19. Juni 2018 | seit 1999
TESTBERICHT
ARTIKEL
Publikationsdatum
26. November 2007
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Wer kennt die edlen weissen Dinger des IT-Giganten Apple nicht.: Weisse Kopfhörer, verschiedene Speicherkapazitäten und ein elegante Designs sind Lifestyle pur.

Im Jahre 2001 stellte Apple den ersten iPod vor. Seitdem ist der Siegeszug perfekt. Der iPod ist der weltweit erfolgreichste Portable-Media-Player und somit der meistverkaufte tragbare Musikplayer.

Inzwischen vollzog man einen Designwechsel, Weiss ist out, Schwarz ist in. Apple lancierte nun im Herbst 2007 den iPod touch - wir untersuchten, ob das "Apfelmärchen" seine Fortsetzung findet.


Erstaunen - nicht nur beim Gerät

Da liegt sie also, die edle gerade mal 13 Zentimeter kleine Verpackung. Wie ein Schatulle für ein edles Schmuckstück. Darin verbirgt sich auf kleinstem Raum ein technisch und optisch raffiniertes Stück Technik. iPod touch taufte Apple sein jüngstes Kind in der Multimediaplayer Familie.

Nur schon der Anblick in der Schachtel und die ersten Gehversuche lassen nur einen Eindruck zu: Wow!

Leider kommt man hier auch an harten Realitäten nicht vorbei: Die feine Schachtel und ihr edler Inhalt hinterlassen ihre Spuren im Budget, so kostet die 8 Gigabyte-Version 450 Franken. Für die, in unserem Test verwendete 16 Gigabyte-Version, muss man gar 650 Franken aufwerfen. Ein teures Gadget, ob es seinen den Preis auch rechtfertigt?

iPod goes Word Wide Web

Neben den altbekannten Funktion, wie Musik hören und Fotos und Videos anschauen entdeckt man beim neusten Apple Produkt noch mehr. Das Gerät verfügt über eine Wi-Fi (802.11b/g) Antenne, welche es erlaubt, in einem beliebigen Wireless den iPod mittels Internet in die grosse, weite Welt zu verbinden.

So kann man mittels Safari auf jede normale HTML Seite zugreifen. Probleme macht das Gerät bei Websites, die noch mit Applets arbeiten oder JavaScript extensiv nutzen. Erst etwas gewöhnungsbedürftig ist das Eingeben der Buchstaben mittels Touchscreentastatur, da die Displaygrösse - obwohl grösser als bei den meisten Multimediaplayern - immer noch recht klein ist.

YouTube und iTunes Musikstore im Taschenformat

Genial hingegen ist der integrierte YouTube Player. Mit diesem lassen sich die häufigst angesehenen Videos abspielen oder man sucht selber nach bestimmten Themen auf dem riesigen YouTube Netzwerk. So hat man YouTube immer dabei.

Mit dem iTunes Wi-Fi Music Store müssen Musikhungrige nicht warten bis sie zu Hause sind, um sich einen neuen Song herunter zu laden; per Fingertipp kauft man den Song und kopiert ihn direkt auf seinen iPod. Das einzige was gebraucht wird, ist ein Wi-Fi Netzwerk.

Der Bruder des iPhone

Schaut man etwas präziser hin, merkt man, dass man eigentlich ein iPhone ohne Kamera und Telefon in den Händen hält. Einige Applikationen für den E-Mailverkehr, sowie Adressverwaltungen sind zwar weggelassen worden, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Entwickler (oder die Hacker) die Software für beide Produkte freigeben.

Das iPhone gibts aber nur in der 8 Gigabyte-Version, wähend beim iPod Touch gleich von anfang ein 16 Gigabyte-Version angeboten wird.

Gestochen scharfes 3.5 Zoll Display

Der neue iPod touch hats wirklich in sich. Nach dem Aufstarten werden sämtliche Funktionen per Touchscreen aufgerufen. Sei es die Anwahl von Musik, das Betrachten von Fotos oder Videos oder das Surfen im Internet, alles wird mittels Fingerkuppe auf der glatten Oberfläche des Geräts erledigt. Das 3.5 Zoll Multitouch Display, welches mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixel arbeitet, ist sehr präzis, farbecht und gestochen scharf. Die Wiedergabe von Diashows und Filmen wird so zur reiner Freude.

technische Finessen

Wie auch beim iPhone besitzt das iPod touch eine neue revolutionäre Oberfläche, bei der Bilder nicht nur angeklickt, sondern auch verschoben werden können. Weiter bietet er neu einen Sensor für das Umgebungslicht, der automatisch die Helligkeit des Displays an die Lichtverhältnisse anpasst und so neben mehr Sehkomfort vor allem für einen schonenderen Umgang mit den Batterien sorgt.

