TESTBERICHT
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Erste Eindrücke

Sie sieht zwar recht attraktiv aus, die Originalverpackung, doch muss ich meinem Ärger Luft machen: Das Design dieser Verpackung ist alles andere als kundenfreundlich. Die Fernbedienung ist mit Drähten (!) von unten festgezirrt. Diese Drähte konnte ich nur mit einer Zange aufdrehen, und sogar dann bestand eine gewisse Verletzungsgefahr.

Als ich die Fernbedienung endlich von der Verpackung gelöst und die Drähte noch durch die Halterungsschlitze gezerrt hatte, musste ich feststellen, dass die Bodenplatte der schmucken Aufbewahrungsbox noch zusätzlich (und absolut unnötigerweise) auf der Verpackungsschachtel aufgeklebt ist. Kabelbinder wären hier die elegante und einfache Lösung!

Schmuckes Design, aber unnötig unpraktischSchmuckes Design, aber unnötig unpraktisch

Als ich alle Kamera- und Zubehörteile vor mir ausgebreitet hatte, musste ich feststellen, dass nicht einmal eine gedruckte Schnellanleitung beigepackt ist. Auf dem unteren Verpackungsteil sind in Englisch ein paar technische Daten aufgedruckt, die jedoch nicht wirklich hilfreich sind. Einzig ein kleiner schwarzen Halbkarton fordert in mehreren Sprachen zum Download des Manuals von der GoPro Website auf.

Ich finde, bei einem Gerät dieser Preisklasse dürfte man mehr erwarten.

Bedienung

Eigentlich stehen zur Bedienung nur zwei Taster zur Verfügung (der dritte  (de-)aktiviert die Wi-Fi Verbindung). Auf der Frontseite befindet sich der Hauptschalter, der zusätzlich als Modusstepper dient, auf der Oberseite der Auslöser, der zusätzlich die Menuauswahl ermöglicht. Somit ist die Grundbedienung der Hero3 relativ einfach.

Will man jedoch die vielen Möglichkeiten der Kamera voll ausschöpfen, resp. schnell mal eine Einstellung ändern, wird es etwas komplexer. Das monochrome LCD-Display auf der Frontseite ist gerade mal 16 x 14 mm klein, gewisse Informationen darauf entsprechend mini und je nach Lichtverhältnis recht schwierig zu entziffern. Erst nach einigem Einarbeiten kann man erahnen, wo sich was befindet.

Ideal wäre, wenn man gewisse wiederkehrende Einstellungen z.B. als Favoriten abspeichern könnte und somit einen direkten, schnelleren Zugang dazu hätte.

Verbesserungswürdig finde ich die Konstruktion der Abdeckung der Anschlüsse. Ich wage zu behaupten, dass diese Abdeckung in vielen Fällen innert kürzester Zeit verloren geht. Lösungen zu diesem Problem kann man bei diversen Produkten von Mitbewerbern finden.

Die zwei Anschlussbuchsen (USB2 und MicroHDMI) sowie der Slot für die MicroSD Karte. Die Abdeckung rechts dürfte bald einmal verloren gehen ...Die zwei Anschlussbuchsen (USB2 und MicroHDMI) sowie der Slot für die MicroSD Karte. Die Abdeckung rechts dürfte bald einmal verloren gehen ...

Der mitgelieferte Akku ist zwar nicht völlig leer, muss jedoch bald einmal geladen werden. Da kein Ladegerät mitgeliefert wird, muss dies, sofern man das GoPro Netz- oder KFZ-Ladegerät nicht als Sonderzubehör erworben hat, über einen Rechner mit USB-Anschluss erfolgen. Hier wäre es praktisch, wenn die Hero3 eine zusätzliche Ladebuchse z.B. für Handy-Ladegeräte (in den meisten Fällen ebenfalls 5V) hätte.

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