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Lumix-G-Spitzentrio: Panasonic präsentierte im Zoo Zürich seine professionellen MFT-Kameras G9, GH5 und GH5S.Lumix-G-Spitzentrio: Panasonic präsentierte im Zoo Zürich seine professionellen MFT-Kameras G9, GH5 und GH5S.

Peng! Mit lautem Knall schlägt die Panasonic G9 auf dem Tisch auf. Gleich darauf wird sie mit Wasser übergossen. «Das muss eine Profi-Kamera bei mir schon aushalten können», meint Workshop-Leiter Pascal dazu, trocknet die G9 mit einem Tuch kurz ab und zeigt uns danach die Autofokus-Funktion für Gesichts­erkennung und Objekt­verfolgung.

Trotz der sehr kurzen Session kriegen wir Medien­schaf­fen­den noch interessante und bewährte Tipps zu Menü-Einstellungen und praktischen Anwendungen mit auf den Weg.

Neben der Panasonic Lumix DC-G9 beschäftigen wir uns in zwei weiteren, etwas leiseren Workshops mit der GH5 und der GH5S. Die beiden Kameras bilden zusammen mit der G9 das Lumix-Spitzentrio von Panasonics professioneller MicroFourThirds-Kameraserie. Alle drei besitzen ein robustes Magnesium-Gehäuse und sind Kälte-, Staub- und Spritzwassergeschützt. Ein frei schwenkbarer LCD-Touchscreen, doppelter SD-Kartenslot, JPEG- und RAW-Format sowie ein genialer Joystick zur einfachen und schnellen Bedienung sind weitere Gemeinsamkeiten.

Das Spitzenmodell Lumix G9 erreicht dank verbesserter Auflösung, Gradation und Farbwiedergabe die bisher höchste Bildqualität aller Lumix Kameras. Ein dualer Bildstabilisator mit objektiv- und sensorseitiger Stabilisierung ermöglicht die Aufnahme von Fotos aus freier Hand mit deutlich längeren Belichtungszeiten. Dank der 6K-Fotofunktion mit 30 Bildern pro Sekunde sind Serienbildaufnahmen kein Problem. Werden RAW-Aufnahmen benötigt, sind immerhin bis zu 20 Bilder pro Sekunde mit automatischer Schärfenachführung möglich. Ausserdem verfügt die G9 mit 0,04 Sekunden über die schnellste Autofokus-Geschwindigkeit einer Kamera ihres Typs (digitale spiegellose Systemkamera).

Neben den 20 Megapixel-Fotos erlaubt der HR-Modus der G9 das Erstellen von hochaufgelösten Aufnahmen mit bis zu 80 Megapixel Grösse. Ein OLED-Sucher sowie ein zusätzliches Informations-Display helfen bei der Bedienung der Kamera und beim Komponieren der Fotos. Durch die solide und kompakte Bauweise eignet sich die G9 besonders für Reportage-, Action- und Wildlife-Fotografie.

Der Foto-Profi: Die Lumix DC-G9 spricht vor allem Reportage-, Action- und Wildlife-Fotografen an.Der Foto-Profi: Die Lumix DC-G9 spricht vor allem Reportage-, Action- und Wildlife-Fotografen an.

Die Lumix GH5S ist das Lowlight- und Video-Talent des Panasonic-Spitzentrios. Als weltweit erste Kamera erlaubt die GH5S eine 4K-60p-Videoaufzeichnung im Cinema-4K-Format mit 4096 x 2160 Pixel – und dies ohne zeitliche Begrenzung. Der neue Multi-Aspekt-10-Megapixel-Sensor mit dualer Grundempfindlichkeit gibt laut Panasonic selbst dunkle Bildbereiche differenziert und originalgetreu wieder. Durch diese Lowlight-Qualitäten erreicht die Lumix GH5S auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen optimale Ergebnisse.

Mit 422/10 Bit und HDR-Aufnahmen, unlimitierter 240p-Full-HD-Zeitlupe, Vlog sowie Zeitcode-Anschluss spricht die GH5S vor allem professionelle Filmemacher im Bereich Kino- und Videoproduktionen, Slow-Motion und Lowlight-Einsatz an.

Der Lowlight-Videoprofi: Dank dualer ISO-Grundempfindlichkeit erzielt man mit der Lumix GH5S auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Foto- und Video-Aufnahmen. Hier abgebildet mit aufgesetztem optionalen XLR-Audioadapter.Der Lowlight-Videoprofi: Dank dualer ISO-Grundempfindlichkeit erzielt man mit der Lumix GH5S auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Foto- und Video-Aufnahmen. Hier abgebildet mit aufgesetztem optionalen XLR-Audioadapter.