Das Betriebssystem spart nicht mit Effekten. Selbst das Auswählen der Musikdateien wurde animiert. Mit Cover Flow kann man auf dem iPod touch visuell durch die Musiktitel blättern, um so schnell das gesuchte Album zu finden oder sich zu inspirieren. Anschliessend reicht ein Fingertipp auf das Coverbild, um es umzudrehen und eine Liste der Album-Songs anzuzeigen. Ein weiterer Fingertipp und die Wiedergabe des entsprechenden Songs beginnt.

Das höchste aller Gefühle ist dabei natürlich der Beschleunigungsmesser, der erkennt, wenn der iPod Touch vom Hoch- ins Querformat wechselt und passt die Inhalte auf dem Display automatisch an der Ausrichtung des Gerätes an. So sieht man eine Website auch auf der gesamten Breite des Displays.

Audio und Videoqualität

Wie schon bei den Vorgängermodellen ist die Audioqualität, vor allem über die mitgelieferten weissen, Standart-Ohrhörer zwar nicht übel, aber auch nicht überragend. Im Vergleich zu anderen Multi-Media-Playern sind aber vor allem beim Anschluss an die Stereoanlage im Bassbereich noch einige Verbesserungen machbar.

Wenn man Podcasts aus dem Internet lädt (zum Beispiel von SFDRS) ist man erstaunt, dass die Qualität der Videos für das gute Display einfach zu schlecht ist. Filmtrailer hingegen sind gestochen scharf und schön anzuschauen.

Fazit

Ein grosses Display und viele nützliche Funktionen machen den iPod touch zum genialen kleinen Begleiter. Auch die Akkudauer war während der ganzen Testzeit nie ein Problem und liegt etwa bei den Apple Angaben von 22 Stunden bei Musik und 5 Stunden bei Videos.

Zwar ist die Ausgabequalität über die Line-Out Schnittstelle nicht überragend, aber man führe sich vor Augen, dass wir hier letzten Endes einen portablen Multimediaplayer in den Händen halten, der vor allem mit komprimierten Formaten gefüttert wird. Nach wie vor vermisst man die Unterstützung freier Codecs wie dem unkomprimierten FLAC. Den iPod touch gibt es vorläufig als 8 bzw. 16 Gigabyte Varianten, für grössere Sammlungen ist dies noch zuwenig.

Die Qualiät des Display ist überragend - so machen Videos Spass. Im ausgeschaltetem Zustand entdeckt man aber realtativ schnell die unappetitlichen Rückstände der Fingerbedienung auf dem Touchscreen, mit einem Mikrofasertuch ist aber auch dieses kleine Problem schnell behoben. Der iPod touch vermittelt einen hohen Spassfaktor und setzt nicht nur mit der Integration von WLAN und Internet neue Standards bei den Multimediaplayern. Dem unbeschwerten Genuss steht höchsten noch der satte Preis im Wege.

STECKBRIEF
Modell:
iPod touch 16 GB
Profil:
Ein groses Display und viele nützliche Funktionen machen den iPod touch zum genialen kleinen Begleiter.
Pro:
Display Qualität;Touchscreen;WLAN
Contra:
relativ hoher Preis;Empfindlich auf Fingerspuren
Preis:
649.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2007
Vertrieb:
Masse:
110 x 61,8 x 8 mm
Gewicht:
0.12 kg
Farbe:
schwarz
Analog Input:
nein
Analog Output:
Mini-Klinke
Audioformate:
AAC, MP3, Apple Lossless, AIFF, WAV
Digital Input:
nein
Digital Output:
nein
Fotoformate:
JPEG, BMP, GIF, TIFF, PSD (nur Mac) und PNG
Frequenzgang:
20Hz - 20kHz ± 3dB
LCD Monitor:
3,5" Moultitouch, 480 x 320 Pixeln mit 163 ppi
Speichermedien:
16 GB Flashspeicher
Videoformate:
H.264, MPEG-4
Modell:
iPod touch 8 GB
Preis:
469.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2007
Vertrieb:
Masse:
110 x 61,8 x 8 mm
Gewicht:
0.12 kg
Farbe:
schwarz
Analog Input:
nein
Analog Output:
Mini-Klinke
Audioformate:
AAC, MP3, Apple Lossless, AIFF, WAV
Digital Input:
nein
Digital Output:
nein
Fotoformate:
JPEG, BMP, GIF, TIFF, PSD (nur Mac) und PNG
Frequenzgang:
20Hz - 20kHz ± 3dB
LCD Monitor:
3,5" Moultitouch, 480 x 320 Pixeln mit 163 ppi
Speichermedien:
8GB Flashspeicher
Videoformate:
H.264, MPEG-4