TESTBERICHT
Schutzschild: Nein, dies sind keine Verschlusslamellen, sondern die automatische Sensor-Abdeckung der Nikon Z 8, die vor Staub und Beschädigung schützt, sobald die Kamera ausgeschaltet wird.Schutzschild: Nein, dies sind keine Verschlusslamellen, sondern die automatische Sensor-Abdeckung der Nikon Z 8, die vor Staub und Beschädigung schützt, sobald die Kamera ausgeschaltet wird.
Durchblick ununterbrochen

Für kleinere und mittlere TV-Geräte

Nikon hat auch gleich ein weiteres Problem aus der Welt geschafft: die Dunkelphasen bei Serienaufnahmen. So hat man das Motiv dauernd im Blick, ohne störende schwarze Momente dazwischen.

Möglich macht dies die Dual-Stream-Technologie, die das Signal vom Sensor verdoppelt und sowohl zum Sucher als auch zum Bildprozessor leitet. So kann das Sucherbild ununterbrochen aufgefrischt werden. Und wie Nikon hervorhebt, ohne dabei Fake-Bilder oder Bildwiederholungen wie bei anderen Herstellern üblich erzeugen zu müssen.

Neben dem Motiv vor der Kamera interessieren auch die Kameraeinstellungen. Die wichtigsten können oben auf dem Gehäuse im Kontrolldisplay abgelesen werden. So ist man schnell informiert, ohne erst durch den Sucher oder aufs Display schauen zu müssen.

Um Energie zu sparen, werden das Kontrolldisplay, der Monitor und die Sucheranzeige in der Standardeinstellung nach 30 Sekunden gedimmt und dann ganz gelöscht. Ein kurzes Antippen des Auslösers erweckt sie wieder zum Leben.

Kontrolle von oben: Das Schulterdisplay der Nikon Z 8 zeigt die wichtigsten aktuellen Einstellungen an. Das «F–-» im Display rechts oben weist auf das fehlende Objektiv an der Kamera hin.Kontrolle von oben: Das Schulterdisplay der Nikon Z 8 zeigt die wichtigsten aktuellen Einstellungen an. Das «F–-» im Display rechts oben weist auf das fehlende Objektiv an der Kamera hin.

Unscheinbar

Im Solo arbeiten vier Chassis, welche den gesamten Frequenzbereich inklusive Bass wiedergeben müssen. Während zwei Membranen direkt in Richtung Zuschauer strahlen, sind die äusseren beiden leicht angewinkelt, um ein breiteres Klangfeld zu schaffen. Auf der Rückseite verfügt das Gehäuse über zwei Bassreflex-Öffnungen. Bei erhöhter Lautstärke spürt man, wie dort die Luft heraus gepresst wird; daraus resultiert ein erstaunlich tiefer Bass.

Äusserlich wirkt das in Schwarz gehaltene Solo Soundsystem unscheinbar. Je nach Farbe des verwendetem Fernsehers und des Möbels fügt es sich besser oder schlechter in die Umgebung ein. Gefertigt ist es aus hochwertigen Kunststoffen und Metall. Hinter dem Lautsprechergitter mit dem dezenten Bose Logo ist eine grüne LED versteckt, welche im Betrieb leuchtet und bei Stummschaltung langsam blinkt.

Das Gewicht des gesamten Lautsprechersystems beträgt 4,6 Kilogramm; verarbeitet ist es präzise.

Schnell und einfach ist das Bose Solo angeschlossen. Alle benötigten Kabel sind im Lieferumfang enthalten.Schnell und einfach ist das Bose Solo angeschlossen. Alle benötigten Kabel sind im Lieferumfang enthalten.

Hörtest

In verschiedenen Alltagssituationen musste das Bose Solo TV Sound System beweisen, dass es mehr kann, als nur Gesprochenes verständlich wiedergeben. Die markante Stimme des 10 vor 10 Moderators Stephan Klapproth klingt angenehm und äusserst natürlich. Gegenüber dem Klang des angeschlossenen TV-Geräts kann eine deutliche, qualitative Steigerung festgestellt werden. Dies obwohl die Loewe-Ingenieure beim bereits etwas in die Jahre gekommenen 32 Zoll-Fernseher, der für den Test verwendet wurde, nicht um jeden Millimeter hatten kämpfen müssen und somit noch genügend Platz für Lautsprecher vorhanden war.

Für Filmfans bietet das Bose Solo einen ausgewogenen, kräftigen Bass. Von Dröhnen und Wummern keine Spur. Einen Raumklang wie im Kino darf man nicht gerade erwarten, obwohl zwei der vier Lautsprecher leicht angewinkelt sind. Die Dialoge werden gut hervorgehoben, Soundeffekte klingen differenziert und auch Filmmusik lässt sich mit dem Solo vorzüglich geniessen. Erstaunlich ist, wie diese kleinen Chassis den Raum mit Musik füllen.

Um die Klangqualitäten dieses Systems noch genauer zu prüfen, haben wir es an eine Settop-Box angeschlossen und den Internetradiosender Swiss Jazz ausgewählt. Im Stück „Inside Straight“ der Band „Nils Landgren Funk Unit“ werden sowohl Saxophon als auch Trompete äusserst präzise wiedergegeben, ohne jemals spitz zu klingen Die Perkussion klingt knackig und der Bass liefert ein sauberes Fundament. Auch die anschliessende virtuose Klavierkomposition des amerikanischen Jazz-Pianisten „Kenny Drew“ ertönt in voller Natürlichkeit. Mal richtig laut aufzudrehen, schadet dem Solo nicht. Selbst bei hoher Lautstärke sind keine Verzerrungen zu vernehmen.

Erstaunlich, was dieses kompakte Sound System auch im Bassbereich zu leisten vermag.Erstaunlich, was dieses kompakte Sound System auch im Bassbereich zu leisten vermag.

Fazit

Das Bose Solo kostet 499 Franken und ist für die meisten Flachbildfernseher zwischen 32 und 42 Zoll geeignet. Da das Sound-System direkt unter dem TV Platz findet, müssen weder Löcher gebohrt noch lange Kabel gezogen werden. Der Aufbau ist innert wenigen Minuten erledigt und die Bedienung unkompliziert. Die ausgezeichneten Klangeigenschaften des flachen Solo gefallen und erlauben einen universellen Einsatz, sei dies beim Schauen von Filmen, einer Nachrichtensendung oder beim Hören von Musik.

Wer also den dünnen Klang des Fernsehers verbannen möchte, sollte sich das Bose Solo TV Sound-System unbedingt mal genauer anschauen.

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