TESTBERICHT
Actionkamera GoPro Hero3 Black EditionActionkamera GoPro Hero3 Black Edition

Es war sensationell: Vor Jahrzehnten wagte sich ein Schifahrer (war es Bernhard Russi?) mit einer grossen Fernsehkamera das Lauberhorn hinunter, damit die Sofahocker zuhause sehen konnten, wie das Rennen aus der Schirennfahrerperspektive etwa aussieht.

Seither haben wir uns daran gewöhnt, dass wir Actionsport live miterleben können, dass wir - dank Actioncameras - selbst im Cockpit eines Boliden mitfahren oder eben eine Abfahrt runterbrettern können.

Die ersten Consumer Actionkameras waren entweder unerschwinglich oder qualitativ uninteressant. Doch innert ein paar Jahren haben sie sich gemausert. Qualität ist zwar immer noch nicht billig, aber erschwinglich geworden. Die Hero3 Black Edition von GoPro gilt momentan als das Nonplusultra dieser Sparte.

Ausstattung

Die Hero3 Black Edition ist die weltweit erste Actionkamera mit einer möglichen Auflösung von 4k, also viermal mehr Pixel als Full HD, allerdings "nur" mit 12 fps (=Bilder pro Sekunde). Da jedoch momentan Fernseher mit dieser Auflösung noch nicht zum Alltag gehören, konnte ich diese Auflösung nicht überprüfen und musste mich mit den Full HD Auflösungen zufrieden geben.

Die am weitesten verbreitete ist 1080p, das in PAL mit 50 und 25 fps angeboten wird sowie Film Mode 48 und 24p. Im weiteren kann man in 1080p auch zwischen drei Blickwinkeln wählen: Ultra wide, Medium und Narrow  (siehe Bildausschnittvergleiche weiter unten).

Die Black Edition kommt mit diversem ZubehörDie Black Edition kommt mit diversem Zubehör

Die Black Edition wird mit einem bis zu 60 m wasserdichten Kameragehäuse, einer wasserdichten Wi-Fi Fernbedienung und diversen Adaptern und Halterungen sowie USB-Kabel (zum Aufladen der Akkus in der Kamera und in der Fernbedienung sowie zum Überspielen des Karteninhalts auf einen Rechner) geliefert.

Was man vor einer Inbetriebnahme zusätzlich anschaffen muss, ist eine Micro SD Speicherkarte, wobei SDXC-Kärtchen bis zu 64 GB möglich sind. Die Hero3 kommt ohne irgendwelchen (internen) Speicher.

Ausbau und Zubehör

Zusätzlich zum beiliegenden Zubehör gibt es eine grosse Zahl von weiteren Halterungen und Erweiterungen.

Die Idee, dass man nur die Halterungen und Zubehörteile kaufen muss, die man für die eigenen Bedürfnisse wirklich benötigt, ist gut, aber nicht konsequent durchgezogen, gibt es z.B. die Black Edition nicht ohne die Wi-Fi-Fernbedienung, die nicht zwingend benötigt wird.

Für meine Zwecke benötigte ich u.a. den Stativadapter, den ich nachbestellen musste. Und auch das MicroHDMI-Kabel fehlte in meinem Sortiment.

Erste Eindrücke

Sie sieht zwar recht attraktiv aus, die Originalverpackung, doch muss ich meinem Ärger Luft machen: Das Design dieser Verpackung ist alles andere als kundenfreundlich. Die Fernbedienung ist mit Drähten (!) von unten festgezirrt. Diese Drähte konnte ich nur mit einer Zange aufdrehen, und sogar dann bestand eine gewisse Verletzungsgefahr.

Als ich die Fernbedienung endlich von der Verpackung gelöst und die Drähte noch durch die Halterungsschlitze gezerrt hatte, musste ich feststellen, dass die Bodenplatte der schmucken Aufbewahrungsbox noch zusätzlich (und absolut unnötigerweise) auf der Verpackungsschachtel aufgeklebt ist. Kabelbinder wären hier die elegante und einfache Lösung!

