16. Oktober 2018 | seit 1999
FILMREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
12. September 2002
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Nach einem Autounfall entsteigt eine verwirrte Frau dem Wrack und irrt durch das nächtliche Hollywood. Sie trifft auf eine naive, gerade vom Land in die Grossstadt gezogene junge Frau, die ihr beim Rekonstruieren des Unfallherganges helfen will.

Es ist nicht ganz klar, was mit den beiden Frauen im weiteren Verlauf der Geschichte geschieht, wann sich ihre Schicksale gekreuzt haben, in welcher zeitlichen Reihenfolge sie ihre Identitäten wechseln, ob sie nun tot sind, nachdem sie gestorben sind. Aber genau das macht den Reiz des Filmes von David Lynch aus. Und zwar nicht nur im Nachhinein beim Interpretieren, sondern schon beim Betrachten, denn die Bilder und die Töne sind von einer unterschwelligen Eindringlichkeit, die an ein magisches Theater erinnert. Die auftauchenden Figuren sind alle irgendwo irr, doch auch das wildeste Geschehen läuft ab, als wäre es völlig normal. Auch wenn die Geschichte nicht zu verstehen ist, der Film irritiert, indem er unheimliche Bedrohungen heraufbeschwört, die nicht als Unsinn abgetan werden können.
STECKBRIEF
Filmtitel:
Mulholland Drive
Orginaltitel:
Mulholland Drive
Herkunft:
USA
Label:
Concorde
Jahr:
2001
Regie:
David Lynch
Darsteller:
Justin Theroux, Naomi Watts, Laura Elena Harring, Ann Miller, Dan Hedaya, Mark Pellegrino
Code:
2
Sprache:
deutsch, englisch
Genre:
Drama
Untertitel:
deutsch
Bildformat:
1,85:1 - 16:9
Tonformat:
Dolby Digital 5.1, DTS
Bildwertung:
9
Tonwertung:
8
Preis:
29.900000
Bezugsquellen
Wettbewerb