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MUSIKREZENSION
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Publikationsdatum
7. Februar 2005
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Knisternde Konzert-Spannung von Anfang an: Dunkle Orchesterklänge umklammern den Hörer - fast unheimlich leise und mit faszinierender Räumlichkeit. Eine Ahnung, dass es plötzlich losgehen kann.

Und dann: Paukenschlag, schmetterndes Blech und volles Werk - kraftvoll, aber nicht brutal erschallt es aus der „Neuen Welt“

Diese Live-Aufnahme aus dem Jahre 2003 hat es in sich.

Selten habe ich diesen Klassik-Ohrwurm von Antonin Dvorak so packend gehört.

Die ersten Streicher des Royal Concergebouw Orchestras unter der Leitung von Mariss Janson spielen, als wären sie ein einziges Instrument, extrem differenziert und lupenrein.

Die Bläser – alle absolute Spitzenklasse – lassen ihre Instrumente lust- und glanzvoll erklingen.

Wunderschön lösen sich die Solisten aus dem Gesamtklang, ohne jedoch isoliert auf weiter Flur zu stehen, wie bei so vielen Multimikrofonie-Aufnahmen.

Auch aufnahmetechnisch geht es absolut ungewöhnlich zu und her.

Brujel&Kjaer Röhrenmikrofone vom Typ DPA 4041-T – das Beste vom Besten, - unterstützt von genial platzierten Neumann TLM50 Mikrofonen ergeben einen faszinierenden und sehr natürlichen Orchesterklang.

Auch kleine Abhörräume öffnen sich und werden zu grossen Konzertsälen.

Fazit: Von diesem populären Orchester-Hit gibt es dutzende von guten bis sehr guten Aufnahmen.

Aber nur eine bietet diesen exzellenten Surround Sound und diese hervorragende Interpretation mit echtem Live-Feeling.
STECKBRIEF
Albumtitel:
Dvorak "Symphony No. 9"
Komponist:
Dvorak
Label:
Avro Klassiek
Jahr:
2004
Bestellnummer:
RCO 04002
Tonformat:
SACD und DVD: Stereo - 5.1
Medium:
Hybrid SA-CD
Musikwertung:
10
Klangwertung:
10
Preis:
39.00
Bezugsquellen
Wettbewerb