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9. März 2002
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Der belgische Bildtechnik-Spezialist Agfa-Gevaert ist im abgelaufenen Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Wie das Unternehmen mitteilte, dreht sich das Nettoergebnis von plus 169 Mio. im Vorjahr auf minus 288 Mio. Euro, ein Rückgang von 270,4 Prozent. Gleichzeitig ist der Umsatz um 6,6 Prozent von 5,26 auf 4,9 Mrd. Euro gesunken.

Agfa führt das schlechte Ergebnis vor allem auf die allgemeine ökonomische Talfahrt, aber auch auf hausgemachte Probleme zurück. Neben dem Nettoergebnis wiesen praktisch alle relevanten Kennzahlen die selbe negative Tendenz auf: So sank das Vorsteuerergebnis von plus 271 Mio. Euro um 241,7 Prozent auf minus 384 Mio. Euro. Das Nachsteuerergebnis fiel im selben Zeitraum von plus 175 auf minus 251 Mio. Euro. Der Rückgang beträgt hierbei ebenfalls über 240 Prozent.

Aus den negativen Zahlen ragte lediglich der Geschäftsbereich "Neue digitale Lösungen" heraus, der um beinahe 20 Prozent wuchs und nunmehr 28 Prozent (früher 22 Prozent) zum Gesamtumsatz des Konzerns beiträgt. Diese zeige die zunehmende Bedeutung des Themas, auch in Zeiten der ökonomischen Rezession, schreibt Agfa. Für das laufende Jahr prognostiziert der Konzern eine wirtschaftliche Erholung. Zusammen mit den Auswirkungen des Restrukturierungsprogrammes Horizon sollte dies zu einer spürbaren Ergebnisverbesserung in der zweiten Jahreshälfte führen. Die Ergebnisse der ersten sechs Monate dürften dagegen weiter schwach ausfallen, teilte der Konzern mit.
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