Sonos Arc. Der US-Streaming-Pionier Sonos, sonst bekannt für seine vernetzten, Multiroom-fähigen Musiklautsprecher, trumpft immer wieder mal mit neuen Soundbar-Modellen auf. So sorgten etwa die Sonos Playbar, die Sonos Playbase und insbesondere auch die Sonos Beam dafür, dass bei modernen LCD- und OLED-Fernsehern der Sound nicht genauso flach herauskommt wie der Bildschirm.
Während die bisherigen Soundbars perfekt unter einen 42-Zoll-Fernseher passten, ist die Sonos Arc mit ihren 114 Zentimetern Länge eher für grössere TVs, etwa ab 49 Zoll oder grösser geeignet. Unter einen 56-Zöller in einem grossen Wohnzimmer dürfte die Sonos Arc optisch wohl am besten passen. Der zylinderförmige, minimalistische Barren hat eine Tiefe von 12 Zentimetern und ein Gewicht von 6,25 Kilogramm. Er lässt sich vor dem TV platzieren oder auch an der Wand montieren. Die Sonos Arc ist erhältlich in Schwarz und in Weiss.
Die Sonos Arc im Zusammenspiel mit dem Subwoofer Sonos Sub. Bürkliplatz in Zürich: Möwen umkreisen die vielen Touristen am Landesteg. Einer wirft Futter in die Luft. Sofort ist er im Schwarm der Vögel kaum noch zu erkennen. Ein lustiges Fotomotiv. Während die Smartphone- und Kompaktkamera-Knipser verzweifelt versuchen, wenigstens eine scharfe Möwe aufs Display zu kriegen, stelle ich meine Olympus E-M1 Mark II lässig auf lautlose Serienaufnahme mit Dauer-Autofokus und vergrössere den Autofokus-Bereich.
Dann noch den Verschluss auf eine 1000stel-Sekunde fixieren. Ein Blick durch den Sucher, ein Druck auf den Auslöser und schon sind über 20 Fotos mit 18 Bildern pro Sekunde im Kasten. Und die Viecher darauf sehen aus wie frisch aus dem Tiefkühler. Festgefroren und knackscharf. Und zwar auf allen Aufnahmen.
Eine weitere Serie im Tracking-Modus zeigt eine Möwe beim Landeanflug aufs Geländer. Sogar ein paar Wasserspritzer sind wie eingefroren auf den Fotos zu entdecken. Ein wahre Fotografenfreude.
Die neue Olympus OM-D E-M1 Mark II attackiert mit ihrem schnellen Autofokussystem und der atemberaubenden Geschwindigkeit nicht nur die Spitzenmodelle der Spiegelreflexkameras von Canon und Nikon. Mit dem neuen 20-Megapixel-Sensor stehen auch APS-C-Modelle wie etwa Fujifilms X-T2 oder Sonys A7-Vollformat-Kameras im Visier. Deren eher konservativ eingestellte Kundschaft, was Gehäuseform und optische Sucher angeht, versucht Olympus zum einen mit einer klassischen Spiegelreflex-Kameraform und zum anderen mit einer "S-OVF" genannten Simulation eines optischen Suchers zu überzeugen.
Die E-M1 Mark II sieht genau wie die E-M1, die 2013 erschien, immer noch wie eine analoge OM-Systemkamera aus, inklusive Einschalter im OM-4-Auto/Manual-Stil. Doch im Innern hat sich so vieles geändert, dass eigentlich eine neue Versionsnummer fällig gewesen wäre.
Der grössere Live-MOS-Sensor im Micro-Four-Thirds-Format bringt 4 Megapixel mehr an Auflösung gegenüber der E-M1. Damit diese 20 Megapixel auch genügend rasch verarbeitet werden, kommt in der E-M1 Mark II ein völlig neuer TruePic-VIII-Bildprozessor zum Einsatz, der gemäss Olympus mehr als dreimal so schnell wie der Vorgänger arbeiten soll.
Mit seiner ausserordentlich raschen Scharfstellung wird das neue Modell zur derzeit schnellsten Systemkamera seiner Klasse. Ermöglicht wird dies durch das neu entwickelte High-Speed-Autofokussystem mit 121 Kreuzsensoren, Phasenerkennung und einer neuen AF-Steuerung sowie einer noch kürzeren Verschlussreaktionszeit.
Im sogenannten "Silent-Modus", das heisst mit elektronischem Verschluss, und unter Verwendung des kontinuierlichen AF- und AE-Trackings, nimmt die Kamera 18 Bilder pro Sekunde im 20,4-Megapixel-RAW-Format auf. Mit AF- und AE-Lock, also ohne dauernde Schärfen- und Belichtungsanpassung, steigt die Bildrate sogar auf unglaubliche 60 Bilder pro Sekunde.
