TESTBERICHT
Gut bedient: Über die vielen Räder, Knöpfe und Funktionstasten lässt sich die neue Olympus E-M1 Mark II schnell und gezielt einstellen. Sofern man die manchmal etwas spezielle Logik intus hat.Gut bedient: Über die vielen Räder, Knöpfe und Funktionstasten lässt sich die neue Olympus E-M1 Mark II schnell und gezielt einstellen. Sofern man die manchmal etwas spezielle Logik intus hat.

OLED-Fernseher galten bisher zu Recht als das Nonplusultra zur Realisierung eines bestmöglichen Heimkino-Erlebnisses. Freilich muss ein TV heutzutage auch sehr viele multimediale Aufgaben übernehmen, die über das reine Fernsehen hinausgehen. Angefangen von der Fotowiedergabe, über Videokonferenzen bis hin zum Gaming – das Anforderungsprofil ist sehr vielfältig.

Als Schwäche von OLED-TVs gilt gerade auch eine gewisse Anfälligkeit für Einbrenneffekte: Lange anhaltende Standbilder mit statischem Inhalt mögen die Bildschirme gar nicht. Die Leuchtkraft der organischen Leuchtdioden nimmt mit zunehmender Lebensdauer nach und nach ab. Dies jedoch in so geringem Ausmass, dass es bei sachgerechter Nutzung über viele Jahre problemlos kompensiert werden kann. Dennoch dürften «Power User», die ihren Fernseher über viele Stunden mit verschiedensten (auch statischen) Inhalten nutzen, froh darüber sein, dass mit der Mini-LED-Technologie nun eine vielversprechende Alternative zu OLED-Displays verfügbar ist.

Mini-LED voll im Trend

Dass Mini-LED zurzeit angesagt ist, zeigt sich auch im Multimedia-Bereich: So ist beispielsweise das neue iPad Pro damit ausgestattet. Freilich mutmassen Insider bereits, dass Apple in den kommenden Jahren auch wieder Modelle mit verbessertem OLED-Bildschirm lancieren könnte. Ein veritabler Wettstreit der Display-Technologien also, der wohl in eine mehr oder weniger friedliche Koexistenz hinauslaufen könnte. Zumal beide über viel Potenzial verfügen.

Mehr als 8000 winzige LEDs beleuchten im 65PML9506 die RGB-Flüssigkristalle von hinten und erzeugen so brillante und differenzierte Bilder.Mehr als 8000 winzige LEDs beleuchten im 65PML9506 die RGB-Flüssigkristalle von hinten und erzeugen so brillante und differenzierte Bilder.

Mini-LED-Displays sind im Grunde genommen Bildschirme mit ganz «normalen» RGB-Flüssigkeitskristallen, also LCDs, die erst mittels einer LED-Hintergrundbeleuchtung farbiges Licht erzeugen. Im Unterschied zu herkömmlichen Modellen sind bei Mini-LED die Lichtdioden vollflächig hinter der gesamten Bildschirmfläche in Clustern angeordnet. Und zwar in 1024 Beleuchtungszonen, die individuell angesteuert werden. Damit wird ein viel differenzierteres «Local Dimming» (lokales Abdunkeln) ermöglicht als bei günstigen LCD-Fernsehern mit «Edge LED-Backlight».

Deren typische Schwächen – mangelhafte Schwarzwiedergabe und geringe Kontrastabstufungen – werden deutlich entschärft. Während im 65PML9506 nicht weniger als 8192 winzige Lichtquellen im Hintergrund ihren Dienst verrichten, sind es beim 75-Zoll-Modell aus der gleichen Baureihe bereits deren 12'288. Im Vergleich zu einem OLED-TV mit Millionen selbständig leuchtender Bildpunkte erscheint das zwar wenig; dennoch wird auch mit Mini-LED eine sehr detaillierte Ausleuchtung bzw. Abdunklung auf dem Bildschirm möglich.

Mini-LED-Displays erfordern etwas mehr Bautiefe als Modelle mit Edge-LED. Aber auch das Soundsystem mit integriertem Subwoofer benötigt ausreichend Volumen.Mini-LED-Displays erfordern etwas mehr Bautiefe als Modelle mit Edge-LED. Aber auch das Soundsystem mit integriertem Subwoofer benötigt ausreichend Volumen.