Schmuckes Design, aber unnötig unpraktischSchmuckes Design, aber unnötig unpraktisch

Als ich alle Kamera- und Zubehörteile vor mir ausgebreitet hatte, musste ich feststellen, dass nicht einmal eine gedruckte Schnellanleitung beigepackt ist. Auf dem unteren Verpackungsteil sind in Englisch ein paar technische Daten aufgedruckt, die jedoch nicht wirklich hilfreich sind. Einzig ein kleiner schwarzen Halbkarton fordert in mehreren Sprachen zum Download des Manuals von der GoPro Website auf.

Ich finde, bei einem Gerät dieser Preisklasse dürfte man mehr erwarten.

Bedienung

Eigentlich stehen zur Bedienung nur zwei Taster zur Verfügung (der dritte  (de-)aktiviert die Wi-Fi Verbindung). Auf der Frontseite befindet sich der Hauptschalter, der zusätzlich als Modusstepper dient, auf der Oberseite der Auslöser, der zusätzlich die Menuauswahl ermöglicht. Somit ist die Grundbedienung der Hero3 relativ einfach.

Will man jedoch die vielen Möglichkeiten der Kamera voll ausschöpfen, resp. schnell mal eine Einstellung ändern, wird es etwas komplexer. Das monochrome LCD-Display auf der Frontseite ist gerade mal 16 x 14 mm klein, gewisse Informationen darauf entsprechend mini und je nach Lichtverhältnis recht schwierig zu entziffern. Erst nach einigem Einarbeiten kann man erahnen, wo sich was befindet.

Ideal wäre, wenn man gewisse wiederkehrende Einstellungen z.B. als Favoriten abspeichern könnte und somit einen direkten, schnelleren Zugang dazu hätte.

Verbesserungswürdig finde ich die Konstruktion der Abdeckung der Anschlüsse. Ich wage zu behaupten, dass diese Abdeckung in vielen Fällen innert kürzester Zeit verloren geht. Lösungen zu diesem Problem kann man bei diversen Produkten von Mitbewerbern finden.

Die zwei Anschlussbuchsen (USB2 und MicroHDMI) sowie der Slot für die MicroSD Karte. Die Abdeckung rechts dürfte bald einmal verloren gehen ...Die zwei Anschlussbuchsen (USB2 und MicroHDMI) sowie der Slot für die MicroSD Karte. Die Abdeckung rechts dürfte bald einmal verloren gehen ...

Der mitgelieferte Akku ist zwar nicht völlig leer, muss jedoch bald einmal geladen werden. Da kein Ladegerät mitgeliefert wird, muss dies, sofern man das GoPro Netz- oder KFZ-Ladegerät nicht als Sonderzubehör erworben hat, über einen Rechner mit USB-Anschluss erfolgen. Hier wäre es praktisch, wenn die Hero3 eine zusätzliche Ladebuchse z.B. für Handy-Ladegeräte (in den meisten Fällen ebenfalls 5V) hätte.

Gehäuse

Ohne Schutzgehäuse sieht die Hero3 unspektakulär aus und scheint auch recht verletzlich. Deshalb wird sie wohl kaum je ohne dieses verwendet.

Das Schutzgehäuse befindet sich im Lieferumfang und hat eine auswechselbare Rückwand: eine wasserdichte und eine offene. Verwendet man die wasserdichte - was in den meisten Action-Anwendungen empfehlenswert sein dürfte -, ist auch das eingebaute Mikrofon abgeschottet, das in solchen Momenten ohnehin wohl vorwiegend Windgeräusche aufzeichnen würde. Oft wäre es jedoch wichtig, z.B. beim Bungiesprung die Angst- resp. Begeisterungsschreie zu hören. Will man dies, muss die offene Rückwand verwendet werden.

Das Schutzgehäuse macht einen gut konstruierten, stabilen Eindruck. Allerdings bedingt z.B. das Auswechseln der Rückwand ziemlich viel Kraft, und ich war zu Beginn eher zu vorsichtig. Es scheint jedoch, dass die Polycarbonat-Konstruktion mehr aushält, als man denkt.

Die wasserdichten Tasterverlängerungen sind gut erreichbar, reagieren aber nicht immer auf den ersten DruckversuchDie wasserdichten Tasterverlängerungen sind gut erreichbar, reagieren aber nicht immer auf den ersten Druckversuch

Die Bedienung der Hero3 ist in beiden Gehäusevarianten gewährleistet. Die drei Taster sind gut integriert und gross genug. Ab und zu reagierten sie jedoch nicht auf den ersten Druckversuch, vor allem bei klammen Fingern.