Das älteste Mitglied des Trios, der Hybrid-Profi Lumix GH5, überzeugt seit 2017 mit seinem 20-Megapixel-Bildsensor, dem leistungsfähigen Bildprozessor, der dualen 5-Achsen-Bildstabilisierung sowie einem schnellen Autofokus. Die GH5 erzeugt qualitativ hochwertige, naturgetreue Bilder und filmt in 4K 60p, 422/10 Bit und HDR. Das Multi-Talent bietet lautet Hersteller High-End-Leistung für Foto- und Video-Enthusiasten – egal, ob für Kinoproduktionen, Video-Dokus, Event-Fotografie oder Youtube-Einsatz.

Der Hybrid-Profi: Die Lumix GH5 bietet Filmern, Fotografen und Multimedia-Journalisten ein ideales Werkzeug für professionelle Foto- und Videografie.Der Hybrid-Profi: Die Lumix GH5 bietet Filmern, Fotografen und Multimedia-Journalisten ein ideales Werkzeug für professionelle Foto- und Videografie.

Durch Firmware-Updates werden die Lumix-Kameras und -Objektive auf dem neusten Stand gehalten. So profitierte auch die GH5 von den Neuerungen in den G9- und GH5S-Modellen und erhielt bereits das fünfte Firmware-Update. Diese Modellpflege verdient Anerkennung und sollte bei allen Herstellern eigentlich selbstverständlich sein.

Besuch in Down Under

Die beiden schalenartigen Dach-Elemente der Australien-Anlage im Zoo Zürich erinnern an das Opernhaus in Sydney.Die beiden schalenartigen Dach-Elemente der Australien-Anlage im Zoo Zürich erinnern an das Opernhaus in Sydney.

Wie erwähnt, liefert die TZ10 Fotos in einer Auflösung von 12,1 Megapixel. Tatsächlich steckt jedoch ein 14,5-Megapixel-Sensor in der Kamera, damit bei jedem der drei wählbaren Seitenformate (4:3, 3:2, 16:9) der Bildwinkel stets dem eines 25-300 mm-Kleinbildobjektivs entspricht. Das Zoom, dessen optische Brennweite effektiv 4,1-49,2 mm beträgt, weist eine Lichtstärke von f/3,3 in Weitwinkel- und f/4,9 in Telestellung auf. Das ist zwar nicht hoch, aber ordentlich für ein starkes Zoom in kompakter Bauweise.

Die Lichtempfindlichkeit kann automatisch oder manuell zwischen 80 und 1600 ISO eingestellt werden, was zwar nicht mehr zeitgemäss erscheint, aber bei Kompaktkameras nach wie vor üblich ist. Im Motivprogramm "Hohe Empfindlichkeit" kann sogar mit 3200 ISO fotografiert werden, wofür die Auflösung auf ein Viertel herunter geschraubt wird.

Fotos speichert die TZ10 ausschliesslich als JPEGs. Im Serienmodus schiesst die TZ10 bei maximaler Auflösung 2,3 Bilder pro Sekunde, schafft aber je nach gewählter Qualität nur 5 oder 3 Fotos unmittelbar nacheinander. Das ist nicht gerade berauschend. Mit dem Motivprogramm "schnelle Serie" sind in reduzierter Auflösung von 3 Mpx (im 4:3-Format) dann immerhin 6 oder gar 10 Fotos pro Sekunde und dabei maximal 100 kontinuierliche Aufnahmen möglich.

Gefilmt wird mit der TZ10 vorzugsweise in der kleinen HD-Auflösung 720p (1280 x 720 px) und mit 30 Bildern pro Sekunde. Maximal 29 Minuten und 59 Sekunden kann an einem Stück aufgezeichnet werden. Als Aufzeichnungsformate stehen das klassische Motion-JPEG für 720p und für kleinere Auflösungen sowie das moderne platzsparende AVCHD-Lite-Format in verschiedenen Qualitätsstufen zur Wahl.

Die Panasonic Lumix DMC-TZ10 wird ihrem Zweck als vielseitige und dennoch einfache Reisekamera gerecht. Ihre Bedienung ist unkompliziert und sie liefert zuverlässig Fotos und Videos in guter Bildqualität. Wünschenswert wäre eine bessere Eignung für Einsätze bei wenig Licht, denn nicht immer wird auf Reisen nur draussen und bei strahlendem Sonnenschein geknipst. Massivster Kritikpunkt ist die - gerade für eine Reisekamera - zu geringe Batteriekapazität. Wie schon die früheren TZ-Modellen schaffte auch die TZ10 im Testeinsatz nie die im Handbuch für einen vollen Akku angegebene Menge an Aufnahmen.

