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JB swiss betritt die Bühne

Die verheissungsvolle Wiedergeburt von JB swiss

Von Christian Wenger · · Seite 2 von 4

Erfolge und Rückschläge

Der Testsieg brachte den nötigen Rückenwind. Musik Hug wurde der wichtigste Wiederverkäufer für JB in der Schweiz und bestellte bis 120 Einheiten aufs Mal. Im Grunde war Musik Hug damit erfolgreich, aber das war mehr auf die Begeisterung eines Entscheidungsträgers zurückzuführen. Die JB-Lautsprecher wurden eher inoffiziell präsentiert, um die etablierten und bekannten Markenhersteller im Sortiment von Musik Hug nicht zu verärgern.

Neue Generation der JB-swiss-Lautsprecher: CNC-gefräste Gehäuse, geeignet auch für Echtholz-Ausführungen, um individuelle Besitzerwünsche zu erfüllen.Neue Generation der JB-swiss-Lautsprecher: CNC-gefräste Gehäuse, geeignet auch für Echtholz-Ausführungen, um individuelle Besitzerwünsche zu erfüllen.

Man kann sich das Angebot als sprichwörtlichen «Geheimtipp des Chefs» bei besonders affinen Kunden vorstellen. Leider gab und gibt es diese Praxis immer noch. Die Kompetenz des Handels und die persönliche Überzeugung von einem Produkt und seiner Qualität wird durch Markenbekanntheit und Loyalität zu bewährten Lieferanten unterminiert.

Dem Endkunden wird nicht immer aus eigener Überzeugung das Beste geboten. Diese schon damals übliche Praxis belebt den Markt keineswegs. Das ist auch der Hauptgrund, weshalb innovative Hersteller den klassischen Handel immer öfter umgehen und direktere Wege zu den Endkunden suchen. Dies, damit grossartige Lautsprecher nicht im Hinterzimmer der Fachhändler verstauben, um es etwas deutlicher zu sagen.

Bruno Jeker arbeitete bis zu 96 Stunden pro Woche – inklusive Entwicklung, Produktion, Versand und am Sonntag die Buchhaltung. 1983 erfolgte der Umzug nach Liestal/BL. 1988 wurde die JB Professional A1 Midi Schweizer Testsieger in der Kategorie Kleinlautsprecher. 1990 wurde das Geschäft nach Wettingen verlegt und 1995 nach Niederrohrdorf.

Jeker war getrieben von seinem Perfektionismus und verbesserte seine Lautsprecher permanent. Es gab, etwas vereinfacht betrachtet, immer neue Modelle. Vermarktung und Payback waren für ihn, wie er heute nüchtern eingesteht, zweitrangig. Dadurch hielten sich die Stückzahlen in Grenzen und es wurde ruhiger um Bruno Jeker und die JB-Lautsprecher. Es gab sie immer, aber sie blieben ein Geheimtipp.

Der Autor Christian Wenger

Christian Wenger war Elektrotechniker und Marketingfachmann in der Industrielektronik und Inhaber von InConcert Audio in Olten. Von 2013 bis 2024 schrieb er als Redaktor für avguide.ch. Heute lebt der Connaisseur und Weinliebhaber pensioniert in Südfrankreich und bleibt Mitinhaber der avguide.ch GmbH.

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