TESTBERICHT
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Publikationsdatum
17. Mai 2010
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Es war die Übergangszeit von analog zu digital. JB (John Bowers) und seine Ingenieure hatten schon seit einigen Jahren mit Decca und EMI an der 801 gearbeitet und hatten Zugang zu den Entwicklungslabors der beiden Firmen, die an ihren eigenen digitalen Aufnahmesystemen arbeiteten. Was man da zu hören bekam, hat wenig mit dem zu tun, was wir später auf den Silberlingen von Philips und Sony serviert kriegten. Mein Glaube an Digital, in der Form wie ich es damals hörte, bewegte mich dazu, unser Labor mit der Entwicklung einer Serie von günstigen und konkurrenzfähigen Monitoren zu beauftragen. Ich machte mich sehr unbeliebt, da zum ersten Mal in der Geschichte von B&W das Motto "best mögliche Qualität für wenig Geld" ausschlaggebend war. Aus dem Projekt heraus entstand die erste "Listen an you'll see"-Serie DM 110, 220 und 330 - ein Riesenerfolg. Wir schifften die neuen Modelle containerweise in die ganze Welt - bis nach Japan! So gingen wir von roten Zahlen in den schwarzen Bereich. Mit den Gewinnen kauften wir uns ein Gebäude vom Tonarmhersteller SME in Steyning, dass ich „The University of Sound“ taufte – ein voll ausgestattetes Labor mit schalltotem Raum und mit all den letzten technischen Spielzeugen für Ingenieure.

 

Mit dem feinsten Gentleman, den ich in meinem Leben treffen durfte: John Bowers. Mit Peter Lloyd Hayward, Mitbegründer von B&W, bei dem ich in die Welt der Recording Studios eintauchen durfte. Mit Joe Atkins, der heutige Besitzer von B&W, der Mitte der 80er Jahre den nordamerikanischen Vertrieb leitete. Knappe drei Jahre nach JB's Tod integrierten wir den amerikanischen und kanadischen Vertrieb in B&W International, der Start der heutigen B&W Group. Dann mit Laurence Dickie, den wir vor 30 Jahren als Elektronik_ingenieur für die John Bowers Active 1 einstellten. Er ist der von mir am meisten geschätzte Ingenieur und Freund der Familie, mit dem ich auch heute noch am liebsten arbeite - ein unkompliziertes Genie.

Übertragung von 3D nur mit HDMI 1.4

Weil die Übertragung von 3D-Material mehr Daten benötigt, wurde ein neuer Standard nötig. HDMI 1.4 kann aber noch mehr als eine grössere Datenmenge transportieren. Zum Beispiel wird ein Rückkanal eingeführt. Der ARC (Audio Return Channel) macht es zum Beispiel möglich, über das HDMI-Kabel ein Bitstream oder PCM-Stereossignal zum AV-Receiver zu schicken - über das selbe Kabel, welches normalerweise die Bild- und Tondaten des Blu-ray-Player über den Receiver auf den Flachbildschirm überträgt. Nützlich wird dies Funktion dann, wenn der Flachbildschirm einen integrierten DVB-C oder DVB-S-Tuner besitzt. Das interne Tonsignal des Tuners kann so ohne weitere Kabel zum Receiver gebracht werden. Das funktioniert sowohl im Stereo- wie auch im Dolby Digital-Betrieb. HD-Audio-Formate (Dolby Digital Plus, True HD und DTS-HD) lassen sich über den ARC aber (noch) nicht transportieren. Ein solches HD-Ton-Signal würde zu einem normalen Dolby Digital-Signal gewandelt werden.

Ein weiteres Problem ist im Moment aber die Verbreitung des 1.4-Standards. Will man den ARC nutzen, so müssen nicht nur der Receiver und das Kabel, sondern auch der TV über einen HDMI 1.4-Anschluss verfügen. TV's mit HDMI 1.4 Schnittstelle sind im Moment aber erst am Aufkommen.

Weiter enthält die HDMI 1.4 Spezifikation einen integrierten Netzwerkkanal. So wird es in Zukunft möglich, nur das erste Gerät (zum Beispiel den Blu-ray Player) ans Netzwerk anzuschliessen und weitere Komponenten über die HDMI-Kabel mit dem World Wide Web zu verbinden.

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