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22. November 2002
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Das britische Musiklabel EMI-Group hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der bereinigte Vorsteuergewinn betrug 42,2 Mio. Pfund (rund 66 Mio. Euro), verglichen mit einem Verlust von zwei Mio. Pfund im Jahr davor. Das Unternehmen hatte diesmal einmalige Restrukturierungskosten von insgesamt 240 Mio. Pfund zu verbuchen. Der Halbjahres-Umsatz sank um 9,8 Prozent auf 961,5 Mio. Pfund (1,51 Mrd. Euro), berichtet die Financial Times. Der Umsatz im Musikgeschäft, dem Kerngeschäft des Konzerns, sei sogar um 12,4 Prozent auf 759,3 Mio. Pfund (1,19 Mrd. Euro) gefallen. EMI erwartet im Gesamtjahr einen weiteren Rückgang beim Musikgeschäft.

Die Rückkehr in die schwarzen Zahlen sei auf die Restrukturierungsmassnahmen im vergangenen Jahr zurückzuführen, berichtet Bloomberg.com. Der neue Chef der Musiksparte bei EMI, Alain Levy, hat 1900 Stellen abgebaut, das Management umgekrempelt und unrentable Labels zugesperrt. Am schlechten Geschäft hat sich nichts geändert. "Die Situation am Musikmarkt hat sich von Monat zu Monat verschlechtert", so Levy. Seiner Ansicht nach sei der Rückgang bei den Verkäufen auf Online-Piraterie zurückzuführen. Weltweit wird der Musikmarkt im Ende März 2003 zu Ende gehenden Geschäftsjahr um etwa fünf Prozent schrumpfen, schätzt Levy. EMI kündigte auch an, seinen verbleibenden Anteil an dem Online-Musikhändler HMV an einen "institutionellen Anleger" zu verkaufen.
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