24. Juli 2019 | seit 1999
TESTBERICHT
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Gewohnt edel - gewohnt minimalistisch

Wehmutstropfe - die Fernbedienung ist nicht gerade gut gelungen.

Die Verarbeitung des TX-SR508 ist, wie von Onkyo nicht anders gewohnt, beinahe perfekt. Gebürstete Aluminiumfront und hochwertige Stecker machen einen sehr guten Eindruck. Auch das Gewicht von fast zehn Kilo hinterlässt den Eindruck eines massiven und gut verarbeiteten Receivers. Etwas beunruhigend dagegen ist die Wärme- entwicklung des Onkyo TX-SR508. Nach nur kurzer Betriebszeit wird die Geräteoberfläche richtig heiss. Hinweise das Herstellers geben zwar an, dass das normal sei - da ich dieser Sache nicht zu hundert Prozent traue, würde ich den Receiver eher freistehend betreiben.

So wie das Gerät wie gewohnt gut verarbeitet, ist die Fernbedienung gewohnt minimalistisch. Die Plastik-Fernbedienung - bereits bekannt von früheren Modellen - liegt wegen ihrer Bauform, hinten dick und vorne schmal, etwas umständlich in der Hand. Ausserdem sind die Tasten eher klein geraten und liegen ziemlich nah beieinander. Da die Fernbedienung viele Funktionen besitzt, wäre auch eine Beleuchtung durchaus brauchbar. Bei einen 600-Franken-Receiver kann man aber eigentlich nicht reklamieren. Da die anderen Spezifikationen aber weit über den Erwartungen für einen 600-Franken-Receiver liegen, keimte die Hoffnung für eine bessere Fernbedienung.

HDMI Thru und Audyssey

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Einmal in Betrieb brilliert der TX-SR508 aber wieder in vollen Zügen. Die Einmessung der Lautsprecher funktioniert vollautomatisch mittels Audyssey-Einmess-Modus. Einfach das mitgelieferte Einmessmikrofon einstecken und die Anweisungen am Bildschirm befolgen, bis alle Lautsprecher im Raum ideal eingestellt sind.

Mit 130 Watt pro Kanal ist der Mittelklasse Receiver eher etwas an der unteren Leistungsgrenze. Dennoch reicht die Power aus, um gut zu sounden. Ob bei den neuen HD-Tonformaten DTS-HD oder Dolby True HD, oder aber bei gewöhnlichen Dolby Digital Signal, der TX-SR508 beweist klangliche Feinheit und bleibt dabei ausgewogen und natürlich.

Wem die Standards nicht genug sind, kann selber an seinen Klangeinstellungen basteln. Über den 32-Bit DSP-Chip lässt sich von Höhenanhebung bis Doppelbass fast alles einstellen.

Für Gamer programmierte Onkyo eigens vier feste DSP-Modi. Der Spieler kann zwischen Rock, Sport, Action oder Rollenspiel wählen und geniesst so den perfekten Sound zu seinem Spiel. Wirklich erstaunlich, was die verschiedenen Einstellungen für Unterschiede aus einem Spiel herausheben können.

Die Umschaltung von Bildquellen geht sehr flott voran und die Qualität erleidet keine Einbussen. Sehr gut empfunden habe ich auch die HDMI Thru Funktion. Ist der Receiver im Standby-Betrieb, können HDMI-Quellen, die an das Gerät angeschlossen sind, trotzdem mit dem TV und den internen Lautsprechern verwendet werden. Will man also nur schnell die Tagesschau über seine Settop-Box schauen, braucht man nicht gleich die ganze Anlage in Betrieb zu nehmen.

Auch der UKW/MW Tuner mit 40 Senderspeichern ist noch nicht aus den Onkyo-Receivern verschwunden.

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