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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
11. September 2017
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Ein Superlativ vorweg: Aus knapp 35 Litern zaubert dieser Basswürfel unglaublichen Tiefgang. Er überträgt linear bis weit unter 20 Hz und damit zusätzlich zum eigentlichen Tiefton auch noch einen Teil des subsonischen Bereichs.

Dies können nominell auch die grösseren Brüder DB2D und DB1D nicht besser. Freilich verspricht hier eine grössere Membranfläche mehr Pegel: Beim DB1D sorgen zwei neu entwickelte 30-Zentimeter-Bässe für praktisch unbegrenzten Schub bis in tiefste Regionen. Zumal diese von zwei Class-D-Endstufen mit je 1 kW Ausgangsleistung (!) angetrieben werden.

Beim mittleren Modell DB2D kommen zwei 25-Zentimeter-Tieftöner zum Einsatz, die ursprünglich für die 800 D3 entwickelt und für den Subwoofer-Einsatz mit einer anderen Staubschutzkalotte ausgestattet wurden. Und beim hier getesteten DB3D schliesslich arbeiten zwei 20-Zentimeter-Woofer, die aus der 802 D3 entlehnt wurden.

Allen gemeinsam ist eine sogenannte Airofoil-Membrane: Diese ist in ihrem Querschnitt unterschiedlich stark ausgeprägt und wird dadurch steifer, ohne ungebührlich an Masse zuzulegen. Im Vergleich zur vorgängigen Tieftönergeneration (aus der 800-D2-Serie) ist das Schwingungsverhalten gerade bei hohen Auslenkungen deutlich verbessert worden.

Der schematische Innenaufbau macht deutlich, wie starr die beiden 20-Zentimeter-Treiber intern verkoppelt sind. Das Gehäuse ist aufwändig innenstabilisiert.

Wenn gewaltige Kräfte wirken

Bowers & Wilkins griff bei der neuen DB-Subwoofer-Serie auf eine bewährte Konstruktion zurück: Die symmetrisch-gegenüberliegende Anordnung der beiden Tieftöner kam bereits im wunderschönen Design-Subwoofer PV1 zum Einsatz. Sie sorgt dafür, dass sich die enormen Bewegungskräfte gegenseitig in Zaum halten.

Auch im DB3D sind die Lautsprecherchassis intern mechanisch starr verkoppelt: Ein durchdachter zentraler Klemmenmechanismus sorgt zusammen mit einer Matrix-ähnlichen Gehäuseversteifung dafür, dass ein Maximum an dynamischer Energie direkt in Schall umgesetzt wird – und nicht verzögert in Form von Vibrationen über die Gehäusewände abgegeben wird.

Ein wichtiges Hilfsmittel bilden dabei die neu entwickelten Anti-Vibrations-Füsse: Diese sollen die Schallübertragung auf den Fussboden bis hinunter zu 5 Hz effektiv reduzieren. Das sorgt nicht nur für einen saubereren Bass, sondern vermindert auch das Ausmass an tieffrequenten Schwingungen, die in benachbarte Räumlichkeiten weitergleitet werden. Ebenfalls mitgeliefert werden Spikes (empfohlen für Teppichböden).

Bei den kleineren beiden Edel-Subwoofern kommen effiziente Class-D-Endstufen vom renommierten niederländischen Hersteller Hypex zum Einsatz: 2 x 500 Watt sorgen dafür, dass genügend Antriebsleistung für die elektronisch entzerrten Tieftöner zur Verfügung steht. Das klingt nach sehr viel; aber man muss bedenken, dass schon eine Pegelanhebung von + 3 dB eine Verdoppelung des Wattbedarfs bedeutet.

Am Gehäuseboden befindet sich die Elektronik des Aktivsubwoofers inklusive zweier 500-Watt-Class-D-Endstufen vom führenden Hersteller Hypex.
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