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Publikationsdatum
25. Oktober 2004
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Revox hat viele klingende Legenden geschaffen die auch nach Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst leisten.

Solche Produkte sind in eingeweihten Kreisen zu Kultobjekten geworden, die zu sagenhaften Preisen die stolzen Besitzer wechseln.

Revox hat jedoch die Zeichen der Zeit erkannt und sich von höchstqualitativen Einzelkomponenten der Gesamtlösung zugewandt.
Kürzlich präsentierte Revox anlässlich des "3. Internationalen Revox-Fan Treffens" in Zusammenarbeit mit Revox-Sammlern eine einzigartige Ausstellung mit allerneusten, aber auch Geräten der ersten Revox Stunden.

Unser Ausschnitt kann nicht alle Revox Hits zeigen und wer „sein“ Lieblings gerät hier nicht findet, kaufe sich das Buch „Die sprechenden Maschinen“ von Peter Holenstein und schliesse sich der Revox Fan-Organisation an. (www.revoxforum.de)

Neuzeit

David Brouwer, Leiter Produkte Verkauf bei Revox, demonstriert das M51 Steuergerät und den M57 Audioserver die täglich im „foroom“ Willisau fast rund um die Uhr und das seit drei Jahren, im Einsatz stehen. Diese Anlage wurde jetzt nach 3 Jahren auf das neuste Multiroom der M-Serie mit digitalen Nebenraumverstärkern aufgerüstet.
Brandneu, sozusagen als Weltneuheit, präsentierte Revox an diesem Anlass die revolutionäre Class-D-Verstärkertechnik.

Weitere Neuheiten sind das M300 Videoswitch Interface, welches es erlaubt, bis zu sechs zusätzliche Videoquellen in das M51 Bedienkonzept zu integrieren.

Das M51 Nebenraum-Modul ermöglicht zum Beispiel, dass man im Wohnzimmer wie auch im Schlafzimmer gleichzeitig Filme mit Mehrkanalton wiedergeben kann, indem man einen zusätzlichen M51 im Nebenraum ins System einbindet.

Der M37 Audio-Server ist ein kleinerer Bruder des M57 Audio-Multiroom-Servers. Er ist für kleine Multiroomanwendungen gedacht und wahlweise mit 80 und 160 GB Festplatten erhältlich.

An neuen Videoprodukten bietet Revox drei LCD-TV-Geräte an, die Re:ception lcd 17, lcd 23 und lcd 30.

Umfassende Gesamtlösung

Revox Gesamtlösung mit M51, M57, Plasma Bildschirm und Lautsprechern der Re:sound A Linie.
Das Revox Programm umfasst momentan alles, was es zum Home-Cinema und für Multiroom-Anwendungen braucht.

Das Angebot reicht vom M51 Steuersystem, mit M57 und M37 Audioservern, Plasmabildschirm, LCD-TVs und Projektor.

Ebenfalls dabei sind passive und aktive, ja sogar digitale Lautsprecher.

Alles unter Kontrolle

Wolfgang Kelpin, Entwicklungsleiter, präsentiert die Weltneuheit von Revox: Die von Revox patentierte Class D Verstärkertechnik mit erstmals konstantem Dämpfungsfaktor
Wolfgang Kelpin, seit 1974 bei Revox tätig und heute Entwicklungsleiter, erklärte Hans Jürg Baum von avguide.ch höchstpersönlich die Vorteile der revolutionären Revox Class-D-Verstärkertechnik.

Allgemein weiss man, dass der Wirkungsgrad digitaler Verstärker exzellent ist, was zu hohen Leistungen bei kleinem Platzbedarf führt.

Kühlkörper schrumpfen auf ein Minimum, und die Verstärker werden in allen Leistungsbereichen nur noch handwarm. Das ist umweltgerecht und entlastet den Energiehaushalt.

M51 Digital

Der M51 kommt nun neu als M51 Digital daher und leistet anstelle der bisherigen 5 x 60 Watt bei gleichen Abmessungen 5 x 200 Watt.

Bisherige Geräte können mit den digitalen Endstufen nachgerüstet werden.

Allerdings sind die digitalen Class D-Verstärker nicht gerade billig herzustellen, und der Aufpreis beträgt voraussichtlich 1000.- bis 1300.- Franken.

Mit sichtlichem Stolz verkündete Wolfgang Kelpin, dass die ganze Entwicklung der Class D-Endstufen im Hause Revox erfolgte.

Es wurde keine fremde Technologie hinzugekauft und der Schaltungsaufbau ist vollkommen diskret in bekannter und bewährter Miniatur-SMD-Technik.

