TESTBERICHT

Panasonic bläst zum Angriff bei den Mittelklassekameras. Nachdem den Japanern mit der Lumix GH-4 (siehe Test) bereits ein grosser Wurf bei den Oberklassekameras geglückt ist, soll nun ein anderer Bereich aufgewirbelt werden.

Die Pansonic DMC-G70 hat alles, was es dazu braucht, und das zu einem fast unschlagbaren Preis. Aber der Reihe nach.

Erster Eindruck

Plastikhaufen: DiIe Panasonic Lumix DMC-G70 macht beim ersten Eindruck keine gute FallePlastikhaufen: DiIe Panasonic Lumix DMC-G70 macht beim ersten Eindruck keine gute Falle

Dort finde ich, was ich suche:

«Wenn kein Ton vom kabellosen Subwoofer zu hören ist, kopple den Subwoofer manuell:
1. Schalte die Soundbar und den Subwoofer ein. Wenn die Verbindung unterbrochen wird, blinkt die LED-Anzeige am Subwoofer langsam.
2. Drücke die CONNECT-Taste am Subwoofer, um den Kopplungsmodus zu starten. Die LED-Anzeige am Subwoofer blinkt schnell.
3. Halte die DIMDISPLAY-Taste auf der Fernbedienung 5 Sekunden lang gedrückt, danach drückst du kurz auf die Tasten BASS+ und BASS- nacheinander. Im Display wird «PAIRING» angezeigt.
Wenn die Kopplung erfolgreich war, leuchtet die LED-Anzeige am Subwoofer und das Soundbar-Display zeigt «Done (Fertig)» an.
Wenn die Kopplung fehlgeschlagen ist, blinkt die Anzeige am Subwoofer langsam.
4. Wiederhole in diesem Fall die oben genannten Schritte.

Klang

Die JBL Bar 5.1 verbessert auf originelle und hervorragende Art den Fernsehton, sei es in Stereo (Satelliten an der Hauptbar) oder als Surround (Satelliten bis 10 Stunden Akkubetrieb nach dreistündigem Aufladen. Auf einfache Weise ideal positionierbar).

Die Bedienung ist in den meisten Fällen selbsterklärend. Nach dem Mini-Zwischenfall während der Installation hatte ich in der ausgiebigen Testphase keinen einzigen Aussetzer und auch kein Softwareproblem, was bei heutigen Produkten nicht selbstverständlich ist.

Klanglich sowie leistungsmässig bietet das Gerät dem Movie-Fan die wünschenswerte Klangverbesserung und hat somit auch ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis.

Eine erfreuliche Zugabe ist die Möglichkeit, Audio via Bluetooth wiederzugeben. Dass keine LAN- oder WLAN-Verbindungen vorgesehen sind, erachte ich persönlich kaum als Nachteil, sind doch moderne Fernseher schon smart genug.

Alles in allem: Als TV Sound Improver absolut empfehlenswert.

Der erste optische Eindruck täuscht: Im Innern der Lumix G70 schlummert viel Technik zu einem fast unschlagbaren Preis.Der erste optische Eindruck täuscht: Im Innern der Lumix G70 schlummert viel Technik zu einem fast unschlagbaren Preis.

Gute Bildqualität, aber leicht unterbelichtet

Bevor wir uns den Spezialfähigkeiten der Kamera zuwenden, schauen wir uns mal die Bildqualität an. Wo der erste Eindruck der Kamera erst noch zweifeln lässt, überzeugt die G70 spätestens, wenn es zur Beurteilung der Bildqualität kommt. Die Panasonic DMC-G70 zeigt ein erstes Mal, was sie wirklich kann. So überzeugt die Kamera mit einer guten Schärfe, welche auch mit dem Kit-Objektiv bis in die Ecken reicht. Neben gestochener Schärfe brillieren auch die Farben. Sehr kräftig und doch nicht überzeichnet wirken die Fotos, welche mit den Standardprofilen geschossen wurden. Wer es noch etwas knalliger mag, stellt die Farbanpassung auf «Lebhaft» und erhält so noch kontrastreichere Bilder.

Auch wenn ISO 25'600 in der Beschreibung nett aussieht, ist diese Einstellung für die Praxisanwendung eher unbrauchbar, ausser man liebt rauschige, farbige Pixel auf seinen Fotos. Allerdings muss man sagen, dass die GMC-G70 dafür bei tieferen ISO-Werten sehr gut abschneidet. So sind Fotos geschossen mit ISO 1600 beinahe rauschfrei. Erst ab ISO 3200 werden erste Rauschpartikel von Auge sichtbar – trotzdem bewegen sie sich immer noch im erträglichen Rahmen.

Bei der Belichtungsmessung hat die Kamera allerdings einen Hang zur Unterbelichtung. Schnell wirken die Bilder so etwas dunkel. Nichts Dramatisches, das kann mit einer Nachbearbeitung oder einer Verlängerung der Belichtungsstufe bei der Aufnahme gut ausgeglichen werden. Bei ISO-Werten ab 6400 machen sich bei der Nachbearbeitung allerdings vor allem im Schwarzbereich Artefakte und Rauschen bemerkbar, die vor allem darauf zurück zu führen sind, dass es sich bei der G70 um eine Kamera mit einem verhältnismässig kleinen Sensor handelt.

Alles in allem lässt sich aber festhalten, dass die Fotoqualität hervorragend ist, die Videoqualität sticht aber noch mehr heraus.

