TESTBERICHT
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Der HD 4.50 BTNC ist ein Qualitätsprodukt aus dem Hause Sennheiser, das klanglich mehr hergibt, als sein Preis es erwarten lässt. Er huldigt weder einem betont brillanten Klangbild, noch dem heute trendigen Bass-Donnerwetter, sondern gefällt mit seinem überaus sympathischen, angenehmen Klang mit geradezu charmant-brillanten Höhen.

Das hier integrierte NoiseGard arbeitet wirklich gut, zeigt aber keine absoluten Spitzenleistungen. Die Sennheiser-App Captune bringt diverse Features, unter anderem einen sehr brauchbaren Equalizer, mit dem man praktisch jedes Klangbild, von dunkel-bassfreudig bis hell-aggressiv einstellen kann. Zudem ermöglicht diese App den direkten Zugriff auf Tidal.

Wer auch kabellos auf hohe Klangqualität setzt, sollte bei der Wahl des Players darauf achten, dass dieser ebenfalls über das aptX verfügt.

Wie es sich für einen Reisekopfhörer gehört, lässt er sich dank raffinierter Gelenke zusammenfalten, so dass er in der kompakten Reisetasche Platz findet.Wie es sich für einen Reisekopfhörer gehört, lässt er sich dank raffinierter Gelenke zusammenfalten, so dass er in der kompakten Reisetasche Platz findet.

Nun wird das Kabel entfernt und der Hörer darf sich an diversen Playern via Bluetooth bewähren. Auch beim HD 4.50 BTNC, der ja mit dem klangverbessernden aptX ausgestattet ist, stellt sich die Frage: Hört man es auch tatsächlich, ob der Zuspieler via Bluetooth über aptX verfügt, oder ist dieser Codec ein simpler Werbegag?

Zum Einsatz kommen nun folgende Zuspielgeräte: iPhone (ohne aptX), Sony NW-A35 (ohne aptX) und den Pioneer XDP-300R mit aptX. Die Wiedergabe über den Pioneer XDP-300R zeigt eine ganz klar bessere Feinzeichnung. Da sind bei Streichern bogentechnische Feinheiten zu hören, die über das iPhone und den Sony NW-A35 glatt verschwiegen werden. Dasselbe Lied bei Stimmen, Blas- und perkussiven Instrumenten, die ohne aptX geradezu stumpf wirken. Es ergeben sich hier Klangunterschiede wie zwischen einer mässig guten MP3- und einer guten CD-Wiedergabe.

Kabel nicht wegwerfen!

Doch für eine verlustlose Wiedergabe von High-Resolution-Aufnahmen reicht auch ein aptX nicht aus. Und Joshua Bells eine Million Dollar teure Stradivari klingt via Kabel ganz klar besser als über Bluetooth mit aptX. Das Kabel ist also für anspruchsvolle Hörer noch lange nicht out und sollte nicht im Müll landen.

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