Wird mit mechanischem Verschluss aufgenommen, sind immerhin noch 15 Bilder pro Sekunde möglich. Zum Vergleich: Eine Canon EOS-1DX Mark II erreicht bis zu 16, eine Nikon D5 bis zu 14 Bilder pro Sekunde. Dann sind die beiden Profi-Boliden bereits am Limit von Serienbildern in voller Fotoauflösung.
Damit man immer den genauen Auslösezeitpunkt erwischt, gibt es den neuen Pro-Capture-Modus der E-M1 Mark II. Er eliminiert quasi die Auslöseverzögerung, da bereits in einer Endlosschlaufe bis zu 14 Serienbilder aufgenommen werden, bevor der Auslöser komplett heruntergedrückt wird.
Kombiniert man diese Leistungen mit dem 5-Achsen-Bildstabilisierungssystem für verwacklungsfreie Teleaufnahmen und dem Staub- und Spritzwassergeschützten sowie frostsicheren Gehäuse, erhält man eine kompakte, robuste Kamera, die sich ideal für Tier-, Reise-, Dokumentar- und journalistische Fotografie eignet. Grund genug, die neue Olympus OM-D E-M1 Mark II etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Die Installation der Soundbar ist, wie von Sonos gewohnt, denkbar einfach und schnell erledigt. Es genügt, eine Stromquelle anzuschliessen und das Gerät via den HDMI-Anschluss mit dem Fernseher zu verbinden, um bereit für das Einrichten zu sein. Dazu kommt die Internetverbindung per WLAN oder per Netzwerkkabel. Bedient wird die Sonos Arc entweder per Fernbedienung oder über die Sonos-App. Einige Funktionen wie etwa Play/Pause, Lautstärke, Mikrofon stumm schalten können aber auch am Gerät selbst über berührungsempfindliche Tasten betätigt werden. Und nicht zuletzt lassen sich Befehle auch per Sprache via Amazon Alexa oder Google Assistant geben.
Für die Verbindung zu Inhaltsquellen stehen nur WLAN und ein HDMI-Anschluss (HDMI-eARC) zur Verfügung. Letzterer wird für die Verbindung zum Fernseher benötigt. Es kann also nicht direkt auch noch ein Apple TV oder ein Blu-ray-Player mit der Soundbar verbunden werden.
Dicker Akku und Klapp-Display
Die Sonos Arc ist zwar eine Soundbar für den TV, sie kann aber genauso gut als Streaming-Gerät für Musik ab unterschiedlichsten Quellen benutzt werden. So können neben Spotify, Amazon oder Apple Music etwa auch Deezer, Tidal oder Soundcloud sowie auch etliche Internetradio-Stationen wiedergegeben werden. Weil wir nach dem Einrichten gespannt sind, wie der Koloss klingt, machen wir erst mal Musik, bevor wir einen Film einlegen. Da das Gerät Airplay2-fähig ist, klappt das direkte Abspielen ab dem iPhone auf Anhieb problemlos.
Was da aus dem schwarzen Balken kommt, ist eindrücklich. Glasklar in den Höhen, wuchtig in den Bässen. Der breit angelegte Zylinder mit seinen auf verschiedene Richtungen strahlenden Lautsprechern sorgt für einen raumfüllenden Klang. In seinem Innern befinden sich insgesamt elf Lautsprecher: acht Tieftöner und drei Hochtöner.
Zwei Tieftöner befinden sich an den beiden Stirnseiten der Soundbar, zwei strahlen den Sound nach oben ab. Um den räumlichen Effekt des Klangs zu erhöhen, strahlen zudem zwei auf der Vorderseite befindliche Hochtöner diagonal in den Raum hinaus. Der Rest ist über die Länge des Balkens nach vorne ausgerichtet. Wem das nicht ausreicht – beziehungsweise, wer mehr Surround möchte, kann zusätzlich weitere Airplay2-Lautsprecher oder weitere Sonos-Elemente ins Multiroom-System einbeziehen.
An den beiden Stirnseiten der Soundbar befindet sich je ein Tieftöner. Wie klingt Dolby Atmos?
Beim Tonstandard Dolby Atmos wird der Ton nicht nur in der Breite und in der Tiefe wiedergegeben, sondern auch in der Höhe. Wir kennen das aus dem Kino, wenn ein Helikopter über die Zuschauer zu fliegen scheint oder wenn Regen auf das Geschehen niederprasselt. Diesen Soundeffekt kann mit Dolby Atmos auch im Heimkino generiert werden – vorausgesetzt, man verfügt über das entsprechende Equipment. Erstens benötigt man die Soundanlage wie die Sonos Arc, die wir gerade installiert haben. Zweitens eine entsprechende Quelle, die Filme mit Dolby Atmos anbietet. Da die Angebote in letzter Zeit sehr zugenommen haben, sind entsprechende Inhalte längst nicht mehr den Kinos vorbehalten, sondern oft auch bei Netflix, Apple TV, Disney+ oder mit Blu-ray-Movies verfügbar.
