20. Oktober 2018 | seit 1999
PRODUKTNEWS
ARTIKEL
Publikationsdatum
17. Februar 2018
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter

Die Fujifilm X-H1 verfügt über ein neu entwickeltes, äusserst robustes Gehäuse und hat als erstes Modell der X-Serie eine integrierte 5-Achsen-Bildstabilisierung (IBIS), die in Kombination mit den meisten Fujinon-XF-Objektiven gemäss Hersteller bis zu 5,5 Stufen längere Belichtungszeiten erlaubt. Ausserdem verfügt sie über einen Flimmerreduzierungsmodus, der auch bei schwierigen Lichtbedingungen verlässliche Belichtungsmessergebnisse garantiert und dadurch beispielsweise die Qualität von Hallensportaufnahmen wesentlich verbessert.

Die neue spiegellose Systemkamera passt perfekt zu den neuen professionellen Fujinon-Cine-Objektiven MKX18-55mm T2.9 und MKX50-135mm T2.9 für das X-Bajonett, die beide für Mai 2018 angekündigt sind. Ausserdem ist sie kompatibel zu allen bestehenden Objektiven der XF- und XC-Serie, die bis Ende des Jahres noch um das lichtstarke Teleobjektiv XF200mm F2 R LM OIS WR und das Ultra-Weitwinkel-Zoomobjektiv XF8-16mm F 2.8 R WR erweitert wird.

Das interne Bildstabilisierungssystem (IBIS), das erstmals in einer Kamera der X-Serie zum Einsatz kommt, verfügt über drei axiale Beschleunigungssensoren, drei axiale Gyrosensoren und einen sehr leistungsfähigen Dual-Prozessor, der auf Basis der gemessenen Daten rund 10'000 Berechnungen pro Sekunde durchführt. In Kombination mit dem effektiven Kompensationsmechanismus wird eine besonders präzise Bildstabilisierung und damit eine kompromisslose Bildqualität erreicht.

Die 5-Achsen-Bildstabilisierung ist mit allen XF- und XC-Objektiven möglich. Dabei ist auch mit Objektiven ohne eigenen optischen Bildstabilisator laut Fujifilm eine Stabilisierung von bis zu 5,5 EV-Stufen möglich. Mit den bereits verfügbaren XF-Objektiven wird bis auf wenige Ausnahmen eine Stabilisierung von mehr als 5 EV-Stufen erreicht.

Der Verschluss der X-H1 basiert auf einem Federmechanismus, der feinste Vibrationen im Inneren des Gehäuses minimiert. Mit dem elektronischen ersten Verschlussvorhang und dem komplett elektronischen Verschluss lassen sich Vibrationseffekte praktisch vollständig ausschliessen.

Herausragende Bildqualität

Die X-H1 verfügt über einen 24,3-Megapixel-X-Trans-CMOS-III-Sensor ohne Tiefpassfilter und einen leistungsstarken X-Prozessor Pro. Die gleiche Kombination kommt bereits in den international vielfach ausgezeichneten professionellen X-Serie-Modellen X-Pro2 und X-T2 zum Einsatz.

In Verbindung mit den hochwertigen Fujinon-Objektiven und der über 80-jährigen Erfahrung Fujifilms in der Farbreproduktion können mit der X-H1 herausragende Bilder produziert werden. Selbst feinste Details der Textur von Objekten werden mit hoher plastischer Anmutung wiedergegeben, wodurch die einzigartige Atmosphäre einer Szene auf besondere Weise festgehalten wird.

Der elektronische Sucher mit einer Auflösung von 3,69 Millionen Bildpunkten und einer 0,75-fachen Vergrösserung bietet eine führende Leistung im Segment der spiegellosen Systemkameras. Aufgrund der ultrakurzen Reaktionszeit von nur 0,005 Sekunden und einer schnellen Bildwiederholrate von 100 Bildern pro Sekunde werden Bewegungen im Sucherbild aussergewöhnlich flüssig wiedergegeben. Selbst bei dynamischen Motiven kann der Fotograf den Bildausschnitt sehr präzise bestimmen und das Bild exakt nach seinen Vorstellungen komponieren.