Alles in allem einem erweist sich die Lumix TZ10 als empfehlenswerter, praktischer Reisekamerad für Leute, die ohne grossen Aufwand gute Erinnerungsbilder knipsen möchten.

Weiter geht es vorbei an Bennett-Wallabies (kleine Kängurus), Emus, Riesenwaranen, am Lachenden Hans und an der Tannzapfen-Echse in die Lori-Voliere. Dort fliegen einem zwanzig Allfarb-Loris, eine Unterfamilie der Papageien, um den Kopf. Ein Fall für die Serienbild- und 4K-Fotofunktionen der Lumix-Kameras. Nachdem ich noch eine lustige Szene an der Vogeltränke auf Video aufnehmen konnte, geht es zum Mittagessen und ich muss die Lumix G9 mit Tele-Objektiv wieder zurückgeben. Am Nachmittag findet ein ähnlicher Event für Panasonic-Händler statt, und die möchten das Lumix-Spitzentrio natürlich auch in die Hände nehmen.

Ich besuche noch die Masoala-Halle und kann mit meiner eigenen Lumix GH5 und dem Olympus-Objektiv 40–150 mm eindrückliche Bilder einfangen. Mit diesem «Kompatibilitäts-Test» kann auf einen weiteren Vorteil des MicroFourThirds-Systems hingewiesen werden. Man ist nicht auf das Angebot des Kameraherstellers angewiesen, sondern kann MFT-Objektive und Zubehör verschiedener Marken anschliessen.

Masoala-Halle Zoo Zürich: Brennweite 300 mm, f/2.8, 1/200 Sek., ISO 200.
Masoala-Halle Zoo Zürich: Brennweite 300 mm, f/2.8, 1/200 Sek., ISO 200.
Masoala-Halle Zoo Zürich: Brennweite 230 mm, f/2.8, 1/320 Sek., ISO 2000.
Masoala-Halle Zoo Zürich: Brennweite 230 mm, f/2.8, 1/320 Sek., ISO 2000.
Masoala-Halle Zoo Zürich: Brennweite 194 mm, f/2.8, 1/320 Sek., ISO 1000.
Masoala-Halle Zoo Zürich: Brennweite 194 mm, f/2.8, 1/320 Sek., ISO 1000.
Masoala-Halle Zoo Zürich: Brennweite 300 mm, f/2.8, 1/320 Sek., ISO 250.
Masoala-Halle Zoo Zürich: Brennweite 300 mm, f/2.8, 1/320 Sek., ISO 250.
Masoala-Halle Zoo Zürich: Brennweite 230 mm, f/2.8, 1/320 Sek., ISO 1250.
Masoala-Halle Zoo Zürich: Brennweite 230 mm, f/2.8, 1/320 Sek., ISO 1250.

Alle drei Modelle des Lumix-G-Trios sind in der Schweiz im Handel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Gehäuse der Lumix G9 liegt bei 2099 Franken, für die GH5S bei 3099 und für die GH5 bei 2599 Franken.

avguide.ch meint

Der Fotomarkt befindet sich im Sinkflug, vom Camcorder-Markt reden wir schon gar nicht. Zwar wird heute fotografiert wie noch nie, doch vor allem mit dem Smartphone – und nicht mehr mit der Fotokamera. Da müssen sich die Kamerahersteller einiges einfallen lassen, um die erhofften Verkaufszahlen zu erreichen, oder um wenigstens die Entwicklungskosten neuer Produkte zu amortisieren. Während Spiegelreflex-Kameras klar an Bedeutung verlieren und Kompaktkameras vom Smartphone verdrängt werden, sorgen nur noch die spiegellosen Systemkameras und die dazugehörenden Objektive für einen ausgeglichenen Markt. Hier tummeln sich Firmen wie Sony, Panasonic, Fuji und Olympus.

Die Einführung der ersten Systemkamera von Panasonic hat 2008 zur Verschiebung der Machtverhältnisse im Markt geführt. Zu Beginn von der Fotobranche noch belächelt, ist die Firma 2017 schliesslich im Gesamtmarkt Systemkameras auf Platz 3 vorgerückt und hat Nikon verdrängt.

Die zahlreichen technischen Neuheiten wie Bildstabilisation in Kamera und Objektiv, 4K-Fotofunktion, Post-Fokus, 4K-60p-Video ohne Aufnahmezeit-Beschränkung oder Zeitlupen-Möglichkeiten konnten in den Workshops und beim eigenhändigen Fotografieren mit dem Lumix-Spitzentrio im Zoo Zürich praxisnah erfahren und erlebt werden. Mit solchen Innovationen wird Panasonic im Fotomarkt auch weiterhin zu den Gewinnern gehören.

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