Ähnlich wie OLED-TVs benötigen auch Mini-LED-Fernseher einen wirklich leistungsfähigen Bildprozessor, um aktuelle UHD-Filme wie sie beispielsweise auf Netflix sehr zahlreich vorliegen, adäquat auf die 4K-Displays zu zaubern. Hier verfügt TP Vision (der Hersteller von Philips-TVs) mit der hauseigenen P5 Engine über genügend Rechenpower. Die jüngste Ausgabe ist als Doppelprozessor ausgelegt und passt mit nochmals verbesserter «künstlicher Intelligenz» die Parameter fortlaufend dem jeweiligen Bildinhalt an. Wichtig ist auch der Schaltkreis namens «Micro Dimming Premium». Er spricht die 1024 Belichtungszonen individuell an und sorgt so für saubere Schwarz-Weiss-Übergänge.

Das Mini-LED-Display des Philips 65PML9506 im Test realisiert bis zu 1500 Nits Spitzenhelligkeit. Das ist sehr viel und wird in abgedunkelten Räumen kaum je benötigt. Bei taghellem Umgebungslicht punktet der Mini-LED-Fernseher dafür mit besonders brillanten Bildern, wie sie ein OLED-TV kaum zustande bringt. Natürlich ist der Philips 65PML9506 mit einem Sensor ausgestattet, der das Umgebungslicht misst und die Bildverarbeitung automatisch anpasst. Die «AI» des Bildprozessors bezieht das gemessene Licht in seine Berechnung mit ein. Dies ist gerade auch im HDR-Modus wichtig: Der hilips 65PML9506 im Test unterstützt sämtliche HDR-Verfahren zur Steigerung des Kontrastumfangs. Auch hierbei wird das Umgebungslicht beim Abgleich miteinbezogen.

Mini-LED-Displays in VA-Technologie verfügen über ein Diffusionsfilter, welches den seitlichen Blickwinkel erweitert sowie eine Quantum-Dot-Beschichtung zur Verbesserung der Farbwiedergabe.Mini-LED-Displays in VA-Technologie verfügen über ein Diffusionsfilter, welches den seitlichen Blickwinkel erweitert sowie eine Quantum-Dot-Beschichtung zur Verbesserung der Farbwiedergabe.

Mini-LED-Displays werden sowohl mit IPS- wie auch mit VA-Panels angeboten. TP Vision (der Hersteller von Philips-TVs) setzt ausschliesslich auf VA-Technik. Diese Bauweise realisiert eine bessere Schwarzwiedergabe mit grösserem Kontrastumfang. Auch hohe Bildwiederholfrequenzen (bis 120 Hz) lassen sich einfacher realisieren. Als Nachteile gegenüber IPS gelten der horizontal weniger breite Blickwinkel sowie ein minim eingeschränkter Farbraum. Ersteres kompensiert das VA-Panel mit einer speziellen Filterfolie, welche die Abstrahlung zur Seite hin erweitert, letzteres mit einer «Quantum Dot»-Partikelbeschichtung, die den Farbraum erweitern soll.

IPS- und VA-Panels mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung schenken sich gegenseitig wenig und sind qualitativ vergleichbar. Dies betrifft auch den Einsatz im Gaming-Bereich. TP Vision spezifiziert für die PML9506-Baureihe eine vergleichsweise geringe Latenz von 8 ms bis 15 ms, womit selbst anspruchsvollere Gamer zufrieden sein dürften. Zukunftssicher ausgelegt ist der 65PML9506 auch dank HDMI 2.1. Sofern man die HDMI-Schnittstelle in den Einstellungen entsprechend konfiguriert hat, schaltet der Fernseher automatisch auf den speziellen «Spielmodus», wenn er den Anschluss einer Spielkonsole oder Gaming-Grafikkarte erkennt. So sendet beispielsweise die Xbox ein entsprechendes Steuersignal via HDMI 2.1, welches sogar eine HDR-Kennung (High Dynamic Range) beinhaltet.

Ebenfalls vom Fernseher erkannt werden «FreeSync Premium Pro» von AMD und «G-Sync» von NVIDIA. Dabei ändert er seine Aktualisierungsrate in Echtzeit synchron zur Computer-Grafikkarte, was die Bildqualität beim Spielen deutlich anhebt. Die gesteigerte Bilddynamik HDR wird beim PC-Gaming ebenfalls genutzt. Im Zusammenspiel mit einer «FreeSync Premium Pro»-kompatiblen Grafikkarte werden geringe Frame-Raten von Computerspielen im Fernseher auf bis zu 120 Hz angehoben: Viele Games unterstützen diese sinnvolle Funktion: Sie entlastet die Grafikkarte und das Bild ruckelt deutlich weniger. Alles in allem hat der 65PML9506 also die besten Voraussetzung dazu, als Grossbild-Gaming-Monitor der Spitzenklasse Einsatzzeit zu bekommen.