Drittens – und hier liegt der Haken – braucht es auch noch einen neuen Fernseher, der ebenfalls mit Dolby Atmos umgehen kann. Der TV darf nicht älter als Baujahr 2018 sein. Manche TV-Geräte waren zwar bereits 2017 Atmos-fähig, die sind aber selten. Bei den Homecinema-Beamern ist es nicht anders. Somit dürfte – falls man viel Wert auf Dolby Atmos legt – zur Anschaffung der Sonos Arc in vielen Fällen auch der Kauf eines neuen, möglichst grossen Fernsehers notwendig sein. Kompatible Geräte arbeiten mit dem eARC-Standard bzw. sie haben eine eArc-HDMI-Buchse.
Raumklang und klare Sprachausgabe
In Ermangelung eines solchen Fernsehers neueren Typs konnten wir im regulären Test Dolby Atmos nicht ausprobieren. Weil kein ARC-Anschluss am TV vorhanden ist, muss der im Lieferumfang enthaltene Adapter für die optischen Verbindung an das HDMI-Kabel angestöpselt werden. Doch wie bereits beim Musikstreamen klingt die Sonos Arc auch beim Filmsound hervorragend. Das Fünfkanal-System kommt ohne Subwoofer aus. Wem die Bässe nicht ausreichen, hat jedoch die Möglichkeit, auch noch den Subwoofer Sonos Sub anzuschliessen. Zudem können für echten Surroundsound zwei weitere Sonos-Lautsprecher (zum Beispiel die Sonos One) als Rücklautsprecher eingesetzt werden. Das Hinzufügen von Lautsprechern zu einer von fünf möglichen Zonen geschieht unkompliziert mittels App. Im Verbund mit dem TV können die Formate Dolby Digital, Dolby Digital Plus, TrueHD und Dolby Atmos wiedergegeben werden.
Bei dialoglastigen Filmen sorgt die Sprachverbesserung dafür, dass die Stimmwiedergabe sehr klar und optimal verständlich hervorgehoben wird. Zieht man sich spätabends einen Action-Streifen rein, sorgt der Nachtmodus dafür, dass ausschliesslich in lauten Szenen die Lautstärke reduziert wird. Familienmitglieder, die nebenan ihre Netflix-Serie schauen, aber auch Nachbarn oder schlafende Mitbewohner werden diese Funktion zu schätzen wissen.
Die Sonos Arc macht sich gut zusammen mit einem grossen Fernseher neueren Typs. Neue App, neues Betriebssystem
Sonos bringt mit dem S2 ein neues Betriebssystem für die Sonos-Hardware. Als erstes Gerät ist die Sonos Arc mit dem neuen System ausgerüstet. Informationen zum neuen Betriebssystem sowie zur Kompatibilität von älteren Sonos-Geräten finden Sie hier. Passend zum neuen Betriebssystem gibt es auch die neue Sonos-App, mit welcher die Sonos-Geräte über das Smartphone oder Tablet gesteuert werden können (erhältlich für iOS und Android).
Da mit der bisherigen App die Sonos Arc nicht steuerbar ist, luden wir die App bereits bei der Installation herunter und richten das Gerät ein. Neu an der App sind vor allem die veränderte Möglichkeit zur Gruppierung von Lautsprechern und erweiterte Klangeinstellungen. Die Einmessautomatik TruePlay ist ebenfalls mit dabei, mit der das Einrichten im Wohnzimmer dank akustischer Messung optimiert werden kann. Dabei berücksichtigt TruePlay über das integrierte Mikrofon des iPhones oder des iPads die Beeinflussung des Schalls durch Gegenstände wie Möbel, Wände oder Teppiche. Mit Android-Geräten kann die Funktion nicht bedient werden.
Die Sonos Arc kann unter dem Fernseher platziert oder an der Wand montiert werden. Fazit
Die Sonos Arc ist eine Wucht und sorgt am TV für hervorragenden Movie-Sound, ist aber ganz einfach auch eine sehr kompetente und einfach zu bedienende Streaming-Maschine für raumfüllende Musik. Für Besitzer eines neuen, grossen Flachbild-Fernsehers, passt die Soundbar perfekt. Schliesslich entfaltet die Soundbar so auch die Dolby-Atmos-Fähigkeit und sorgt für dreidimensionalen Heimkino-Ton.
Für die meisten anderen Interessierten dürfte Dolby Atmos nicht das Hauptargument für den Kauf der Sonos Arc sein. Sollte dem doch so sein, muss abgeklärt werden, ob das übrige Equipment diese 3D-Tontechnologie zulässt, oder ob bei dieser Gelegenheit auch gerade ein neuer Fernseher angeschafft wird. Insbesondere für Film- und Musikgeniesser, die auch noch weitere Sonos-Lautsprecher ihr Eigen nennen, ist die Arc unbedingt eine Überlegung wert. Gerade für das Sonos-Ökosystem mit Multiroom könnte die Arc im Wohnzimmer eine perfekte Ergänzung sein.
Sonos Arc mit Sonos Sub. 
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