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Publikationsdatum
12. Februar 2003
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Am 25. Dezember 2002 war es soweit: Das deutsche Fernsehen feierte seinen 50. Geburtstag. Kaum ein technisches Gerät hat die Alltagsgewohnheiten so stark verändert wie das Fernsehgerät. Das Fernsehen hat sich zum zentralen Informations- und Unterhaltungsmedium unserer Gesellschaft entwickelt.

Auch die Fernsehtechnologie und Bildqualität haben sich seitdem grundlegend weiterentwickelt. Damals wie heute ist Grundig an der Entwicklung von Innovationen rund um das Fernsehgerät massgeblich beteiligt. Rund drei Stunden täglich verbringen die Schweizer im Durchschnitt ihre Zeit vor der "Flimmerkiste".

Auswirkungen eines beispiellosen Siegeszuges, der in den 30er Jahren seinen Ursprung fand: 1935 eröffnete Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky offiziell den Fernseh-Programmdienst der Reichsrundfunk-Gesellschaft und damit den weltweit ersten regelmäßigen Programmdienst.

Programmhöhepunkt des Fernsehens der Dreissigerjahre waren die Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Mehr als 150.000 Zuschauer verfolgten die wichtigsten Phasen der Wettkämpfe live. Das Sendenetz war klein und die Fernseher mit 1800 Reichsmark sehr teuer.

Ab 1953 stand das Fernsehen im Mittelpunkt des Interesses. Denn Grundig war einer der ersten Hersteller, der schon damals gute und erschwingliche Fernsehgeräte einer breiten Bevölkerung produziert und verkauft hat.

Der Grundig Fernsehempfänger 610, ein Tischfernseher mit 14 Zoll war zum Beispiel für 998 Mark schon zu erwerben. Weil mehr Fernsehprogramme folgen sollten, werden Geräte wie der "Zauberspiegel 61 T 50" für 92 Mark Mehrkosten mit einem UHF-Teil ausgerüstet.

Bereits seit 1954 gehören drahtgebundene Fernbedienungen zum Zubehör, jetzt ist für einen Aufpreis von 24 Mark sogar eine drahtlose Ultraschall-Fernbedienung erhältlich.

Die Begeisterung an der neuen Technik wächst, 1957 wird die erste Million an Zulassungen erreicht. Wenige Jahre später sind es bereits drei Millionen Fernseher.

Der Siegeszug ist nicht mehr aufzuhalten. 1961 reiht sich mit dem Grundig Fernseh-Boy erstmals auch ein Fernseher mit einer Bildröhre von 47 cm in die Reihe der TV-Geräte ein, Fernbedienung und VHF/UHF-Umschaltung waren mittels Drucktasten vorhanden.

Die Einführung des Farbfernsehens initiiert eine neue Welle der Euphorie. Pünktlich zum Start des Farbfernsehens 1967 bringt Grundig gleich eine ganze Serie von Geräten auf den Markt: T 800 Color, T 1000 Color und T 1200 Color. Dabei ist zum Beispiel das T 1000 Gerät mit 18 Röhren, 23 Transistoren und 38 Dioden. Besonderer "Clou" dieses Gerätes: Er schaltet die Farbe bei Schwarz-Weiss-Sendungen automatisch ab.

Mit der weiteren Entwicklung des Fernsehens zum Massenmedium ging die ständige Verbesserung von Fernsehtechnik und Bildqualität einher.

Das Farbfernsehen mit 100 Hertz-Technologie für ein flimmerfreies Bild, Breitbildfernsehen, Plasma- und LCD-Technologie sind nur einige Beispiele für die immense Entwicklungsleistung von Grundig: vom Pionier zum Marktführer in Deutschland.

Die Geburtsstunde des Fernsehens liegt jetzt 50 Jahre zurück. Dank der technischen Innovation bleibt das Fernsehen auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts das erfolgreichste Medium überhaupt.
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