Trotz der kompakten Abmessungen bietet das Gehäuse der neuen OM-D dank des etwas tiefer gehenden Handgriffs genügend Grip, um auch bei Verwendung eines Teleobjektivs komfortabel in der Hand zu liegen. Für einen noch sichereren Halt, besonders bei Aufnahmen im Hochformat, ist ein optionaler Akkuhandgriff verfügbar.

Das Bedienkonzept wurde leicht überarbeitet. Äusserlich daran zu erkennen, dass sich auf dem Modusrad neu drei "Custom"-Positionen befinden und das "Fotostory"- und Motivprogramm-Symbol ("SCN") verschwunden ist. Neben der Vollautomatik "iAUTO" und den klassischen PASM-Modi gibt es noch die Effektfilter-("ART")- und die Video-Position.

Rechts neben dem Modusrad sind das vordere Einstellrad mit Foto-Auslöser und das hintere Einstellrad angeordnet. Dazwischen liegen die Funktionstaste Fn2 und der Video-Auslöser. Auf der linken Kameraoberseite, neben dem Ein/Ausschalter, wählt man den Bildermodus (Einzel- oder Serienbild, Selbstauslöser und die HDR-Einstellung) sowie den Autofokus-Betrieb und die Belichtungsmessmethode.

An der Rückseite befinden sich die Pfeiltasten, Menü-, OK-, Info- und Lösch-Knöpfe und, rechts neben dem Sucher, noch ein neckischer Umschalter mit zwei Positionen. Dieser brachte mich zu Beginn oft zur Verzweiflung.

Innerlich ist die Überarbeitung gleich auf der Hauptmenüseite durch das neu hinzugekommene Video-Menü sichtbar. Dort wurde die Anzahl Aufnahmeformate erheblich erweitert.

Man kann die neue Kamera über das Touch-Display, mit den vielen Tasten und Drehrädern oder mit einer Kombination aus beidem bedienen. Dann lassen sich viele Tasten auch neu belegen, falls einem die Standard-Funktionen dort nicht passen. Durch die zahlreichen Möglichkeiten werden Einsteiger aber schnell überfordert. Auch Profis brauchen einige Zeit, bis sie sich durch alle Menü-Optionen gearbeitet und ihre idealen Set-ups gefunden haben.

Zum Glück lassen sich auf den drei "Custom"-Positionen die eigenen, bevorzugten Einstellungen abspeichern. Zudem gibt es zu den meisten Menüpunkten einblendbare Hilfstexte. Also dann, ab geht es in die Praxis.

Test Philips 65PML9506

Der Mini-LED-TV 65PML9506/12 von Philips ist insofern sehr interessant, als hier Premium-Qualität zum attraktiven Preis angeboten wird. So bewegen sich die tatsächlichen Marktpreise knapp über CHF 2000. Dies bei einem (unverbindlichen) Richtpreis von CHF 2899. Freilich buhlt auch das Oberklasse-OLED-Modell 65OLED806/12 aus gleichem Hause mit ähnlichen Marktpreisen. Somit hat der qualitätsbewusste Käufer die Qual der Wahl, welcher Technologie er den Vorrang geben sollte. Ausstattungsmässig schenken sich die beiden TVs nichts: Vierseitiges Ambilight sorgt für ein ansprechendes Lichterlebnis sowohl bei laufendem Programm wie (auf Wunsch) auch bei ausgeschaltetem Fernseher. Besonders gut zur Geltung kommt es, wenn der Fernseher an der Wand hängt.

Die polierten Aluminium-Standfüsse lassen sich in der Höhe verstellen, sodass eine optionale Soundbar nahe beim Display platziert werden kann.Die polierten Aluminium-Standfüsse lassen sich in der Höhe verstellen, sodass eine optionale Soundbar nahe beim Display platziert werden kann.