Typisches Beispiel: Die G70 neigt leicht zur Unterbelichtung wie dieses Foto des Rheinfalls aus einem Flugzeug zeigt.Typisches Beispiel: Die G70 neigt leicht zur Unterbelichtung wie dieses Foto des Rheinfalls aus einem Flugzeug zeigt.
Mit einer 2/3 Blendenkorrektur passt es dann aber gut. Mit einer 2/3 Blendenkorrektur passt es dann aber gut.

Top 4K-Qualität zum Tiefpreis

Dass die G70 ihrer grossen Schwester, der GH4, in Sachen Video nicht nachsteht, zeigt der Blick auf die Bewegtbilder. So kommt man richtig ins Schwärmen, wenn man die knackig-scharfen Aufnahmen auf einem 4K-fähigen Screen anschaut. In der höchsten Auflösung zeichnet die Lumix GMC-G70 mit 3840 x 2160 Pixel in 24 oder 25 Vollbildern pro Sekunde auf, und das bei einer Bitrate von 100 Megabit pro Sekunde.

Solche Datenraten fordern nicht nur die Kamera, sondern auch das Speichermedium. Für den Test wurde eine SDXC Karte der UHS Speed Class 3 (U3) verwendet. Eine solche Karte garantiert die lückenlose Aufzeichnung des 4K Contents. Eine Schreibgeschwindigkeit von 90 MB/s wird dabei für solche Aufnahmen auch vom Hersteller empfohlen.

Doch nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch der Speicher an sich kommt bald an seine Grenzen. Werden 4K-Aufnahmen getätigt, verschlingt die Kamera pro Minute Video satte 750 Megabyte an Speicher. Für ein paar Ferienvideos müssen also einige grosse Speicherkarten mitgeführt werden.

Nicht zu vergessen ist dabei auch die Nachbearbeitung: Für 4K-Videos braucht es einen ziemlich leistungsfähigen Computer. Mit dem 5K Retina iMac von Apple (4 GHz Intel Core i7 und 32 GB RAM) und Premiere Pro ging das eigentlich ganz flott, allerdings hat der iMac nach einiger Zeit ziemlich Abwärme produziert, was deutlich zeigt, dass 4K-Videos auch eine solche Maschine nicht kalt lassen.

Der Ton wird wir über das integrierte Stereomikrofon aufgezeichnet. Wie zu erwarten ist die Qualität hier eher mässig. Dafür kann über eine Stereobuchse aber ein externes Mikrofon angeschlossen werden, was die Tonaufnahme merklich verbessert. Über einen externen Griff, welcher XLR-Anschlüsse besitzt, wie bei der GH4, verfügt die G70 allerdings nicht.

Wenn 4K auf Foto trifft

Ein besondere Eigenheit und sozusagen die Verschmelzung zwischen 4K Video und Fotografie bietet der 4K-Fotomodus der G70. 3840 x 2160 Pixel entspricht der Auflösung von rund acht Megapixeln, was für Fotos schon ordentlich ist. Wenn die Kamera also ein 4K-Video mit 30 Frames aufnimmt, macht sie eigentlich nichts anders als 30 Einzelbilder mit einer 8-Megapixel-Auflösung pro Sekunde aufzunehmen. Und genau diesen Umstand hat sich Panasonic ganz schlau zu Nutze gemacht.

So wird im 4K-Fotomodus mit gedrückter Auslösetaste eine Reihenaufnahme (JPEG) mit 30 Bildern pro Sekunde geschossen. Nichts Besonderes, würde man auf den ersten Blick meinen, doch jedes Einzelbild lässt sich bereits auf der Kamera auswählen. Der perfekte Moment für ein Foto wird nicht mehr verpasst. Es entstehen geniale Moment-Aufnahmen.

Gerade mit Kindern oder anderen beweglichen Objekten, kann die 4K-Foto-Funktion für den ambitionierten Hobbyfotografen ein spannendes Tool sein. Auch die Qualität der Aufnahmen ist dabei erstaunlich gut und nicht wie zu erwarten flach. Auch die Schärfe sitzt und überzeugt.

Noch weiter ausreizen kann man die Funktion im Modus «Pre-Burst». Dieser Modus zeichnet konstant eine Sekunde auf, ohne die Fotos definitiv zu speichern. Wird der Auslöser dann gedrückt, speichert die Kamera die Sekunde vor dem Auslösen und die Sekunde nach dem Auslösen, also 60 Fotos. So kann der perfekte Foto-Moment eigentlich gar nicht mehr verpasst werden. Grosser Nachteil: Da die G70 konstant am fotografieren (filmen) ist, wird der Akku arg belastet. Auch die Kamera selber wird dabei ziemlich warm und muss nach einer gewissen Zeit gar abgeschaltet werden, um vor einer Überhitzung geschützt zu werden.

Fazit

Die Panasonic Lumix DMC-G70 ist ein Wolf im Schafspelz. Wirkt die Kamera im ersten Moment etwas gewöhnlich, zeigen sich bei der Benutzung ihre Stärken deutlich. Die G70 wird der perfekte Begleiter für ambitionierte Hobbyfotografen und Familienväter (oder Mütter) mit aktiven Kindern. Besonders gefällt die Fähigkeit, echte 4K-Videos aufzuzeichnen; die Qualität ist dabei hervorragend. Der 4K-Fotomodus ist eine innovative Funktion, die viel Spass bereitet und zu nie dagewesenen Schnappschüssen führen wird.

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