21. Mai 2012 | seit 1999
TESTBERICHT
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Kompakt mit System

Test Panasonic Lumix DMC-GF1

Vielseitig und einfach

Die GF1 ist eine Kamera für versierte Digitalfotografen und bietet deshalb neben den vielen Automatiken zahlreiche manuelle Einstellungen sowie etliche Konfigurationsmöglichkeiten.

Wie die GH1 schiesst die kompakte GF1 sowohl Fotos mit bis 12 Megapixeln (Mpx) als auch Videos im HD-Format. Während die GH1 auch Full-HD 1080p beherrscht, beschränkt sich die GF1 auf 720p. Die HD-Videos werden wahlweise im PC-freundlichen Motion-JPEG-Format mit 30 Bildern pro Sekunde oder im platzsparenden "AVCHD lite"-Format mit 50 Bildern (Sensor-Output: 25 Bilder pro Sekunde) gespeichert.

Fürs unbeschwerte Drauflosknipsen gibt es den intelligenten Automatikmodus "iA". Dann erkennt die Kamera die gängigsten Fotomotive und wählt die passenden Einstellungen selbstständig. Sie unterscheidet dabei automatisch zwischen Porträt, Landschaft, Nachtlandschaft,  Nachtporträt,  Nahaufnahme und Baby. Alternativ kann der Fotograf selbstständig in den Scene-Modus "SCN" schalten und dort unter 17 Motivprogrammen wählen.

Bei jedem wird jeweils die ideale Zeit-Blende-ISO-Kombination und die passende Farbgebung automatisch bestimmt. Neben diesen Vollautomatiken stehen unter anderem die klassische Programmautomatik "P" sowie die Zeit- "A" und Blendenautomatik "S", die auch als Blenden- und Zeitvorwahl bekannt sind, zur Verfügung.

Knipsen und Filmen

Über das Betriebsartenrad wird eines der voll- und halbautomatischen Belichtungsprogramme gewählt. Am griffigen Hebel vor dem Rad wird der Bildtransport (Einzel- oder Serienbild, Belichtungsreihe, Selbstauslöser) bestimmt.

Eingeschaltet wird die Kamera über einen kleinen, griffigen Schiebeschalter auf der Oberseite. Dort sind neben Zubehörschuh (im Bild vom optionalen Sucher besetzt), Betriebsartenrad und grossflächigem Auslöser auch eine kleine rote Start-Stop-Taste zu finden. Unabhängig davon, welcher Fotomodus gerade eingestellt ist, per Druck auf diesen kleinen roten Knopf lässt sich jederzeit eine Videoaufnahme starten. Es vergeht jedoch eine halbe Sekunde vom Tastendruck bis zum Aufnahmestart. Fotografieren kann man bis zum Aufnahmestopp dagegen nicht. Gefilmt wird in der aktuelle Bildeinstellung, also beispielsweise in Schwarzweiss.

Während einer solchen "Instant"-Videoaufnahme wird die Belichtung automatisch angepasst. Im eigentlichen Videomodus, gewählt am Betriebsartenrad, kann dagegen die Helligkeit während der Aufnahme beeinflusst werden. Wünschenswert wäre jedoch, wenn sich die Belichtung von Videos ebenso manuell einstellen liesse, wie dies für Fotos möglich ist. Denn dann könnten Videoaufnahmen kreativ mit der blenden- und brennweitenabhängigen Schärfentiefe gestaltet werden.

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