Der Clou

Bekannt ist, dass der Dämpfungsfaktor – ein Mass für die Kontrolle des Verstärkers über den Lautsprecher – bei Digitalverstärkern zu hohen Frequenzen hin immer schlechter wird.

Das ist bei allen Konkurrenzprodukten, so teuer diese auch sind, der Fall. Dies bedeutet aber nichts anderes als Klangverfärbungen zu höheren Frequenzen hin, weil der Lautsprecher dem Verstärker nicht mehr hundertprozentig gehorcht.

Der Grund ist simpel einfach und liegt darin, dass zwischen den Endtransistoren des Digital-Verstärkers und dem Lautsprecher ein Filter eingeschlauft werden muss, um unerwünschte hochfrequente Stör-Signale herauszufiltern.

Und dieses Filter besitzt einen frequenzabhängigen Widerstand, der den Dämpfungsfaktor zu hohen Frequenzen hin drastisch verschlechtert.

Dass Kelpin als jahrzehntelanger Lautsprecherkonstrukteur das nicht dulden kann, ist klar. Deshalb ist er auch stolz, dass Revox als erste Firma das Problem Dämpfungsfaktor bei Class D-Verstärkern gelöst hat.

Biss auf Granit

Als avguide.ch ihn auf die genaue Arbeitsweise dieser Technik hin befragte, biss man auf Granit.

Nur soviel war über diese brandneue, patentierte Technik zu erfahren, als dass das Signal vor und nach dem Verstärker verglichen wird und zwei Regelkreise mit im Spiel sind. Das Resultat ist ein immer gleich bleibender Dämpfungsfaktor von 200.

Auf die Frage, ob denn eventuelle Impulsverzögerungen, hervorgerufen durch die Regelkreise, sich nicht negativ auf den Klang auswirken könnten, antwortete Kelpin lächelnd mit einem bestimmten „Nein“.

avguide.ch wird sich so bald als möglich diese Technik anhören und prüfen, ob die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind und Revox tatsächlich den bestklingenden Digitalverstärker der Welt baut.
Die 5 Digitalverstärker mit je 200 Watt benötigen nicht mehr Platz als die bisherige 5 x 60 Watt Einheit

Revox Legenden

David Brouwer und Hans-Jörg Strasser mit der legendären 700Serie . Von oben nach unten: B 77, B 760, B 750.
In den „Katakomben“ des „foroom“ Willisau, die aus aus einem raffiniert renovierten Kellergebäude einer Fabrik bestehen und die eine sagenhafte Atmosphäre ausstrahlen, wurden praktisch alle Revox-Schätze vom ersten bis zum neusten Hit gezeigt.

Die meisten der ausgestellten Revox-Geräte gehören Hans-Jörg Strasser (hansjoerg.strasser@strapex.com).

Als junger Bursche schon hat ihn Revox fasziniert. Sein sauer verdientes Geld investierte er stets in Revox-Produkte. Im Laufe der Jahrzehnte füllte sich ein relativ grosses Lager mit seinen Lieblingsgeräten.

Hans-Jörg Strasser führte Hans Jürg Baum von avguide.ch durch die Ausstellung und konnte zu jedem einzelnen Gerät eine Geschichte erzählen.

Natürlich würde es den Rahmen dieses Report sprengen, auf alle Herrlichkeiten dieser Sammlung einzugehen.
Ursprünglich besass eine Tessiner Firma den Namen Revox für ihre Weckeruhren. Sie trat aber bei Geschäftsaufgabe den Namen Revox an Willi Studer ab. Daneben der 59A Röhrenvorverstärker aus dem Jahre 1955
1949: Willi Studers Gesellenstück. Von Willi Studer umgebautes US-Tonbandgerät Dynavox. Es liess in ihm den Gedanken reifen, selber Tonbandgeräte herzustellen.
Revox-Kenner und Fan Hans-Jörg Strasser besitzt praktisch alle Revox Geräte, teilweise sogar mehrfach. Hier mit folgenden Geräten: A 76 Tuner, A 77 Tonbandgerät und A 78 Stereoverstärker. (70er Jahre)
Polarisiert auch heute noch: Für die einen der absolute Revox-Hit für die anderen eine Entgleisung. Die Revox Evolution-Anlage aus dem Jahre 91/92 stellte erstmals die Komponenten höhenmässig nebeneinander. Die Anlage hatte ein revolutionäres Design, ein absolut kratzfestes Gehäuse und eine zukunftsweisende Bedienung.
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