Füllt die Lücke: Der Rega Planar 2.Rega hielt sich ans Gesetz der Serie. Der englische Plattenspieler-Hersteller Rega gesellt seinen Neuheiten des Jahrgangs 2016 nach dem Planar 1 (450 Franken mit System) und Planar 3 (980 Franken mit System, Test auf avguide.ch) den lang erwarteten Planar 2 hinzu. Damit ist die Erneuerungslücke geschlossen.
Der Neue kostet inklusive Tonabnehmersystem gerade mal 590 Franken. Das liegt deutlich näher am 1er als am 3er, denn serienmässig ist wie beim «kleinen» Einsteigermodell das Rega Carbon montiert – ein bewährter MM-Pickup nach Bauart des Audio Technica AT 91, für den Rega solo etwa 55 Franken aufruft. Diese Tondose zählt nicht unbedingt zu den High-Endern, verdient sich aber erfahrungsgemäss nach geraumer Einspielzeit durchaus schon highfidele Meriten.
Serienmässig bestückt Rega den P2 mit der Moving-Magnet-Tondose Carbon.Die Unterschiede zum 3er
Der neue Rega Planar 2 sieht in Schwarz oder in Weiss glänzend aus.Vom 3er unterscheidet sich der 2er bei näherem Hinsehen doch in einigen Punkten. Im 3er werkelt das sicht- und hörbar höher angesiedelte System Rega Elys 2. Zudem fehlt der 18 Millimeter starken, hochglanzlackierten, in schmuckem Weiss oder Schwarz defilierenden Zarge des 2er die stabilisierende, grosszügig gelochte Metallstrebe zwischen Teller und Tonarm, wie sie der 3er aufweist.
Und der hat auch den Anschluss für das externe Netzteil TT PSU-R, ein unter Rega-Fans ziemlich endgültiger Tuning-Tipp, der auch Komfortgewinn bringt. Es erspart das Abheben des Plattentellers und Umlegen des Rundriemens am Pulley, wenn man die Geschwindigkeit von 33 1/3 auf 45 Umdrehungen pro Minute (oder umgekehrt) stellen will.
Der kleinere Rega sieht das nicht vor, doch immerhin gibt es für den 2er ein "Performance Kit" für etwa 230 Franken Aufpreis: Darin steckt der Tonabnehmer Bias2, ein präzise geschliffener Rundriemen für den Antrieb sowie eine festere Tellerauflage. Serienmässig liegt eine recht dünne, schwarze Filzmatte für den 10 Millimeter starken "Optiwhite"-Floatglasteller bei. Der sieht "oben ohne" zwar schicker aus, doch im Betrieb sollte eine Auflage mögliche Resonanzen dämpfen.
Familienmerkmale
Eingeschaltet wird der P2, wie bei Regas leichtgewichtigen "Brettspielern" seit der neuen Serie üblich, mit einem Schalter an der Unterseite des Chassis links in der Mitte.Doch es gibt es auch im und am 2er Dinge zu entdecken, die ihn zu Höherem berufen. Den 24-Volt-Synchronmotor aus dem Rega-Bauteilelager kennen und schätzen wir für seine gegenüber früheren Antriebsgenerationen verbesserten Laufeigenschaften. Tatsächlich erweist er sich im Messlabor als recht laufstabiler Geselle mit maximal +/-0,125 Prozent Abweichung von der Sollgeschwindigkeit. Die beim Testgerät etwas zu schnelle Gangart (+0,48 %) macht sich beim Hören kaum bemerkbar.
Eingeschaltet wird er, wie bei Regas leichtgewichtigen "Brettspielern" seit der neuen Serie üblich, mit einem Schalter auf der Unterseite des Chassis links in der Mitte. Der Motor ist wie gewohnt hinten mittig an der Zarge angeflanscht, seine Behausung dient auch als Kühlfläche. Dieser Platz bietet eine Menge praktischer Vorteile, doch gegenüber einem ausgelagerten Motor tut er sich dort schwer, hohe Störabstände zu wahren.
Doch mit 70 Dezibel Abstand zwischen Nutz- und Störsignal sieht der Planar 2 gegenüber preislich adäquaten Mitbewerbern gar nicht schlecht aus. Und das zum Patent angemeldete, selbstsichernde Tellerlager erweckt Vertrauen auf eine lange Laufzeitkonstanz.
Neuer Tonarm
Der neue Tonarm RB 220 zählt zu den Radialtonarmen mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis.
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In einem höherwertigen Pickup liegt klar das höchste Aufstiegs-Potenzial.
Zum Glück lässt sich die Haube sehr leicht und ohne Gefahr für Leib und Leben aus ihren Scharnieren abziehen und nach Betrieb wieder einstecken.


