus dazu.
Generell ist die Kamera erwachsener geworden, in vielen Details einen Schritt weiter als ihr Vorgängermodell.

Zum Beispiel dirigieren jetzt auch erwachsene Finger den Vierwegeregler in die richtige Richtung, da dieser seinen Durchmesser mehr als verdoppelt hat. Viel deutlicher auseinander zu halten sind auch Auslöser und on/off-Schalter.

Weiter zu erwähnen ist der Batteriefachdeckel, welcher nun an metallenen Scharnieren sicher hält.
Nicht ganz einen Millimeter tiefer ist sie geworden, dafür umso besser.
Die auffälligste Änderung indes hat sich auf der Rückseite zugetragen: Das neue Display ist riesig, nicht nur bezogen auf die Kameragrösse, und wuchs von 38 mm sichtbarer Diagonale auf über 45 mm mit 85'000 Bildpunkten.

In der Folge wurde die S4i etwas tiefer (oder dicker), aufgerundet einen knappen Millimeter. Der Trick mit der Zigarettenschachtel funktioniert also immer noch.

4.0 statt 3.2

Das Objektiv mit Sliding Lens System hat sich seit der Optio S bewährt.
Nicht mehr Hubraum, sondern effektive Megapixel hat die S4i im Vergleich zur Ur-Optio S.

Diese Mehrpixel versprechen Vorteile bei Bildabzügen der Grösse A4 oder mehr, oder bei starker Vergrösserung eines Ausschnittes.

Der neue 1/2.5 Zoll Chip erhöht gleichzeitig die maximale Empfindlichkeit von ISO 200 auf ISO 400.

35 – 105 mm

Mit diesem Kunststoff-Extra wird die Optio S4i zur Unterwasserkamera.
Geblieben ist hingegen das Objektiv mit dem Sliding Lens System, welches einen Brennweitenbereich von 35 – 105 mm (KB), also ein 3fach Zoom zulässt.

Die Mechanik, welche die Linsen in der Kamera verstaut, hat sich bei der Optio S der Redaktion bewährt und alle Bedenken zur Haltbarkeit zerstreut.

Als Lichtstärke gibt Pentax Werte an von F2.6 bis F4.8, der Schärfebereich beginnt im Supermakro-Modus bereits ab 5 cm.

Sonderausstattung?

Umfangreicher geriet die Programmwahl. Unter anderem neu der Marinemodus für ... siehe oben.
Fehlanzeige: Keine lange Zubehörliste trübt den Spass der Optio S4i.

Akku, Ladegerät, USB- und AV-Kabel, Software, alles hat sie dabei.

Umfangreicher wurde die Ausstattung der Programmautomatik: Neu mit dabei ist der Marinemodus, welcher der Pentax im Unterwassergehäuse (als Zubehör lieferbar) Schwimmen respektive Tauchen beibringt.

Die grün markierte Taste "Quick" wechselt schnell aus beliebigen Modi zur Automatik, welche zuverlässig funktioniert.

Und Videos im AVI-Format (320 x 240, 15 Bilder/s, mit Ton) werden nur noch durch den Speicherplatz der Karte eingeschränkt.

Go!

Die S4i zeigt ihrer Vorgängerin schnell, warum sie ein i im Namen tragen darf.
Beim Rennen um die besten Bilder übernimmt die S4i bald die Führung, wobei dazu nicht allein die höhere Pixelzahl beiträgt.

Vielmehr strahlen ihre Bilder mit richtig natürlichen und kräftigen Farben, der Weissabgleich reagiert schnell und zuverlässiger als bei der S.

Geblieben sind gewisse Einschränkungen durch die physische Grösse des Objektivs, wie Verzug ausserhalb der Bildmitte und Bildrauschen bei wenig Licht und ohne Blitz.

Gleichstand herrscht auch in Punkto Auslöseverzögerung, auf erfreulich hohem Niveau.

Siegerehrung

Bereit für die Konkurrenz: Nach dem internen Sieg ist die S4i bestens gerüstet.
Die Pentax Optio S4i darf sich getrost die GTi der Optio S-Serie nennen. Denn sie behält alle Vorteile der S und merzt die Nachteile aus.

Dazu hat sie sich bezüglich Bildqualität einen sichtbaren Vorsprung erarbeitet.

Mit diesem internen Sieg hat sich die S4i auch im Rennen mit der weltweiten Digitalfoto-Konkurrenz einen sehr guten Startplatz gesichert.
STECKBRIEF
Preis:
sFr. 748.-
Profil:
Optio S wie Spass: Sie ist überall mit dabei, und ihre Bilder zeigen wahre Grösse – jetzt mit einigen neuen Tüpfelchen auf dem i zur S4i gewachsen.
Pro:
Funfaktor, klein, schnell, einfach, gute Bilder, natürliche Farben – einfach noch besser!
Contra:
Bildrauschen und Bildschärfe bei schlechtem Licht
Ausstattung:
4.0 Megapixel effektiv
Optisches 3fach Zoom
Videofunktion (durch Speicher begrenzt)
umfangreiche Programmautomatiken
Display mit 4.5 cm Diagonalen
DPOF- und PictBridge-Unterstützung
Technische Daten:
Empfindlichkeit ISO 50 bis 400
Max. Auflösung 2304 x 1728 Pixel
f = 5.8 – 17.4 mm (35 – 105 mm KB)
F2.6 – F4.8
SD-Card
84 x 52 x 20.5 mm
120 g betriebsbereit
Wettbewerb