22. Oktober 2018 | seit 1999
TESTBERICHT
ARTIKEL
Publikationsdatum
24. März 2003
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter
Breitbilder, wie sie die DVD für die Filmwiedergabe verlangt, können praktisch alle Projektoren wiedergeben. Die meisten sind jedoch mit einem 4:3-Panel ausgestattet und erzeugen das Kinoformat, indem sie ein Letterbox-Bild erzeugen und dieses aufblasen.

Dadurch geht Auflösung verloren, denn es werden nicht alle Pixel für die Bilddarstellung verwendet. Oben und unten bleibt jeweils ein Streifen ungenutzt.

Nicht so beim PLV-Z1 von Sanyo. Dieser LCD-Projektor verfügt über ein 16:9-Panel, so dass die Bilder mit der gesamten Auflösung projiziert werden können.

Und das sind stolze 964 x 544 Pixel. Damit lassen sich 16:9-PAL-Bilder nahezu in der vollen Auflösung (1024 x 576 Pixel) darstellen.

Multimedia-Projektor

Mit Computre- und Komponenten-Anschluss für Multimedia bestens gerüstet.
Mit Computre- und Komponenten-Anschluss für Multimedia bestens gerüstet.
Der PLV-Z1 verarbeitet die Fernsehnormen PAL, SECAM, NTSC und NTSC 4.43. Über den Komponenten-Eingang nimmt er Signale von der DVD (oder von HDTV) mit Zeilensprung oder in progressive Scan entgegen für die Formate 480i/480 p bis 1080i.

Selbstverständlich stehen auch ein Komposit- und ein S-Video-Eingang zur Verfügung. Hier werden DVD-Spieler und/oder Videorecorder angeschlossen.

Zudem projiziert der Sanyo Computerbilder (PC und Mac), und zwar bis zu einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten (SXGA). Diese werden auf die 964 x 544 Pixel des Panels umgerechnet. Mit Multiscan stellt er sich auf die jeweils anliegende Bildfrequenz ein. Der PLV-Z1 ist so ein veritabler Multimedia-Projektor.

Kompaktes Design-Modell

Den Vorteil der LCD- (und DLP-)Projektoren spielt der PLV-Z1 souverän aus: Er ist sehr mobil. Mit 3,4 kg ist er äusserst leicht und dank einer Grundfläche von nur 33 x 25 cm findet er überall Platz.

Dabei ist die Installation ein Kinderspiel. Aufstellen und einschalten – und schon zeigt er ein blaues Hintergrundbild. Noch während der kurzen Aufwärmphase kann er auf die Leinwand ausgerichtet werden. Zwei per Hebel schnell ausklappbare Füsse erlauben die Höhenverstellung, der Zoomhebel die Grössenanpassung. Dank der eingeblendeten Uhr ist auch das Scharfstellen bereits während der Aufwärmphase möglich.

Nach dem Gebrauch ist der Projektor ebenso schnell wieder versorgt, und er benötigt im Kasten nur wenig Platz. Zu Hause trägt so das Heimkino tagsüber nicht auf.

Der Projektor eignet sich aber ebenso für Einsätze an wechselnden Orten, wo er stets gern gesehener Gast ist, denn an äusseren Werten zeigt er ein elegant geschwungenes Gehäuse in edlen Silbertönen.

Anpassungsfähig

Die beiden Räder neben dem Objektiv verschieben dieses horizontal und vertikal.
Die beiden Räder neben dem Objektiv verschieben dieses horizontal und vertikal.
Gerade beim mobilen Einsatz überzeugen die Einstellmöglichkeiten für eine optimale Projektion; sie helfen aber auch beim Justieren in einer Festinstallation.

So lässt sich das Bild für die Decken- oder die Rückprojektion umkehren. Trapezverzerrungen werden mit der Keystone-Korrektur ausgeglichen.

Bevor diese jedoch zum Zug kommen muss, kann die Projektion in einem grossen Bereich durch die Verschiebung des Objektivs selber auf die Bildfläche ausgerichtet werden. Dies erfolgt einfach mit zwei Drehrädern auf der Frontseite. So bleibt das Bild in seiner vollen Qualität erhalten.

Eingebaut ist ein kurzes Zoomobjektiv. Es erlaubt beispielsweise die Projektion auf einen 100 Zoll-Bildschirm im Abstand zwischen 3,0 m und 3,6 m. Bei Abständen zwischen 1,1 m und 6,0 m sind Bilder von 30 Zoll bis 200 Zoll (5 m) realisierbar.