Das 7,6 cm (3 Zoll) grosse Touchscreen-LCD auf der Rückseite lässt sich in drei Richtungen klappen und schwenken. Es verfügt über 1,04 Millionen Bildpunkte. Wie bereits bei der spiegellosen Mittelformatkamera GFX 50S sind die wichtigsten Aufnahmeparameter auch bei der X-H1 zusätzlich auf einem 3,25 cm (1,28 Zoll) grossen Schulterdisplay jederzeit gut ablesbar.

Auf Anregung von professionellen Fotografen wurde das Bedienkonzept der X-H1 im Vergleich zu anderen Modellen der X-Serie an insgesamt 19 Punkten optimiert. So liegt die Kamera beispielsweise dank des grösseren Griffs jetzt noch besser in der Hand. Die X-H1 löst extrem leise aus, womit sie ideal für Situationen ist, in denen absolute Ruhe erforderlich ist, wie beispielsweise bei der Aufnahme von Wildtieren, bei Konzerten oder bei Hochzeiten.

Praktisch im Hochformat: Das ausklappbare 7,6 cm (3 Zoll) grosse Touchscreen-LCD mit 1,04 Millionen Pixeln bietet auch bei vertikaler Haltung den richtigen Einblick.

Vielfältiges und kreatives Videofilmen

Die X-H1 ist das ideale Werkzeug für Multimedia-Produktionen, die heute in vielen Bereichen standardmässig gefordert sind. Ihre Videofunktion verfügt über insgesamt 20 Funktions- und Leistungsverbesserungen und ist damit ideal für professionelle Filmaufnahmen.

Als erste Kamera der X-Serie bietet sie die Eterna-Filmsimulation, deren subtile Farbwiedergabe und detailreiche Tiefen dem Anwender in der Nachbearbeitung viele kreative Freiheiten eröffnet. Für eine optimale Bildqualität lassen sich Videos darüber hinaus mit einer hohen Bitrate von 200 MBit/s aufzeichnen.

Ferner bietet die Kamera die Cinema-4K-Aufnahme im Format 17:9, DCI-4K-Aufnahme 4096 x 2160, die Full-HD-Aufnahme mit 120 Bildern pro Sekunde (fps) für flüssige Zeitlupen (2x, 4x, 5x), die F-log- und Timecode-Aufzeichnung sowie die 4K-F-Log-Aufnahme direkt auf SD-Karte, einen 400% Dynamikbereich (ca. 12 Blendenstufen) und ein integriertes Mikrofon mit hoher Klangqualität (24 Bit/48 kHz).

Der Autofokus der X-H1 verfügt über einen verbesserten Algorithmus, der die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Scharfstellung in Situationen mit wenig Licht deutlich verbessert. So wurde die Empfindlichkeit des Phasendetektions-AF um ca. 1,5 Blendenstufen von 0,5 LW auf -1,0 LW verbessert, sodass sich dieser nun auch mit Objektiven mit Offenblende bis F11 nutzen lässt.

Auch Motive mit fein detaillierten Oberflächenstrukturen (z. B. Gefieder oder Fell), die vom Phasendetektions-AF bislang nicht optimal erfasst werden konnten, lassen sich laut Hersteller jetzt schnell und präzise fokussieren. Darüber hinaus wurde die Leistung des kontinuierlichen Autofokus (AF-C) beim Zoomen erheblich verbessert, was unter anderem in Situationen vorteilhaft ist, in denen sich das Hauptmotiv unvorhersehbar bewegt, z. B. bei Sportaufnahmen.

Gut informiert: Die wichtigsten Aufnahmeparameter sind bei der X-H1 zusätzlich auf einem 3,25 cm grossen Schulterdisplay ablesbar.

