11. Dezember 2018 | seit 1999
FILMREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
11. Juli 2005
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Nach dem Unfalltod ihrer Eltern 1926 werden die Zwillingsschwestern Anna und Lotte als junge Kinder getrennt.

Anna wächst in Deutschland auf einem Bauernhof auf, wo sie hart arbeiten muss. Lotte kommt nach Holland, wo sie in einer wohlhabenden Familie behütet aufwächst und eine Ausbildung erhält.

Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges treffen sie sich noch einmal. Danach sind ihre Leben getrennt.

Anna heiratet einen SS-Offizier, Lotte liebt einen Juden, der nach der Besetzung Hollands deportiert und ermordet wird.

Nach Ende des Krieges sucht Anna wieder Kontakt mit Lotte, doch diese will von ihrer Schwester nichts mehr wissen.

Erst als alte Frauen treffen sie sich wieder und reden miteinander.

Eindringlich und athmosphärisch dicht werden die zwei verschiedenen Biografien der Schwestern ineinander verwoben erzählt.

Der Film nach dem Roman von Tessa de Loo wirft keine Fragen der Schuld auf, beziehungsweise unterdrückt sie gleich wieder.

Dadurch ist der Zuschauer am Schluss sich selbst überlassen, denn die Geschichte hätte ebenso gut genau umgekehrt verlaufen können.
STECKBRIEF
Filmtitel:
Die Zwillinge
Herkunft:
Holland/Luxemburg
Label:
Arthaus
Jahr:
2002
Regie:
Ben Sombogaart
Darsteller:
Ellen Vogel, Thekla Reuten, Nadja Uhl, Gudrun Okras, Jeroen Spitzenberger, Roman Knizka, Julia Koopmans, Sina Richardt
Code:
2
Sprache:
deutsch, holländisch
Genre:
Drama
Untertitel:
deutsch
Ausstattung:
Trailer, Making of, geschnittene Szenen, Interview mit Nadja Uhl
Bildformat:
1,85:1 - 16:9
Tonformat:
Dolby Digital 5.1
Bildwertung:
8
Tonwertung:
7
Preis:
32.8
Bezugsquellen
Wettbewerb