TESTBERICHT
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Laufende Bilder

Videoaufnahme: Beim Filmen mit der Nikon Z 5 kann der Ton über ein externes Mikrofon aufgenommen werden. Ein Kopfhöreranschluss zur Kontrolle ist ebenfalls vorhanden.Videoaufnahme: Beim Filmen mit der Nikon Z 5 kann der Ton über ein externes Mikrofon aufgenommen werden. Ein Kopfhöreranschluss zur Kontrolle ist ebenfalls vorhanden.

Am Funktionswahlrad der Nikon Z 5 gibt es keine Video- oder Movie-Position. Für Filmaufnahmen muss der separate Foto/Video-Wähler rechts vom Sucher in die Video-Position gedreht werden. Für spontane Videoclips filmt man am einfachsten in der Vollautomatik.

Mehr Kontrolle hat man im manuellen Modus, wo sich während des Filmens Verschlusszeit und Blende anpassen lassen. Der Einstellring der Nikkor-Z-Objektive ist von manueller Fokussierung auf Autofokus umschaltbar. Dann dient er einer benutzerdefinierbaren Funktion und kann zum Beispiel Blende und Belichtungskorrektur leise und komfortabel ändern.

Mit der Z 5 können 4K/UHD-Filme mit 3840 x 2160 Pixel und maximal 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden, in Full-HD (1920 x 1080) auch Filme mit 60p. Während bei der Z 6 durch das Auslesen aller Pixel eine bessere 4K/UHD-Qualität erreicht wird, liest die Z 5 leider nur pixelgenau aus. Die Bildqualität der Videos ist dennoch top und braucht sich hinter jenen der Z 6 oder Z 7 nicht zu verstecken.

Weniger schön ist, dass der Bildausschnitt dadurch um den Faktor 1,7 enger wird. Die 24 mm Weitwinkel-Brennweite des Kit-Objektivs wird so zu einer 40-mm-Normalbrennweite. Das ist zwar ein Vorteil bei Teleaufnahmen, für Weitwinkel-Ansichten in 4K muss jedoch ein anderes Objektiv eingesetzt werden oder man filmt nur in Full-HD-Auflösung, die ohne Crop auskommt.

Die maximale ununterbrochene Aufnahmelänge bei 4K/UHD und Full-HD ist auf 30 Minuten begrenzt. Als Dateiformat kann MOV oder MP4 gewählt werden. Die Videokomprimierung erfolgt in H.264/MPEG-4 AVC.

Filmaufnahme; Hauptmenü
Filmaufnahme; Hauptmenü
Filmaufnahme; Bildgrössen und Bildraten
Filmaufnahme; Bildgrössen und Bildraten
Filmaufnahme; Fokusmodi
Filmaufnahme; Fokusmodi
Filmaufnahme; Mikrofoneinstellungen
Filmaufnahme; Mikrofoneinstellungen
Filmaufnahme; AF-Geschwindigkeit
Filmaufnahme; AF-Geschwindigkeit
Filmaufnahme; AF-Tracking-Empfindlichkeit
Filmaufnahme; AF-Tracking-Empfindlichkeit

Nur im Video-Modus lässt sich der «Permanente Autofokus» einschalten. Die meisten übrigen Foto-Einstellungen sowie «Picture-Control» oder «Active D-Lighting» funktionieren auch nach Umschalten in den Movie-Modus. Danach kann bei manchen Menüpunkten zwischen einem eigenen Wert für die Videoaufnahme oder «Gemäss Fotoeinstellungen» ausgewählt werden.

Wie beim Fotografieren lässt sich die Schärfe auch beim Filmen per Fingertipp verlagern und das Fokus-Peaking beim manuellen Fokussieren als Hilfe einschalten. Einen wichtigen Unterschied gibt es dennoch. Im Foto-Modus springt der AF regelrecht in die Schärfe, während er beim Filmen angenehm langsam auf den Punkt kommt. Die Geschwindigkeit lässt sich dem Sujet entsprechend anpassen, ebenso die AF-Verfolgungsempfindlichkeit.

Dadurch lassen sich schöne Schärfe-Übergänge «fahren». Zu Beginn einer Szene stellt man manuell unscharf auf ein schönes Bokeh, und sobald die Aufnahme startet, wird das Bild langsam scharf. Oder man führt einen Reiss-Schwenk aus und die Kamera stellt an dessen Ende gemächlich auf das Motiv scharf.

Den Autofokus-Verlagerungstest schaffte die Nikon Z 5 mit Bravour. Die Schärfeverlagerungen erfolgen sicher und zügig in angenehmer Geschwindigkeit. Ein Fokuspumpen war nie auszumachen.

Wird für die Fokussierung die «Automatische Messfeldsteuerung» gewählt, kann man die Nikon Z 5 ein Motiv verfolgen lassen. Dazu wählt man das Motiv aus und drückt die AF-ON- oder OK-Taste. Die Kamera versucht nun, die Schärfe auf dem Motiv zu halten und bei Bewegungen nachzuführen.

Wie schon im Fotomodus arbeitet die AF-Motivverfolgung am besten bei genügend grossen, gut beleuchteten und kontrastreichen Objekten. Die Grösse des Verfolgungsfelds passt sich den Bewegungen des Motivs dauernd an, springt jedoch auch mal unmotiviert auf andere Objekte über oder verliert das Motiv ganz.

So folgte das AF-Feld im Test zuverlässig einer hellen Ente, wurde kurz durch einen Stein abgelenkt, um dann wieder auf die Ente scharfzustellen. Bei einer gefleckten Ente war die Erfolgsrate weniger hoch, und mit einer schwarzen Ente auf dunklem Wasser kam der Verfolgungs-AF überhaupt nicht klar.

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