Robust und gut geschützt

Das Gehäuse der Fujifilm X-H1 besteht aus einer stabilen Magnesiumlegierung, die um 25 Prozent dicker ist als bei der X-T2. Obwohl die Kamera damit deutlich robuster und stabiler ist, fällt das Gehäuse durch eine neue Befestigung des Bajonettrings insgesamt kompakt und leicht aus. Die X-H1 ist staub- und spritzwassergeschützt und auch bei kalten Temperaturen bis minus 10° Celsius voll funktionstüchtig. Die äussere Beschichtung besitzt aufgrund grösserer Partikel eine Oberflächenhärte von 8H und ist damit besonders unempfindlich gegen Kratzer.

Mit dem exklusiv für die Fujifilm X-H1 entwickelten Batteriegriff VBP-XH1 lässt sich die Leistung der Kamera maximieren. Er lässt sich, zusätzlich zur Batterie in der Kamera, mit zwei weiteren Batterien bestücken, sodass bis zu 900 Aufnahmen möglich sind. Im Boost-Modus werden die Serien­bild­geschwindigkeit, die Bildrate und die Reaktions­zeit der Kamera beschleunigt sowie die minimale Blackout-Zeit weiter verkürzt. Bei 4K-Filmaufnahmen mit Batteriegriff verlängert sich die maximale Aufnahmedauer auf rund 30 Minuten.

Der Batteriegriff ist ebenfalls staub- und spritzwassergeschützt und bei bis zu -10° Celsius einsatzbereit. Der VPB-XH1 verfügt über eine Kopfhörerbuchse, mit der der Ton während der Videoaufnahme überwacht werden kann. Zudem gibt es einen Anschluss für das mitgelieferte Netzteil (AC-9VS), mit dem sich die beiden Akkus im Griff innerhalb von ca. 2 Stunden wieder aufladen lassen.

Die Fujifilm X-H1 wird ab März 2018 für 2198 Franken (Body) im Handel verfügbar sein. Zusammen mit dem Batteriegriff VBP-XH1 für 2539 Franken.

avguide.ch meint

Avguide.ch konnte die neue Fujifilm X-H1 in Lissabon bereits einem Kurztest unterziehen. Dabei ist neben der Bildqualität mit den verschiedenen analogen Filmsimulationen und dem butterweichen und leisen Foto-Auslöser vor allem die integrierte 5-Achsen-Bildstabilisierung (IBIS) sehr positiv aufgefallen. Zusammen mit dem lichtstarken APS-C-Sensor gelingen auch aus der Hand unverwackelte Fotos bei längeren Belichtungszeiten und tiefer ISO-Einstellung. Überzeugen konnte auch der in drei Richtungen klapp- und schwenkbare Monitor, der ein bequemes Komponieren der Bilder aus hohen oder tiefen Blickwinkeln zulässt.
Videofilmer werden sich über die integrierte Eterna-Filmsimulation freuen. Der Look ist einfach sehenswert und man kann auf ein nachträgliches Grading verzichten. Speziell fürs Videofilmen, aber auch ganz allgemein, sollte der optionale Batteriegriff eingesetzt werden. Er verlängert mit den beiden Zusatzakkus die Laufzeit ungemein, und die X-H1 verbraucht viel Strom, vor allem im Boost-Modus. Zudem besitzt nur er eine Kopfhörerbuchse, um den Videoton mitzuhören.
Die Datenrate ist bei Cinema-4K- und UHD-Video auf 24, bzw. 25 oder 30 Bilder pro Sekunde beschränkt. Gerne hätte ich hier wenigstens bei UHD, 50p oder 60p gehabt. Hier ist also noch Entwicklungspotenzial vorhanden, für eine X-H2 vielleicht.

Energiebooster: Mit zwei weiteren Batterien im optional erhältlichen Batteriegriff VBP-XH1 lässt sich die Leistung der X-H1 maximieren.
Wettbewerb