21. Juni 2018 | seit 1999
FILMREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
8. Januar 2002
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Der Fotograf Bobby Garfield (David Morse) wird plötzlich und unerbittlich an seine Jugend erinnert, als er vom Tod seines einstigen Spielkamerade erfährt. Bobby kehrt in die Stadt seiner Kindheit zurück - und in Gedanken erlebt er die Vergangenheit noch einmal: jenen Sommer 1960, als er elf Jahre alt war. Damals sind Carol (Mika Boorem) und Sully (Will Rothhaar) seine besten Freunde. Bobby wohnt mit seiner Mutter Liz (Hope Davis) in einem kleinen Haus. Liz ist allerdings vollauf mit sich selbst beschäftigt. In das obere Apartment des Hauses zieht in diesem Sommer ein neuer Mieter namens Ted Brautigan (Aanthony Hopkins).

Von der verbitterten Mutter erfährt Bobby wenig über seinen vor langer Zeit gestorbenen Vater, doch Ted füllt diese Lücke. Er kann zuhören, erweist sich als väterlicher Freund und eröffnet dem Jungen eine unbekannte, grössere Welt.

Aber auch Ted muss mit einer schweren Vergangenheit fertig werden - was Bobby verwirrt und beunruhigt. Eines Tages schlägt Ted dem Jungen vor, für ihn zu arbeiten. Dabei geht es durchaus nicht nur darum, die Zeitung vorzulesen, damit der alte Mann seine Augen schonen kann - Ted braucht Bobbys Hilfe, um sich vor jenen Mächten zu verbergen, die ihn verfolgen.

Als sich der letzte Sommer in Bobbys Kindheit dem Ende zuneigt, sieht der Junge mit Teds Hilfe seinen Vater in einem ganz neuen Licht, er bekommt eine Ahnung von den Chancen, die ihm das Leben und die Liebe bieten. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Teds Verfolger spüren ihn auf. Bobby sieht sich plötzlich gezwungen, tief aus seinem Inneren Kräfte zu mobilisieren, die er sich nie zugetraut hätte: Er lernt, Mut zu beweisen und Unrecht zu verzeihen.

Ein Drama über Liebe, Mut - und Freundschaft, die die Zeiten überdauert. Regisseur Scott Hicks ("Shine", "Schnee, der auf Zedern fällt") verfilmt ein Drehbuch von William Goldman, der nach "Misery" jetzt einen weiteren Bestseller von Stephen King für die Leinwand bearbeitet hat.

Eingefangen ist die Geschichte in stark stilisierten Bildern mit warmen Farben. Der Ton mit Musik der 60er Jahre ist schwach räumlich.
STECKBRIEF
Filmtitel:
Hearts in Atlantis
Orginaltitel:
Hearts In Atlantis
Herkunft:
USA
Label:
Warner Home Video
Jahr:
2001
Regie:
Scott Hicks
Darsteller:
Anthony Hopkins, Anton Yelchin, Hope Davis, Mika Boorem, David Morse, Will Rothhaar u.a.
Code:
2
Sprache:
deutsch, englisch, spanisch
Genre:
Drama
Untertitel:
Englisch, Deutsch, Spanisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Portugiesisch, Hebräisch, Polnisch, Griechisch u.a.
Ausstattung:
Original-Kommentar von Regisseur Scott Hicks, Fotogalerie, Interview mit Anthony Hopkins, Trailer
Bildformat:
2,35:1 – 16:9
Tonformat:
Dolby Digital 5.1
Bildwertung:
9
Tonwertung:
7
Preis:
34.900000
Bezugsquellen
Wettbewerb