Wichtig ist, dass man vor dem wichtigen Event den Aufnahmebetrieb über die (abschaltbaren) Kontroll-LEDs überprüft, da man durchs wasserdichte Gehäuse (und mit evtl. aufgesetztem Helm) die normalerweise hilfreichen Kontrollpiepser nicht mehr hört.

Wasser

Viele Fujifilm-Fans und Gerüchteköche hatten einen Nachfolger der X-T2 erwartet. Statt einer X-T2s oder X-T3 ist dann die X-H1 gekommen, eine Kombination aus der Mittelformatkamera GFX-50S und der X-T2.

So erinnert die Rückseite der H1 stark an die T2. Nur einige Knöpfe wurden umplatziert. Zum Beispiel die Q-Taste, die jetzt wie bei der 50S in der Daumenauflage sitzt. Die beiden Einstellräder auf der Oberseite stammen ebenfalls von der T2 ab, das zusätzliche Schulterdisplay hingegen von der Mittelformatkamera. Bei einer Grösse von 3,25 cm (1,28 Zoll) lassen sich die wichtigsten Aufnahmeparameter darauf jederzeit gut ablesen.

Das 7,6 cm (3 Zoll) grosse Touch-Display verfügt über 1,04 Millionen Bildpunkte. Es lässt sich nicht nur nach oben und unten kippen, sondern auch seitlich ausschwenken. Dies erleichtert das Fotografieren speziell im Hochformat erheblich.

Youtuber und Selfie-Fans werden jedoch keine Freude daran haben. Der Bildschirm kann nicht vollständig hoch- oder umgeklappt werden. Dafür lässt er sich einfacher und schneller als noch bei der T2 seitlich aufklappen. Hier wurde nachgebessert.

Die beiden mechanischen Wahlräder, komplett aus Aluminium gefertigt, sind doppelstöckig und können mit einem «Lock & Release»-Mechanismus verriegelt werden. Mit ihnen werden Verschlusszeit, ISO-Empfindlichkeit, Belichtungs­messmethode und Aufnahme­betriebsart eingestellt. Das für die Belichtungskorrektur zuständige dritte Drehrad, das an der T2 noch vorhanden war, musste bei der H1 dem Schulterdisplay weichen und wurde durch eine kleine Taste vorne neben dem Auslöser ersetzt.

Die Drehräder sind seitlich geriffelt, die oberen Funktionen sind gut einstellbar. Die unteren Rädchen gehen etwas harziger, und wenn sie sich in ihren Endpositionen nahe am Sucheraufbau befinden, braucht es spitzige Finger, um sie wieder zurückzustellen.

Auf der Vorderseite der X-H1 fällt vor allem der gegenüber einer X-T2 deutlich verlängerte Handgriff auf. Die Kamera lässt sich besser und sicherer halten. Der griffige Fokuswahlschalter befindet sich wie bei der T2 vorne rechts neben dem Bajonett.

An der rechten Kameraseite stehen zwei Karteneinschübe für SD-Speicherkarten bereit. Beide lassen sich mit UHS-II-Karten benutzen und können unterschiedlich konfiguriert werden. Standard ist das Schreiben auf die zweite Karte, wenn die erste voll ist. Zur Sicherheit kann auch auf beiden Karten gespeichert werden, oder auf einer die JPG-Dateien und auf der anderen das RAW-Format.

An der linken Kameraseite befinden sich die Anschlüsse für Mikrofon (3,5 mm), Micro-USB, Fernsteuerung und HDMI, leider nur in Micro-Ausführung. Hier wünschte ich mir die Standardgrösse, vor allem beim Videofilmen für den Anschluss eines Monitors oder eines externen Recorders. Ein Micro-HDMI-Anschluss ist immer eine Fummelei und so gar nicht professionell, finde ich.

Wer mit der H1 filmen möchte, kommt auch kaum um den optionalen Batteriehandgriff VBP-XH1 herum. Zum einen verbessert er per «Boost»-Schalter die Auslösereaktion und die Bildrate bei Serienaufnahmen mit mechanischem Auslöser, zum andern wird bei 4K-Filmaufnahmen die Aufnahmedauer auf rund 30 Minuten verlängert. Und schliesslich gibt es nur an ihm einen Kopfhöreranschluss.

