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Publikationsdatum
19. März 2018
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Der Titel dieses Beitrags ruft nach zwei unterschiedlichen Betrachtungsweisen: nach der kommerziellen und der technischen.

Die kommerziellen Aspekte

Die Produktionsseite befindet sich bereits seit einiger Zeit in einem Wandel, bei dem Musiker in ihren Home-Studios ihre Aufnahmen selber machen und damit – bestenfalls – nur für die professionelle Nachbearbeitung in Misch- und Masteringstudios gehen. Die herkömmlichen, grossen Aufnahmestudios kamen deswegen in letzter Zeit unter einen Preisdruck, dem viele nicht standhielten.

Ein Vorteil hingegen ist, dass die Musikproduktion für viele Leute erschwinglich geworden ist. Die Misch- und Mastering-Studios sehen sich allerdings vor neue Herausforderungen gestellt, weil diese selbstgemachten Aufnahmen oft zweitklassig sind.

Heimstudios sind für Musiker erschwinglich geworden.

Die Distributionsseite ändert sich ebenfalls grundlegend. Die grossen Musiklabels werden von Download- und Streaming-Sites bedrängt, wenn nicht gar – auf längere Sicht – verdrängt. Musiker können ihre Produktionen mit sehr kleinem Aufwand über das Internet selber publizieren. Die Distribution wird demokratisiert. Die Kunden haben eine noch grössere Auswahl an Musiktiteln und müssen lernen, sich im Dschungel der Streaming-Anbieter zurechtzufinden. Sie haben aber auch die Möglichkeit, sehr einfach neue Musiktitel und Musikstile zu entdecken.

Die Streaming-Websites werden künftig ein gutes Entschädigungsmodell für die Künstler finden müssen. Mit den heutigen Modellen verdienen die Künstler zu wenig. Die Konsumenten müssen (sollten) bereit sein, mehr für den unlimitierten Zugang zu Millionen von Titeln auszugeben. 

Herkömmliche Tonträger (CD, Vinyl) werden einem Nischendasein fristen. Der Grossteil der Musik wird gestreamt werden – mit den liebsten Songs auf einem Datenträger für unlimitierten Zugang, unabhängig von Internetverbindungen.

Stöbern in einem Record Store in NYC.
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