Als Besonderheit kann beim Philips 65PML9506 die Höhe der Standfüsse verändert werden. Somit findet eine optionale Soundbar auch direkt unter dem Display Platz. Nicht dass der Fernseher eine solche unbedingt benötigen würde: Das integrierte 2.1-Soundsystem mit insgesamt 50 Watt Ausgangsleistung klingt recht gut und gar nicht dünn. Auch mittlere Pegel sind ohne Dröhnen oder Verzerrungen realisierbar. Auf Wunsch hilft eine spezielle Android-App namens «Mimi» bei der Personalisierung des Soundeindrucks.

Darüber hinaus ist der Philips 65PML9506 «Play-fi»-kompatibel. Über diese Streaming-Plattform kann man – ein entsprechendes Abo vorausgesetzt – die Angebote aller bekannten Musikprovider (inklusive Amazon Music) über den TV streamen. Internetradio ist ebenfalls integriert. Dazu passt, dass sich der Bildschirm beim Musikhören problemlos ausschalten lässt. Via Play-fi kann man auch die heimische Musiksammlung ab DLNA- und UPnP-Servern im Heimnetzwerk über den Fernseher abspielen. Play-fi ist Hi-Res- sowie Multiroom-tauglich und lässt sich sehr einfach via App (Android oder iOS) und Handy/Tablet steuern.

In der Rückseite ist ein erstaunlich leistungsfähiger Subwoofer integriert. Er arbeitet mit zwei zusätzlichen Passivmembranen.In der Rückseite ist ein erstaunlich leistungsfähiger Subwoofer integriert. Er arbeitet mit zwei zusätzlichen Passivmembranen.

Auch kabelloser Heimkino-Sound soll bald schon mittels Play-fi realisierbar werden: Philips Audio offeriert dazu bereits passende Wireless-Lautsprecher, die Play-fi-kompatibel sind. Sie lassen sich innerhalb der Play-fi-Plattform als Front- und Surroundlautsprecher konfigurieren. Dazu wird es als Ergänzung einen Wireless-Subwoofer geben. Das Soundsystem des Fernsehers dient dann nur noch als Centerkanal. avguide.ch wird diese vielversprechende Option bei Gelegenheit unter die Lupe nehmen.

Der Philips-TV macht seine Sache als reine Musikanlage sehr ordentlich und punktet mit knackigem Midbass sowie mit ausgewogenem Sound ohne grobe Verfärbungen. Natürlich darf man keine allzu breite Stereo-Perspektive erwarten, und die Indirektabstrahlung der Lautsprecher stellt einen systembedingten Nachteil dieser Bauweise dar. Viele Anwender schätzen jedoch das kompakte Monitor-Design ohne integrierte Soundbar. Gerade bei der Wandmontage wirkt der Fernseher so deutlich unauffälliger.

Die HDMI-Anschlüsse sind HDMI 2.1-kompatibel und verstehen sich perfekt mit Spielkonsolen und Computer-Grafikkarten.Die HDMI-Anschlüsse sind HDMI 2.1-kompatibel und verstehen sich perfekt mit Spielkonsolen und Computer-Grafikkarten.

Mini-LED vs. OLED

Wir hatten die Gelegenheit, den Mini-LED-TV 65PML9506/12 im direkten Vergleich mit dem preislich vergleichbaren Oberklasse-OLED-TV 65OLED806/12, ebenfalls von Philips, zu begutachten. Dies zunächst bei gleicher Einstellung der Bildparameter (Modus «Persönlich»). Wie zu erwarten zeigte sich der OLED-Fernseher bei dunklen Bildszenen voll in seinem Element: So werden etwa in Weltraum-Bildern (Erde vom Weltraum aus betrachtet, im HDR-Format) einzelne Sterne in Form winziger Lichtpunkte getreu abgebildet. Hier hat der Mini-LED in der Grundeinstellung sichtbar Mühe mitzuhalten. Das Sternenmeer im Hintergrund verliert deutlich an Strahlkraft. Abhilfe schafft ein Wechsel in den Bildmodus «Lebendig». Hier schält der 65PML9506 die einzelnen Sterne deutlich besser heraus. Jedoch auf Kosten einer etwas zu hell strahlenden Erde.