In den Handgriff passen zwei Akkus, so dass insgesamt drei Batterien, inklusive derjenigen in der Kamera, gleichzeitig verwendet werden können. Die Akkuleistung soll damit für bis zu 900 Bilder reichen, nachgezählt habe ich nicht.

Der Batteriegriff ist zudem sehr praxisbezogen konstruiert. So dient er auch als Schnellladegerät für die beiden eingelegten Akkus. Diese lassen sich rasch und bequem herausnehmen, auch wenn sich die Kamera auf einem Stativ befindet.

Der Griff ist ebenfalls staub- und spritzwassergeschützt und bleibt bis zu -10 Grad Celsius einsatzbereit. So ausgerüstet ist die X-H1 auch für Sport- und Action-Fotografen eine seriöse Überlegung wert.

Bildqualität

Bevor man sich ans Videografieren macht, sollte man die Grundeinstellungen in den Systemeinstellungen seinen Bedürfnissen anpassen. Die Standardeinstellungen sind in den meisten Fällen nicht ideal. In Europa sollte PAL die Standardeinstellung sein (obgleich die meisten Fernseher auch NTSC wiedergeben können). 4k - also die vierfache HD Auflösung - ist "nur" mit 15 (NTSC) resp. 12 (PAL) Bildern/Sek. möglich. Und 4K wie auch 2.7k sind noch nicht eben verbreitete Auflösungen. Als nächstes steht 1440p (1920 x 1440) zur Verfügung, ein 4:3 Format. Diese drei Auflösungen nehmen ausschliesslich im Ultra Wide Modus auf (siehe unten).

Die momentane Formatnorm Full HD (1920 x 1080) war denn auch meine erste Wahl, da damit zusätzlich ein Vergleich mit FullHD Camcordern möglich ist. Dies ist auch die beste Auflösung, die (Ultra) Wide, Mittel und Schmal ermöglicht. 1080p kann in vier verschiedenen Bildfrequenzen aufgezeichnet werden: 50, 48, 25 und 24 (PAL).

Für Action empfiehlt sich 50 oder 48, ab Stativ genügen 25 resp. 24 Bilder/Sek.

Die Hero3 verfügt über keinen Zoom (weder optisch noch digital), doch kann man den Bildausschnitt über die Systemeinstellungen verändern: Ultra Wide (die Standardeinstellung) ergibt den bekannten Fish Eye Effekt, ist also eine extreme Weitwinkeleinstellung. Mittel und Schmal grenzen den Blickwinkel ein und mindern somit den Fish Eye Effekt, sollen jedoch laut Hersteller die Bildqualität nicht beeinträchtigen.

Blickwinkelbeispiele

Die drei Bilder, die die drei verschiedenen Blickwinkel der Hero3 im 1080p Mode zeigen, wurden Videoaufzeichnungen entnommen (also nicht im Foto Mode geschossen), die ab Stativ von derselben Stelle aus aufgezeichnet wurden.

Man beachte z.B. die gelbe Parkierverbot Linie, die auch im Schmal-Modus nicht waagrecht dargestellt wird. Und auch die Seiten weisen immer noch Wölbungen auf.

(ultra)wide(ultra)wide
mittelmittel
schmalschmal

Bildqualität 2. Teil

Da man bei Actionfahrten ohnehin nicht genau weiss, was man aufzeichnet, ist Ultra Wide die beste Wahl, der Fischaugeneffekt aber enorm. Doch auch Mittel und Schmal zeichnen keine geraden Linien (ausser im Zentrum).

Und was mir zusätzlich auffiel - vor allem beim Einbauen von Actionfahrten in Camcorder Footage - ist eine nach aussen wachsende Unschärfe. Die fällt auf den ersten Blick zwar nicht auf, da man sich bei bewegten Aufnahmen mehr auf die Mitte konzentriert, doch bei genauerem Hinsehen ist der Qualitätsunterschied zu Markenobjektiven klar erkennbar.

Diese Einschränkungen in Kauf genommen, ist die Bildqualität der Hero3 für die beabsichtigten Einsätze effektiv hervorragend. Auch im 720p Modus, in dem man bis 100 Bilder/Sek. (PAL) aufzeichnen kann, was bei normaler Wiedergabe einer echten 4fach Zeitlupe entspricht, ist das Resultat überzeugend.

