17. Juli 2018 | seit 1999
TESTBERICHT
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Futtermanns „eisenloses“ Erbe

Auf diesem Print mit vergoldeten 70u beidseitig kaschierten Leiterbahnen, verwirklichte Dr. Schwäbe die Idee von Julius Futtermann.

Frage: Weshalb brauchen konventionelle Röhrenverstärker Ausgangsübertrager?

Antwort: Röhren haben die Fähigkeit Signale mit relativ hohen Spannungen aber geringen Strömen zu liefern. Lautsprecher und niederohmige Kopfhörer lieben jedoch Signale mit niedrigen Spannungen, dafür hohen Strömen.

Lösung: Der Ausgangsübertrager – sprich Ausgangs-Transformator -  übernimmt die Aufgabe, das ab Röhre kommende Signal für den Lautsprecher mundgerecht umzuwandeln.

Nachteil: Transformatoren haben einen begrenzten Frequenzgang - sowohl nach oben wie nach unten - und liefern damit Impulsverzerrungen. Böse Zungen behaupten, diese weichmachenden Impulsverzerrungen seien der eigentliche Röhrenklang! Doch schenken wir diesen (eventuell nicht ganz unwahren!) Unkenrufen kein Gehör und fordern die Absetzung des Ausgangsübertragers.

Julius Futtermanns Idee bestand nun darin, dank einer geeigneten Schaltung eine so genannt „eisenlose“ Röhren-Endstufe zu bauen, die ohne Ausgangsübertrager auskommt und taufte sie auf den Namen „OTL“ (OutputTransformerLess). Das Problem besteht nun darin, dass diese Schaltung nur mit entsprechendem Aufwand zu realisieren ist. Weiteres über diese Technik ist in entsprechender Fachliteratur zu erfahren.

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