24. Oktober 2018 | seit 1999
TESTBERICHT
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Publikationsdatum
26. Mai 2003
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Kann sie tatsächlich besser sehen, die Panasonic Lumix DMC-FZ1?

Statt Pixelflut bietet sie ein Leica Objektiv mit optischem 12fach Zoom, gepaart mit optischem Bildstabilisator.

Gespeichert werden dafür kompakte Files mit effektiven zwei Megapixeln.

zoomgewaltig

Was schwebt durch die Luft? (35 mm KB)
Was schwebt durch die Luft? (35 mm KB)
Erstmalig im Bereich digitaler Kompaktkameras zoomt die FZ1 optisch 12fach, was einer Brennweite von 35 bis 420 mm des Kleinbildformates entspricht.

Diese Optik braucht Platz, entsprechend ähnelt die Panasonic mit ihrem dominanten Auge eher einer guten Analog- als einer digitalen Kompaktkamera.

Ruhe bitte!

Das optische 12fach Zoom zeigts genauer (420 mm KB).
Das optische 12fach Zoom zeigts genauer (420 mm KB).
Vor grosse Aufgaben gestellt wird die ruhige Hand, wenn im oberen Zoombereich Bilder geschossen werden. Gepaart mit ungünstigen Lichtverhältnissen und entsprechend langer Belichtungszeit wird dies wörtlich zur Zitterpartie.

Ernstzunehmende Abhilfe schafft hier der optische Bildstabilisator.
Wirds auch ihm zu viel, warnt eine Anzeige im Display. Doch selbst dann bleiben die Bilder noch lange scharf und ruhig.

dunkel?

ISO 400 und wenig Licht erhöhen das Bildrauschen, daher besser bei tieferer Empfindlichkeit länger belichten.
ISO 400 und wenig Licht erhöhen das Bildrauschen, daher besser bei tieferer Empfindlichkeit länger belichten.
Von ISO 50 bis 400 wählt die Panasonic oder der User aus vier Empfindlichkeitsstufen. Wie bei der analogen Kamera gilt, dass grosse Empfindlichkeit eine geringere Auflösung bedeutet, oder umgekehrt, dass die geringere Auflösung von zwei Megapixeln hier Vorteile verschafft gegenüber der Konkurrenz.

Trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass ISO 400 nur notfalls zum Einsatz kommt, da das Bild merkbar leidet.

Besser verlässt man sich auf den optischen Stabilisator und lässt den Verschluss länger offen, sofern das Motiv dies erlaubt.

Was funkelt in Deinen Augen?

Der aufklappbare Blitz leistet gute Dienste, um Motive in der Nähe aufzuhellen.
Der aufklappbare Blitz leistet gute Dienste, um Motive in der Nähe aufzuhellen.
Wirds langsam wirklich zu dunkel, hilft der aufklappbare Blitz auf die Sprünge. Vorhanden sind die bekannten Programme gegen Rote Augen und in Kombination mit längerer Verschlusszeit für aufgehellten Hintergrund.

In der Nähe leistet er gute Dienste, und die Automatik findet die passende Einstellung dazu. Ab rund drei Metern wünschte man sich Verstärkung, welche leider keinen Anschluss findet.

Und trotz verstellbarer Helligkeit stehen ungünstig beleuchtete Motive etwas dunkel im LCD-Display, welches aber sonst ausgezeichnet Auskunft gibt.

Damit ich schneller speichern kann...

Eine übersichtliche Menüstruktur mit ansprechender Optik sorgt für schnelle Einstellungswechsel.
Eine übersichtliche Menüstruktur mit ansprechender Optik sorgt für schnelle Einstellungswechsel.
Dieser Punkt geht ganz klar an die FZ1! Die Files sind in der höchsten Auflösung und Qualität im Bereich von 750 kB angesiedelt, so dass Serienaufnahmen nahe beieinander liegen. Zum Beispiel für die Belichtungsreihe von -1 bis +1 EV (1/3 EV-Schritt) sowie zwei und vier Bilder pro Sekunde im Burst-Modus.
Entsprechend mehr Platz ist auf der SD-Card, bei maximaler Qualität sinds 74 Bilder auf 64MB.

Auflösung oder Optik?

Mit diversem Zubehör macht die Panasonic eine starke Figur.
Mit diversem Zubehör macht die Panasonic eine starke Figur.
Gegen 50 Prozent mehr Pixel gewinnt die Panasonic!

Klar steigen in den höheren Klassen Kameras mit ähnlichen Objektivdaten und vier oder fünf Megapixeln zu weiteren Leistungen auf, doch die FZ1 zieht mancher Kompakten davon, auch wenn diese mit deutlich höheren Auflösungszahlen winken.

Ihre Bilder jedenfalls überzeugen, auch bezüglich Farben und Brillanz!

Schade, dass die Panasonic die Belichtungszeit und Blende nicht dem Anwender überlässt (ausser mit der Blendenreihe).
Doch die Automatik verrichtet verlässlich ihren Dienst, und der LCD-Monitor lässt aussagekräftige Bildkontrollen zu, um gegebenenfalls den Weissabgleich manuell zu richten.

In der Summe

Weitgehend selbsterklärende und passend angeordnete Bedienelemente machen die Bedienung leicht.
Weitgehend selbsterklärende und passend angeordnete Bedienelemente machen die Bedienung leicht.
Wahnsinniges Zoom, gute Optik, tolle Bilder, einfaches Handling, die Panasonic DMC-FZ1E zeigt deutlich, dass nicht allein die Pixelzahl über die Qualität entscheidet.

Ansprechend auch die Vielzahl der Funktionen, wobei sich der ambitionierte Fotograf mehr manuelle Eingriffsmöglichkeiten und eine verbesserte Videofunktion wünscht (mehr als 15 Bilder/s, Zoom und Schärferegelung).

Es ist die Summe der erwähnten Punkte, welche der Panasonic einen guten Platz in der Digitalkamera-Riege verspricht.
STECKBRIEF
Preis:
899.-
Profil:
Wahnsinniges Zoom, gute Optik, tolle Bilder, einfaches Handling sagen mehr als hohe Pixelwerte.
Pro:
Leica-Objektiv (12fach Zoom),
optischer Bildstabilisator,
Bildqualität,
Bedienung
Contra:
Videofunktion (15 Bilder pro Sekunde; kein Zoom; keine Schärferegelung)
Ausstattung:
optischer Bildstabilisator
optisches 12fach Zoom
Videofunktion (Länge durch Speicherkarte begrenzt)
Serienbildfunktion
Belichtungsreihe
diverse Bildeditierfunktionen
Bildeditiersoftware mitgeliefert
Technische Daten:
2 Megapixel effektive Auflösung
Brennweite 4.6 - 55.2 mm (35 - 420 mm KB)
Lichtstärke F2.8
114 x 71 x 84 mm (ohne vorstehende Teile)
ca. 350 g (betriebsbereit)
Wettbewerb