Durchdachte Bedienung

So einfach, wie die Fernbedienung aussieht, ist auch die Bedienung des Projektors.
So einfach, wie die Fernbedienung aussieht, ist auch die Bedienung des Projektors.
Nach der einfachen Installation werden die Grundeinstellungen per Menu vorgenommen. Dieses ist visuell so aufgebaut, dass es jederzeit einen Überblick über die Optionen gewährt. Etwas Aufmerksamkeit erfordert die Anwahl der Parameter, da diese manchmal mit einer Pfeiltaste und manchmal mit der Select-Taste erfolgt.

Vielfältig sind die Bildeinstellungen. Hier wird nicht nur das Format gewählt, sondern auch eine der vier Bildeinstellungen benutzerdefiniert. Die Anpassungen von Kontrast, Helligkeit, Farbtemperatur usw. können im Bild direkt mitverfolgt werden.

Zusammen mit den beiden vordefinierten Einstellungen Standard und Kino stehen im Betrieb sechs Bildqualitäten zum Abruf per Fernbedienung bereit.

Die Fernbedienung ist ergonomisch gestaltet und sehr handlich. Ein Teil der Tasten kann per Knopfdruck beleuchtet werden, der andere Teil leuchtet im Dunkeln nach, so dass eine Bedienung auch im spannendsten Moment sicher von der Hand geht.

Heimkinotauglich

Zur Bedienung des Menus stehen auch auf der Geräteoberseite Tasten zur Verfügung. Dort befinden sich auch die Anzeigen für den B
Zur Bedienung des Menus stehen auch auf der Geräteoberseite Tasten zur Verfügung. Dort befinden sich auch die Anzeigen für den B
Der PLV-Z1 kennt zwei Betriebsmodi, einen helleren für „normalen“ Fernsehbetrieb und den Kinomodus. Letzterer arbeitet mit weniger Licht, bietet dafür aber ein kräftigeres Schwarz und einen leiseren Lüfter.

Beim Normalbetrieb und vor allem beim Kinomodus im gut abgedunkelten Raum überzeugt die Schwarzdarstellung des PLV-Z1. Sie verleiht dem Bild einen prägnanten Eindruck, der durch das leuchtende Weiss verstärkt wird. Zwischen diesen beiden Extremen sind die Graustufen fein säuberlich voneinander unterschieden.

Die Auflösug des LCD-Projektors übersteigt locker die 500 Linien-Marke. Feine Details wie Haare oder Bartstoppeln werden präzis wiedergegeben, bei grossen Kontrastsprüngen allerdings manchmal etwas zu präzis, ist doch eine leichte Überhöhung der Kanten festzustellen.

In den hellen Partien wirkt das Bild brillant. Die Farben sind angenehm warm und kräftig. Ihre Ränder verlaufen ruhig. Bei Naturaufnahmen überzeugt der Sanyo mit einem makellosen Blau des Himmels, fein abgestuften Grüntönen der Vegetation aber auch nuanciertem Weiss in einer Schnee- und Eislandschaft.

Fazit

Der PLV-Z1 von Sanyo ist ein Einsteigermodell in die Welt des Heimkinos mit überzeugenden Qualitäten. Seine einfache Handhabung bei der Installation und die problemlose Bedienung eröffnen den schnellen Zugang zum Filmvergnügen. Das ruhige, ausgewogene Bild im 16:9-Format mit warmen, satten Farben lassen jeden Film zum Genuss werden.
STECKBRIEF
Modell:
PLV-Z1
Profil:
Eleganter, voll heimkinotauglicher 16:9-LCD-Projektor zu einem günstigen Preis, der sich dank einfacher Installation auch für den mobilen Einsatz bestens eignet.
Pro:
16:9-Panel;Objektivverschiebung;Koponenten-Eingang;Preis
Contra:
Restlicht aus dem Lüfter
Preis:
3,690.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2002
Vertrieb:
Masse:
333 x 109 x 247 mm mm
Gewicht:
3,4 kg kg
Bildformate:
S-XGA, XGA, S-VGA, VGA, Mac, 480i, 480p, 575i, 575p, 720p, 1035i, 1080i
Bildfrequenz:
H sync 15 - 80 kHz, V sync 50 - 100 Hz
Bildmasse:
30
Helligkeit:
700 ANSI Lumen
Interface:
VGA (15pin D-Sub)
Kontrast:
800:1
Lampe:
130 W
Lautstärke:
30 dB
Objektiv:
F2,03 - 2,34, f = 1,2 - 25,4 mm
Pixel:
964 x 544
Projektion:
3 x 0,7 Zoll TFT
Projektionsdistanz:
1,1 - 6.0 m
Videoformate:
PAL, SECAM, NTSC, NTSC 4,43, PAL-M/N
Video Input:
Video, S-Video, Komponenten
Wettbewerb