Fotoauflösung und Aufnahmemodi

Mit der Hero3 kann man auch Fotos schiessen und zwar mit einer maximalen Auflösung von 12 MP  (nur Weitwinkel). Im 7 MP Modus kann auch Mittel gewählt werden, während 5 MP wieder nur als Weitwinkel zur Verfügung stehen.

Zusätzlich werden interessante Fotomodi angeboten:
Kontinuierliche Aufnahme: 3, 5 oder 10 Bilder/Sek. solange der Auslöser gedrückt wird.
Foto Burst: In verschiedenen Geschwindigkeiten bis zu 30 Bilder/Sek. während 1 bis 3 Sekunden.
Zeitraffer: Automatische Aufnahmen in verschiedenen Zeitabständen (max. 1 Bild pro Minute).

Wi-Fi

Die Black Edition kommt mit einer wasserdichten Wi-Fi Fernbedienung, die bis zu 50  Hero HDCams steuern kann.

Wers nicht wasserdicht benötigt und etwas einfacher wünscht, kann auch die Gratis-App von GoPro downloaden und damit sein Smartphone und/oder Tablet als Wi-Fi Fernbedienung (und mehr) benützen.

Die wasserdichte Wi-Fi Fernbedienung gehört zum Lieferumfang der Black EditionDie wasserdichte Wi-Fi Fernbedienung gehört zum Lieferumfang der Black Edition

Kontrolle, Anschauen und Bearbeiten

Die Hero3 verfügt - wie erwähnt - in ihrer Grundausrüstung über keine Kontrollmöglichkeit; man sieht also nicht, was man aufzeichnet. Als Sonderzubehör ist jedoch das LCD Touch BackPack erhältlich, das wie ein LCD Display bei herkömmlichen Camcordern funktionieren soll, jedoch nicht immer dabei sein muss, z.B. wenn Grösse und Gewicht eine Rolle spielen (stand mir für diesen Test nicht zur Verfügung).

Um seine Meisterwerke auf einem grösseren Bildschirm anschauen zu können, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist wohl, das spezielle MicroHDMI-Kabel (Sonderzubehör) zu verwenden. Dank der clever programmierten Software funktioniert dies einfach und perfekt.

Oder man überspielt die Daten in einen Computer, was via USB-2 zwar eher langsam, aber in diesem Test stets zuverlässig funktionierte. MP4-Dateien sollten in jedem Rechner spielbar sein.

Auch bei der Wiedergabe auf einem Fernseher kommt die Auch bei der Wiedergabe auf einem Fernseher kommt die "Zweiknopfbedienung" zum Zug.

Will man seine Aufnahmen danach noch bearbeiten, benötigt man eine Videosoftware (im Mac z.B. gehört iMovie zur Standardausrüstung). Wer in der Hero3 Protunes aktiviert hat (weniger Kompression, besseres, detaillierteres Bild, natürlichere Farben) muss zwar mit beinahe doppelt so grossen Dateien umgehen (Speicherplatz!), doch sind diese ebenfalls im MP4 Format, und somit sollten bei der Verarbeitung keine Probleme auftreten, was ich im Falle von iMovie bestätigen kann.

Wer mit anspruchsvolleren Programmen (z.B. Final Cut Pro X) arbeitet, kann sich sogar spezielle Plug-ins anschaffen, die die Hero3 Fish Eye Probleme auf einfache Art beheben oder zumindest stark abschwächen, und dank intuitiver Farbkorrektur lassen sich auch die Vorteile von Protunes-Dateien voll ausnützen.

Fazit

Die Hero3 Black Edition ist eine hervorragende Actionkamera und gehört momentan zweifellos zur Topklasse. Trotz minimalen Massen und Gewicht produziert sie hervorragende Bildqualität, die problemlos auch in professionelle Produktionen eingefügt werden können - immer mit der Einschränkung, dass man in den meisten Fällen die Bildsymmetrien nachkorrigieren sollte und gewisse Randunschärfen in Kauf nehmen muss. Um nur für YouTube Filmchen verwendet zu werden, ist sie fast zu schade.

Wie bei jedem Produkt lassen sich diverse Kleinigkeiten (in diesem Fall u.a. die Verpackung und die Anschlussabdeckung) verbessern, doch einige Kundenwünsche und Verbesserungsvorschläge werden bestimmt in die Hero4 einfliessen.

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