Erstaunlich gut schlägt sich der Mini-LED-TV bezüglich Schwarz-Weiss-Übergängen. Lichthöfe oder zerfranste Säume sind auch bei künstlichen Testbildern kaum auszumachen – zumal aus einer vernünftigen Sehdistanz. Solche extremen Bilder sind im TV-/Heimkino-Alltag sowieso die Ausnahme, zeigen jedoch die Leistungsfähigkeit von Display und Bildprozessor. Zu toller Form lief der 65PML9506 – bei abgedunkeltem Raum – mit einschlägigen Netflix-Serien in 4K HDR auf. So konnte er etwa bei der Fantasy-Serie «Shadow and Bone» unter Beweis stellen, dass er auch bei den vielen düsteren Bildszenen adäquates Heimkino-Ambiente auf den Bildschirm zaubert. «Shadow and Bone» arbeitet gezielt mit atemberaubenden Lichteffekten, die der Mini-LED-TV sehr eindrücklich in Szene setzt.

Im direkten Vergleich kreierte der OLED-Fernseher eine noch bessere Illusion räumlicher Tiefe – ein Effekt, den der 65OLED806 zweifellos seiner prinzipbedingt perfekten Schwarzwiedergabe zu verdanken hat. Punkto Kontrastabstufungen und Transparenz dunkler Bildinhalte kann der Mini-LED-TV jedoch erstaunlich gut mithalten. Seine grosse Stärke zeigt der 65PML9506, wenn die magiebegabte Hauptdarstellerin in «Shadow and Bone» ihren Lichtzauber loslässt. Angesichts solcher Strahlkraft bleibt beim Betrachter kein Auge trocken. Auch die Bewegungsschärfe kann sich im Vergleich zum OLED-Fernseher sehen lassen, was angesichts des identischen Bildprozessors nicht wirklich verwundert. Natürlich verfügt auch der 65PML9506 über einen «Filmmaker-Modus», in dem HDR-Filme mit Original-Bildwiederholrate und -Kontrast wiedergegeben werden. Meist sind dunkle Bildstellen in diesem Modus jedoch zu wenig transparent, und die fehlende Bewegungsglättung nervt auf Dauer. Deshalb offeriert der 65PML9506 auch noch einen speziellen «HDR-Heimkino-Modus», in dem der Prozessor behutsam in Kontrast, Farbsättigung sowie Bewegungsglättung eingreift und dennoch ein authentisches «Cinema-Feeling» beibehalten soll. Geisterbilder (sogenanntes «Ghosting») wie sie der Mini-LED-Technik theoretisch nachgesagt werden, waren in der Praxis übrigens kein wahrnehmbares Problem.

Die Motivprogramme des Vorgängers gibt es bei der E-M1 Mark II nicht mehr. Aber noch genügend Einstellungen für verschiedene Aufnahmesituationen. Aus 24 Bildmodi darf der Fotograf auswählen. Neben "Lebhaft", "Natürlich", "Porträt" oder "Monoton" stehen auch die Effektfilter zur Verfügung. Interessant ist der "Farbgestalter". Damit lässt sich der Gesamtfarbeindruck des Bildes anpassen, indem eine beliebige Kombination aus 30 Farbtönen und 8 Farbsättigungsstufen gewählt wird.

Und als ob dies nicht schon genug wäre, sind die meisten Bildmodi auch noch in Schärfe, Kontrast, Sättigung und Gradation individuell veränderbar. Der eine wird dies begrüssen, kann er doch schon in der Kamera seinen gewünschten Look erzielen, der andere führt solche Anpassungen lieber in aller Ruhe am grossen Bildschirm mit Photoshop aus.

Beim Fotoaufnahmeformat sind verschiedene Kombinationen von Bildgrösse, Komprimierung und Seitenverhältnis möglich. 5184 x 3888 Pixel ist die maximale Foto-Auflösung eines einzelnen Bildes und die 4:3-Standardeinstellung. Die Auflösung lässt sich bis auf 1024 x 768 Pixel verkleinern und von unkomprimiert (RAW-Format) in vier Stufen bis zu 1/12 komprimieren.

Mit der Funktion "Hochaufgelöste Aufnahme" werden von unbewegten Motiven mehrere Aufnahmen gemacht und dabei die Position des Bildsensors verändert. So sind Auflösungen mit bis zu 10'368 x 7'776 Pixel möglich. Ein Stativ ist dabei zwingend erforderlich, weil hier der Bildstabilisator nicht eingesetzt werden kann.

Damit nicht zu verwechseln ist die HDR-Funktion, die die E-M1 Mark II natürlich auch in zahlreichen Varianten beherrscht. Ebenso wie verschiedene Belichtungsreihen (Bracketing), Mehrfachbelichtung und Intervallaufnahmen.

Durch die zwei SD-Kartenfächer können jeder Karte verschiedene Aufnahmeeinstellungen zugewiesen werden. Es lassen sich beispielsweise zeitgleich auf der einen Karte alle Bilder im RAW-Format und auf der anderen die JPEG-Fotos ablegen. Oder auf der schnelleren Karte Videos und auf der anderen Fotos speichern.

Viele Funktionen können durch Tasten und/oder über das Menü ausgewählt und eingestellt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Monitor-Funktionsanzeige, die mir persönlich am meisten zusagte. Hier werden alle wichtigen Aufnahmefunktionen am Bildschirm dargestellt und können mittels Pfeiltasten oder über den Touchscreen per Fingertipp aktiviert werden.

Das Verändern der Werte geschieht dann meistens über das vordere Drehrad. Wer ganz spitze Finger hat, darf es auch via Touchscreen versuchen.

Ich habe hier nur einige wenige Konfigurationsmöglichkeiten aufgezeigt. Was alles möglich ist, steht in einem über 200-seitigen Handbuch. Allein der Menüpunkt "Anpassen der Kameraeinstellungen" umfasst 20 Untermenüs mit darin nochmals zig Menüpunkten. Eine abendfüllende Lektüre, die auch einen Schwachpunkt aufzeigt. Viele Einstellungen sind unnötig tief verschachtelt und auf verschiedene Punkte verteilt.

Detail am Rande: Die oft gebrauchten Funktionen Autofokus-Methode, Belichtungs-Messbereich oder Serienbilder kann ich über Direkttasten aufrufen. Durch nochmaliges Drücken derselben Taste kommt man aber nicht mehr aus diesem Menü heraus, was eigentlich logisch wäre, sondern muss mit "OK" bestätigen, auch wenn nichts verändert wurde.

Tipp am Rande: Drückt man einzelne Tasten länger oder in Kombination mit anderen, können die dazu gehörenden Einstellungsmenüs direkt angezeigt werden.

Mir ist bei der Bedienung der Kamera sehr positiv aufgefallen, dass Menü-Anzeigen angenehm schnell reagieren und die Bildwiedergabe wie auch das Ein- und Auszoomen in Fotos sehr zügig und ohne Rucken vor sich geht. Es gab keine "Denkpausen", wie dies bei älteren Modellen oft der Fall war.

Zwar subtile, jedoch unübersehbare Unterschiede sind bei der Farbwiedergabe festzustellen. Auch der Mini-LED-TV zeigt eine sehr gute Farbsättigung mit ausgeprägter Brillanz. Bezüglich der Farbabstimmung gehen OLED und Mini-LED jedoch ziemlich unterschiedliche Wege. So wurde Grün vom 65OLED806 in einem anderen, satteren Farbton wiedergegeben. Was nun eigentlich korrekter ist, könnte nur eine Farbkalibrierung klären. Der 65PML9506 lässt sich zwar nach ISF kalibrieren. Dieser professionelle Service dürfte das Budget der meisten Anwender jedoch sprengen. Eine kostengünstigere Alternative verspricht eine Calman-Farbkalibrierung, für die der Philips-Fernseher vorbereitet ist.

Olympus OM-D E-M1 Mark II: C-AF+Tracking, Bild 01
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Fazit

Sowohl der Mini-LED-Fernseher Philips 65PML9506 wie auch der preislich vergleichbare OLED-TV 65OLED806 zeigen eine sehr hohe Bildqualität, die insbesondere bei 4K-Videos mit HDR zur Höchstform aufläuft. Beide Display-Techniken haben ihre Berechtigung: Heimcineasten, die hauptsächlich Netflix und Co. gucken, werden zum OLED-TV greifen, der noch mehr Plastizität und Tiefenillusion auf den Bildschirm zaubert. Wer seinen neuen Fernseher häufig für multimediale Zwecke oder auch Gaming nutzen möchte, findet im Mini-LED-TV 65PML9506 eine valable Alternative zu OLED, die speziell auch beim Fernsehen in einer taghellen Umgebung punktet. Die aktuellen Marktpreise sind bei beiden Modellen sehr attraktiv.

Der Philips 65PML9506/12 wird den Ansprüchen an einen modernen, multimedialen Fernseher voll gerecht.Der Philips 65PML9506/12 wird den Ansprüchen an einen modernen, multimedialen Fernseher voll gerecht.
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